MoneyPark - Ihre Hypothek
caisse de pension

«Es war an der Zeit, die Anlageklasse Hypotheken zu stärken»

Im aktuellen Umfeld ist es für Pensionskassen herausfordernd, eine Investitionsmöglichkeit zu finden, die eine attraktive Rendite bei einem moderaten Risiko erwirtschaftet. In den letzten Jahren hat es daher eine Verschiebung im Markt gegeben: Pensionskassen wenden sich nun des Öfteren neuen und innovativeren Anlageklassen, wie der Anlageklasse Hypotheken, zu.

Die Pensionskasse des öffentlichen Dienstes von Neuchâtel, prévoyance.ne, hat beispielsweise beschlossen, ihre Investition in Hypotheken auszuweiten. Dafür ist sie im Dezember 2020 eine Partnerschaft mit MoneyPark und finovo eingegangen. Über finovo, eine 2018 gegründete Tochtergesellschaft der MoneyPark Gruppe, bietet das Unternehmen institutionellen Anlegern umfassende Hypothekenlösungen an. Darunter fallen die Definition des Hypothekenangebotes, der Vertrieb, die Kreditprüfung sowie das Bewirtschaften des Portfolios.

Wir haben Valentin Bürki, Leiter Kapitalanlagen bei prévoyance.ne, zum Gespräch getroffen.

Können Sie uns beschreiben, wer prévoyance.ne ist, was Ihre Hauptaktivitäten sind und wie Sie auf dem Markt positioniert sind?

Die Hauptaufgabe der Pensionskasse des öffentlichen Dienstes des Kantons Neuchâtel ist die Verwaltung und Versicherung des Risikos von Alter und Invalidität für alle Angestellten des öffentlichen Dienstes des Kantons Neuchâtel. Wir haben zwei Haupttätigkeiten: Einerseits beraten und unterstützen wir bei Anliegen aller angeschlossenen Arbeitgeber sowie deren Versicherten und Rentnern zu allen Belangen der beruflichen Vorsorge, (Versicherungsleistungen, Beiträge, Einkauf, Wohneigentum, Pensionierung usw.).

Andererseits verwalten wir das Vermögen so, dass die Auszahlung der Renten jederzeit gewährleistet ist. Wir streben eine angemessene Risikostreuung durch Investitionen in verschiedene Anlageklassen an, um eine angemessene und marktkonforme Rendite zu erzielen.

Aufgrund unserer Grösse sind wir eine der grössten Pensionskassen in der französischsprachigen Schweiz.

Welches sind heute die grössten Herausforderungen für die Pensionskasse und wie gehen Sie damit um?

Die grösste Herausforderung für uns ist, dass wir eine teilfinanzierte öffentlich-rechtliche Kasse sind, die einen Deckungsgrad von weniger als 100 Prozent aufweist. Dies bedeutet, dass der Betrag der fälligen Verbindlichkeiten viel höher ist als das aktuelle Vermögen. Wir müssen daher jedes Jahr einem definierten Plan folgen, um aus der Unterdeckung zu kommen. Das Hauptziel ist die Rückkehr zu einem Deckungsgrad von 80 Prozent bis 2052. Wir haben eine definierte strategische Allokation, um diesen Weg der Rekapitalisierung zu gehen.

Wie unterscheidet Sie sich von anderen Pensionskassen?

Wir sind in der gleichen Position wie viele der Pensionskassen des öffentlichen Dienstes, zumindest in der Westschweiz, bei denen die Defizite relativ gross sind. Wir haben die gleichen Herausforderungen zu bewältigen, nämlich zu versuchen, den gesetzlich vorgeschriebenen Deckungsgrad zu erreichen. Und um mit dem Rückgang der Anlagerenditen und dem Älterwerden der Bevölkerung fertig zu werden. All diese Begebenheiten zusammengenommen sind grosse Herausforderungen für Pensionskassen.

Wie ist die Anlagestrategie, einschliesslich Ihrer Politik zu negativen Anleiherenditen, aufgebaut?

Unsere Strategie basiert vor allem auf der Verpflichtung, eine ausreichende Rendite zu erwirtschaften, die es uns ermöglicht, einen Weg aus der Unterdeckung zu finden. Wir sind jedoch durch unsere relativ begrenzte Risikokapazität eingeschränkt. Innerhalb dieser Kapazität haben wir einen relativ hohen Aktienanteil, zwischen 35 und 37 Prozent in der strategischen Allokation, was die Tatsache kompensiert, dass die erwarteten Renditen auf dem Rentenmarkt niedrig sind.

Was waren Ihre ersten Erfahrungen mit der Anlageklasse Hypotheken?

Die Pensionskasse prévoyance.ne ist das Ergebnis der Fusion der Pensionskassen des Kantons Neuchâtel, der Stadt La Chaux-de-Fond und der Stadt Neuchâtel am 1. Januar 2010. Die Hypothekarvergabe ist historisch bedingt, da die Pensionskassen ihren Versicherten zu diesem Zeitpunkt bereits Hypotheken vergaben. Bei prévoyance.ne vergeben wir dadurch seit der Fusion im Jahr 2010 Hypotheken, damals jedoch ausschliesslich an unsere Versicherten und angeschlossenen Arbeitgeber und nur für selbstgenutztes Wohneigentum.

Warum bauen Sie nun die Investition in die Anlageklasse Hypotheken aus?

Hypotheken sind im Vergleich zu Staatsobligationen eine gute Quelle zur Diversifizierung. Sie können eine konstant positive Rendite bei begrenztem Risiko erwirtschaften. Sie sind auch eine hervorragende Alternative zu Bargeld, das negative Zinsen generiert. Wir haben festgestellt, dass wir in den letzten Jahren keine sehr vorteilhafte Zinspolitik hatten. Es war schwierig, neue Hypothekarkunden zu gewinnen, und der Anteil der Hypotheken erodierte zusehends. Es war an der Zeit, diese Anlageklasse zu stärken. Wir haben daher beschlossen, unsere Politik zu ändern, wettbewerbsfähiger zu werden, nicht nur von den Versicherten der Kasse abhängig zu sein, sondern geografisch zu diversifizieren, um Hypotheken in der ganzen Schweiz anzubieten.

Warum haben Sie sich für MoneyPark als Partner entschieden?

Wir waren auf der Suche nach Lösungen zur Stärkung unserer Investments in die Anlageklasse Hypotheken und wurden zum richtigen Zeitpunkt kontaktiert. Im Gespräch mit MoneyPark waren wir vor allem beeindruckt von Ihrer Herangehensweise und Ihrer Vorbereitung. Die Einfachheit der Kontakte, die Klarheit und Transparenz waren alles Aspekte, die uns schlussendlich dazu bewogen haben, mit Ihnen zu arbeiten.

Inwieweit unterscheidet sich Ihr Hypothekenangebot von den Angeboten anderer Finanzinstitute? Was sind die Vorteile für den Endkunden?

Wir bieten vor allem sehr gute Zinskonditionen. Unsere Kunden profitieren ausserdem von einem lokalen Service und einer schnellen Entscheidungsfindung. Wir haben ausserdem unsere Vergabekriterien erweitert. Wir können jetzt viele Arten von Objekten finanzieren, und auch Forward-Hypotheken abschliessen. Unser Angebot ist besser als das einiger Finanzinstitute.

Wie sehen Sie dieses Geschäftsmodell auf lange Sicht? Und wie sehen Sie die Situation in Bezug auf den aktuellen wirtschaftlichen Kontext und den Immobilienmarkt?

Wir werden sehen, wie schnell wir das Portfolio aufbauen können. Je nach Zinsentwicklung kann es sich auch lohnen, die Anlageklasse Hypotheken noch weiter zu stärken, insbesondere im Hinblick auf den Spread gegenüber Staatsobligationen.

Derzeit sehen wir kein nennenswertes Risiko im Eigenheimmarkt für die nächsten Jahre und wir hoffen, dass sich der Markt behaupten kann. Angesichts des aktuellen Zinsniveaus und solange sich die Zinsen nicht erholt haben, was nicht vor 2023 zu erwarten ist, sollte es für Hausbesitzer keine Schwierigkeiten geben.

 

Valentin Bürki ist Leiter Kapitalanlagen bei der Pensionskasse des öffentlichen Dienstes in Neuchâtel. Nach seinem Universitätsstudium in Neuchâtel und Lausanne war er fast zehn Jahre lang in der Vermögensverwaltung der BCV tätig. Seine Karriere führte ihn danach nach Boston, wo er im Bereich Private Equity arbeitete. 2014 kehrte er in die Schweiz zurück, wo er bei prévoyance.ne zunächst als strategischer Analyst tätig war und danach Leiter Kapitalanlagen wurde. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und liebt Sport, insbesondere Eishockey, das er seit seinem zehnten Lebensjahr spielt.


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Prévision taux

Kurz- und mittelfristige Richtsätze wieder auf Rekordtief - Einschätzung Hypothekarzinsen Januar 2021

Aufgrund der erneuten (Teil-)Shutdowns müssen in ganz Europa wieder grosse konjunkturelle Einbussen hingenommen werden. Die kurz- und mittelfristigen Hypothekarzinsen sind wieder auf das Allzeittief vom August 2019 gesunken, die 10-jährige Festhypothek liegt hingegen noch rund 10 Basispunkte darüber. Und das, obwohl die Kapitalmarktsätze jetzt auf einem deutlich höheren Niveau liegen. Begründen lässt sich das wohl mit dem herrschenden Konkurrenzdruck unter den Hypothekaranbietern. Das birgt auch Senkungspotential bei den Top-Zinsen.

Makroökonomische Lage

Erneute Shutdowns beenden Erholung in Europa

Aufgrund der erneuten (Teil-)Shutdowns müssen wie erwartet in ganz Europa wieder deutliche Einbussen in der Wirtschaftsleistung hingenommen werden. In Österreich, welches bereits einen dreiwöchigen harten Shutdown hinter sich hat, zeigt sich aber ein wichtiger Unterschied zum Frühjahr: Der Export (mit Ausnahme des Tourismus) leidet derzeit kaum. Beim ersten Shutdown war rund die Hälfte des Wirtschaftseinbruchs auf das Geschäft mit dem Ausland zurückzuführen gewesen. Nun sind aber die Grenzen, wenn auch mit Beschränkungen, geöffnet und der Aussenhandel läuft gut. Auch die Unternehmen haben sich offenbar besser auf die Situation eingestellt. Helfen dürfte zudem, dass darauf vertraut wird, dass eine Impfung die Lage bald entspannt. Die österreichischen Erfahrungen lassen Schätzungen zu, wie stark ein allfälliger zweiter harter Shutdown die Schweizer Wirtschaft treffen würde – und wie hart dieser für die deutsche, nun seit Mitte Dezember in diesem Modus befindende Wirtschaft, ausfällt.

Schweiz: Einbruch wohl geringer als im ersten Shutdown

Echtzeitdaten zeigen, dass das Weihnachtsgeschäft in der Schweiz auf der Höhe des Vorjahres zu liegen kommen könnte. Hier dürfte das Land von den weiterhin geöffneten Geschäften des Detailhandels profitieren. Gemäss aktuellen Schätzungen müsste die Schweiz bei einem zweiten harten Shutdown inklusive Ladenschliessungen womöglich mit einem vorübergehenden Wirtschaftseinbruch von 5 bis 10 Prozent rechnen. Ähnliche Grössenordnungen dürften für Deutschland gelten. Die Unsicherheiten sind derzeit gross.

Gelingt der «Corona Swiss Way»?

Die Schweiz beschreitet mit dem Corona «Swiss Way» eine schmale Gradwanderung. In den letzten Wochen gelang es nicht, die Neuansteckungszahlen zu senken und die Rufe nach einem harten Shutdown werden immer lauter. Im Moment gehen die Ökonomen davon aus, dass das Bruttoinlandprodukt 2020 insgesamt um rund 3.5 Prozent gesunken ist und im 2021 ungefähr in diesem Ausmass wieder wachsen wird. Trifft diese Prognose ein, würde unser Land wirtschaftlich mit vergleichsweise geringen wirtschaftlichen Einbussen davonkommen.

Entwicklung der Zinssätze

Kurz- und mittelfristige Richtsätze wieder auf Rekordtief

Die Richtsätze, die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen, sind im Dezember weiter gesunken. Damit erreichen die zwei- und fünfjährigen Laufzeiten wieder das Niveau vom August 2019 – dem Allzeittief der Hypothekarzinsen. Die zehnjährige Laufzeit ist mit 1.14 Prozent jedoch noch rund zehn Basispunkte vom damaligen Tiefpunkt entfernt.

Bandbreite wird enger

Vergleicht man die heutige Bandbreite zwischen Richtsatz und Top-Satz, dem bestverhandeltsten Satz von MoneyPark, mit der Bandbreite im August 2019, zeigt sich, dass diese enger geworden ist. Das bedeutet, dass der Kampf um die allerbesten Zinssätze aktuell etwas abgenommen hat. Dies lässt sich mit Blick auf die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen erklären: Da heute Alternativanlagen deutlich besser rentieren als damals, haben die Finanzierungsanbieter aktuell höhere Mindestrenditen für Hypotheken definiert.

Kapitalmarktzinsen im Dezember praktisch unverändert

Dass die Richtsätze wieder auf das Allzeittief gesunken sind, obwohl die Kapitalmarktzinssätze zur gleichen Zeit zwischen 20 und 30 Basispunkte gestiegen sind, beweist den weiterhin intensiven Konkurrenzdruck unter den Hypothekaranbietern. Vor allem Finanzierungsgeber im oberen Preissegment mussten ihre Angebote nach unten korrigieren, um überhaupt noch Volumen abschliessen zu können.

Die Swap-Sätze haben sich indes im Dezember 2020 kaum bewegt. Die zehnjährige Laufzeit liegt Ende des Jahres bei -0.28%.

Zinsprognose

Wettbewerbsdruck spricht für tiefere Hypothekarzinsen  

Wir gehen davon aus, dass sich die Kapitalmarktzinssätze in den nächsten Wochen auf dem derzeitigen Niveau, mit kurzfristigen Ausschlägen in beide Richtungen, einpendeln werden. Entscheidend für die Konjunktur- und Zinsentwicklung wird die Eindämmung der Pandemie sein. Daneben spielen aber auch die weitere Entwicklung des Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU und der Ablauf des geordneten Brexits wichtige Rollen. 

Im Hypothekarmarkt sehen wir deutliche Anzeichen, dass sich der Wettbewerb unter den Anbietern wieder verstärken wird. Einige alternative Kapitalgeber wie Pensionskassen und Anlagestiftungen investieren neu in Hypotheken oder planen ihre Bestände in den nächsten Monaten aufzustocken. Banken und Versicherungen sind dafür besorgt, ihre Marktanteile zu halten bzw. weiter auszubauen. Diese Situation dürfte tendenziell, gerade bei problemlosen Hypothekarfinanzierungen, für tiefere Topkonditionen sorgen.

Empfehlungen

  • Aufgrund der enorm grossen Bandbreite der Konditionen bleibt es unabdingbar, mehrere Offerten für eine Hypothekarfinanzierung einzuholen.
  • Der Abschluss einer Hypothekarfinanzierung über einen Hypothekarspezialisten wie MoneyPark lohnt sich aus verschiedenen Gründen: Erstens ist das Sparpotential massiv; je nachdem mehrere tausend Franken pro Jahr. Zweitens übernimmt der Intermediär zeitintensive Dossier-Einreichungen und mühsame Verhandlungen bei den einzelnen Hypothekarpartnern.
  • Im aktuellen Marktumfeld sollten allfällige Marktopportunitäten aufgrund sinkender Kapitalmarktsätze oder Sonderaktionen von Anbietern gezielt genutzt werden.
  • Es gibt derzeit keine Anzeichen dafür, dass die Hypothekarzinsen in den nächsten Wochen ansteigen werden. Trotzdem muss man aufgrund der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Krise mit einer gewissen Volatilität rechnen.

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MoneyPark Immobilienplattform

MoneyPark lanciert öffentliche, kostenlose Big Data Immobilienplattform

MoneyPark öffnet seine Immobilienplattform für die breite Öffentlichkeit. Damit erhalten erstmals auch potenzielle Käufer und Verkäufer von Wohnimmobilien kostenlosen Zugang zu umfassenden Daten rund um das gesuchte oder das bereits erworbene Eigenheim. In Kombination mit persönlicher Beratung durch Immobilienexperten vor Ort schafft die Plattform für Suchende, Käufer, Eigentümer sowie Verkäufer ein einzigartiges Kundenerlebnis aus datengetriebener Technologie und individueller Beratung. Dank grösserer Transparenz und einfacherem Zugang zu objekt- und lagerelevanten Daten soll mehr Bewegung in den seit Jahrzehnten statischen und noch wenig innovativen Schweizer Immobilienmarkt gebracht und dadurch mehr Kundinnen und Kunden der Traum vom Eigenheim erfüllt werden.

Online verfügbare Verkaufsanzeigen von Immobilien auf klassischen Immobilienplattformen erfreuen sich in der Schweiz hoher Bekanntheit und Beliebtheit, ihre Form blieb aber seit Jahren unverändert. Dies bricht MoneyPark mit der neu für die Öffentlichkeit zugänglichen Plattform auf. Konsequent auf Big Data-Technologie aufgebaut, liefert die Plattform einerseits hochwertige und detaillierte Informationen über Immobilien und ermöglicht andererseits, Kauf und Verkauf direkt zu initiieren, indem auf die Finanzierungs- und Beratungsexpertise der MoneyPark-Beraterinnen und Berater zugegriffen werden kann. «Die neue Plattform ist nicht nur ein Meilenstein in der noch jungen Unternehmensgeschichte von MoneyPark, sondern vor allem ein riesiger Transparenzgewinn für jeden Immobiliensuchenden, -eigentümer und -verkäufer», ist Stefan Heitmann, Gründer und CEO von MoneyPark, überzeugt.

Big Data als Entscheidungsgrundlage

Die digitale Plattform aggregiert öffentlich ausgeschriebene Wohnimmobilien und Angebote aus dem eigenen Kundenbestand. Zudem bietet sie Eigentümern von Immobilien auch alle Objekt-, Lage- und wertrelevanten Informationen an einem Ort. So zeigt sie einfach und verständlich jedem Interessenten, wie sich der Wert seiner Immobilie in den vergangenen Jahren entwickelt hat, welche Bauvorhaben es in der Umgebung gibt und welche ähnlichen Objekte in der Region zum Verkauf stehen. Für diese detaillierte Charakterisierung stützt MoneyPark die Plattform konsequent auf Big Data und eröffnet Kunden so einfachen Zugang zu einer grossen Menge an visualisierten Immobiliendaten. Ausserdem ermöglicht die Plattform den Zugang zu finanzierungsgeprüften Interessenten – also Käufern, die bereits über eine Finanzierungszusage verfügen und sich die Immobilie dadurch sicher leisten können. Dies vereinfacht und beschleunigt die Suche nach potenziellen Käufern und ermöglicht eine realitätsnahe Einschätzung des Marktes.

Einzigartiges Kundenerlebnis aus Beratung und Technologie

Besteht der Bedarf nach einer persönlich durchgeführten Objektbewertung oder verfestigt sich der Wunsch, die Immobilie zu verkaufen, unterstützen die Immobilienexperten von MoneyPark und begleiten die Verkäufer durch den gesamten Prozess. Das neue, schweizweite Team von Immobilienexperten arbeitet dabei Hand in Hand mit den MoneyPark Hypothekarprofis in den Filialen des Unternehmens zusammen. Kundinnen und Kunden werden in allen Immobilien-Belangen ergänzend zur Plattform persönlich beraten und erhalten so auch bei komplexen Transaktionen einen kompetenten Ansprechpartner. «Die Kombination von modernster Big Data-Technologie und unabhängigen Hypothekar- und Immobilienexperten, die unsere Kunden bei jedem Schritt unterstützen, ist einmalig am Schweizer Markt», erklärt Stefan Heitmann.

Mehr Transparenz dank Daten

Mit der Plattform will MoneyPark den Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien erleichtern. Die Plattform wird laufend weiterentwickelt und mit zusätzlichen Features ergänzt. Seit der Gründung des Unternehmens 2012 ist es das erklärte Ziel, den Immobilienmarkt offener und kundenfreundlicher zu machen. Dies ist MoneyPark im Hypothekarmarkt mit dem Zugang zu über 150 Finanzierungsgebern bereits gelungen. Dasselbe Ziel verfolgt MoneyPark mit den neuen Dienstleistungen im Immobilienbereich. «Mit unserem neuen Plattformangebot können wir unseren Kundinnen und Kunden viel früher und viel länger die Hand reichen und ihnen helfen, den Traum vom Eigenheim zu erfüllen», erklärt Stefan Heitmann.

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Corona-Pandemie stärkt den Eigenheimmarkt

Eine Analyse von Marktdaten zeigt, dass die Corona-Pandemie den Eigenheimmarkt positiv beeinflusst. So wurden Preiseskapaden bei Immobilien mit einem Wert bis zu CHF 2 Mio. eingedämmt: Das Preisniveau bei diesen Objekten liegt im dritten Quartal 2020 wieder auf dem Stand von Mitte 2018. Das beliebteste Segment sind Eigentumswohnungen bis CHF 1 Mio. Dort klafften Ende 2019 die Angebots- und die Transaktionspreise noch um knapp 20 Prozent auseinander, im dritten Quartal 2020 nur noch um 12 Prozent. Grund für die deutliche Reduktion sind die gesunkenen Transaktionspreise. Dies, obwohl die Pandemie den Wunsch nach Eigenheimen weiter erhöht hat.

Dass im Eigenheimmarkt die Transaktionspreise jeweils deutlich über den Angebotspreisen liegen, scheint mittlerweile normal. Das Angebot stagniert, die Nachfrage steigt weiter an und wird so zu einem Treiber dieser Entwicklung. Die durchschnittliche Differenz zwischen Angebots- und Transaktionspreisen beträgt im dritten Quartal 2020 rund 7 Prozent. Der Käufer bezahlt also für ein Eigenheim, das für CHF 1 Mio. ausgeschrieben ist, schlussendlich CHF 1’070’000, sprich CHF 70’000 mehr.

Preiseskapaden in den «erschwinglichen» Kategorien eingedämmt

Bei Eigentumswohnungen fällt die Differenz zwischen dem Angebots- und Transaktionspreis mehr als doppelt so hoch aus (10.7% im Q3 2020) als bei Häusern (5.2% im Q3 2020). Und auch zwischen den Preisklassen zeigen sich grosse Unterschiede. Bei Objekten bis CHF 2 Mio. beträgt diese Differenz rund 10 Prozent, bei Objekten über CHF 2 Mio. rund 17 Prozent. Im dritten Quartal 2020 sinken nun die Transaktionspreise für Objekte bis CHF 2 Mio. (über 94 Prozent aller Transkationen) und dämmen so diese Entwicklung ein. Aktuell liegen die Eigenheimpreise bis CHF 2 Mio. wieder auf dem Preisniveau von Mitte 2018. Zuvor waren bei Eigentumswohnungen bis CHF 1 Mio. noch Auswüchse in der Preistreiberei von knapp 20 Prozent sichtbar. Die Preiskorrektur dürfte mit dem kurzzeitig aufgetretenen Nachfrage-Rückgang während des Lockdowns im Frühjahr in Zusammenhang stehen und wird wohl nur von kurzer Dauer sein. Objekte über CHF 2 Mio. zeigen sich bislang unbeeindruckt von der Corona-Krise und legen drei Quartale in Folge zu, so dass im dritten Quartal 2020 der höchste Stand der letzten zwei Jahre erreicht wurde.

Trotzdem: Viele Eigenheime bleiben erschwinglich. Fast zwei Drittel aller Eigenheimtransaktionen (60%) liegen unter dem Wert von CHF 1 Mio. Bei 40 Prozent davon handelt es sich um Eigentumswohnungen, bei 20 Prozent um Häuser. «Das ist eine gute Nachricht für die zwei Drittel der Mieter, welche einen Eigenheimwunsch hegen. Gerade jetzt wo das Wohnen aufgrund der Pandemie massiv an Bedeutung gewinnt, bietet sich die Chance, den Wunschtraum zu verwirklichen und die Wohnkosten massiv zu reduzieren», sagt Stefan Meyner, Senior Analyst bei MoneyPark.

 

Corona-Pandemie erhöht Wunsch nach Eigenheim

Die erste COVID-19-Welle sorgte für einen Jo-Jo-Effekt bei der Marktliquidität. Im ersten Halbjahr 2020 reduzierte sich sowohl die Anzahl der ausgeschriebenen (-20%), wie auch der verkauften Eigenheime (-14%) stark. Im dritten Quartal 2020 erholte sich der Markt stärker und früher als erwartet: die ausgeschriebenen Objekte nahmen um 24 Prozent, die Transaktionen um 20 Prozent zu (ggü. Vorquartal).

Nach dem Lockdown wurde der Wunsch nach einem Eigenheim, insbesondere auf dem Land, verstärkt sichtbar. «Unter den potenziellen Käufern stellen wir inzwischen vermehrt eine ‚Jetzt erst recht‘-Mentalität fest», sagt Stefan Heitmann, Gründer und CEO von MoneyPark. Die kurzfristigen Kaufabsichten sind gestiegen und die Zeitspanne zwischen Ausschreibung und Verkauf ist kürzer geworden. Zudem ist die Nachfrage nach Häusern gestiegen: Bei KundInnen von MoneyPark stieg sie auf rund 30 Prozent. Auch wollen mehr Stadtbewohner aufs Land ziehen als umgekehrt.

Strenge Corona-Massnahmen als Chance für potenzielle Eigenheim-Käufer?

Weil sich in der Krise die Nachfrage schneller und stärker als das Angebot reduziert, steigt die Chance, das Wunschobjekt zu erhalten und dies erst noch zu einem leicht tieferen Preis. Es hat sich aber gezeigt, dass der Eigenheimmarkt auch in Krisenzeiten gut funktioniert. Insbesondere Verkäufer von Häusern an peripheren Lagen mit Preisen um CHF 1 Million dürften davon profitieren. Käufer müssen schnell entscheiden, um den Zuschlag zu erhalten. «Die Hypothekarzinsen dürften dem Kaufvorhaben nicht im Wege stehen, denn wer vergleicht, wird weiterhin von rekordtiefen Zinsen profitieren können», so Stefan Heitmann.

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Empfehlungsschreiber

MoneyPark und key4 gehen Partnerschaft ein

Die Immobilienplattform key4 by UBS steht neu auch Kundinnen und Kunden von MoneyPark, dem schweizweit grössten unabhängigen Hypothekarspezialisten, zur Verfügung. Die Partnerschaft stärkt das Plattformbanking mit Hypotheken in der Schweiz. Gleichzeitig profitieren Hypothekarnehmer von steigender Transparenz im Markt.

Die offene Plattform key4 bündelt alle Services rund um Wohneigentum und -erwerb an einem Ort. Mit der neuen Partnerschaft erhalten Kundinnen und Kunden von MoneyPark erstmals Zugang zum Angebot von key4. Einzigartig daran ist, dass Kunden, welche sich für key4 entscheiden, für jede Hypothekar-Tranche das attraktivste Angebot von unterschiedlichen Schweizer Kreditgebern auswählen und so ihre Immobilienfinanzierung individuell zusammenstellen können. Dieses schweizweit einzigartige Angebot gibt es nun auch bei MoneyPark.

Martha Böckenfeld, Head Digital Platforms & Marketplaces: «Es freut mich sehr, dass ab sofort auch Kunden von MoneyPark die Vorteile unserer innovativen Plattform nutzen können. Diese Kooperation mit einem weiteren Finanzierungsvermittler ist integraler Bestandteil der Partnerschaftsstrategie von key4. Damit machen wir den nächsten Schritt im Ausbau unseres offenen Ökosystems rund um Home und Living.»

Die Partnerschaftsstrategie von key4 bietet den Kunden in allen Schritten im Lifecycle des Immobilienerwerbs und darüber hinaus ein umfassendes Angebot: von der Immobiliensuche, im Rahmen der unabhängigen Finanzierungsberatung, über den Immobilienkauf bis hin zum Unterhalt des Wohneigentums. Teil davon sind auch die bereits bekannt gegebenen Partnerschaften mit FinanceScout24, Houzy und Homegate. Weitere Partner folgen demnächst.

Stefan Heitmann, CEO und Gründer von MoneyPark: «Mit dieser neuen Partnerschaft erweitern wir das breiteste Hypothekarangebot der Schweiz von MoneyPark nochmals zusätzlich. Zugleich freut es uns als Begründer des technologiebasierten Hypothekarbankings in der Schweiz, dem Plattformbanking noch mehr Schub zu verleihen. Von der damit weiter steigenden Markttransparenz profitieren alle Teilnehmer im Markt.»

MoneyPark vereint auf seiner Plattform Finanzierungspartner mit den unterschiedlichsten Vergabekriterien und findet so für fast jeden Fall eine Lösung. Zudem bietet MoneyPark professionelle Unterstützung bei Kauf und Verkauf von Wohneigentum sowie neue digitale Services rund um die Immobilie, welche laufend weiterentwickelt und ausgebaut werden.


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Hypothekarzinsen

Corona-Virus lässt Hypozinsen kurzzeitig in die Höhe schnellen – Einschätzung Hypothekarzinsen April 2020

Wie haben sich die Hypothekarzinssätze im vergangenen Monat verändert? Wie könnte die weitere Entwicklung der Zinsen angesichts der Corona-Krise aussehen? Und welche Ratschläge können wir (zukünftigen) Eigenheimbesitzerinnen und -besitzern geben? Sie finden die Antworten darauf in unserer aktuellen Einschätzung der Hypothekarzinsen.

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MoneyPark_Filiale_Basel_Beratungszimmer Grosspeter Tower

MoneyPark expandiert in Basel

MoneyPark, der führende unabhängige Hypothekar- und Immobilienspezialist in der Schweiz, wächst auch in Basel. Die neue, grosse Filiale befindet sich im 4. Obergeschoss des Grosspeter Towers, nur eine Bushaltestelle oder zehn Gehminuten vom Bahnhof Basel SBB entfernt. Kundinnen und Kunden stehen 13 Expertinnen und Experten rund um die Themen Hypothek, Vorsorge und Immobilien zur Verfügung. Zudem befinden sich neu 24 Spezialistinnen und Spezialisten der Tochtergesellschaft finovo am neuen Standort, welche Hypotheken-Servicing für Versicherungen und Pensionskassen machen.

MoneyPark ist seit 2012 mit einer Filiale in Basel präsent. Die Büroräumlichkeiten an der Sternengasse sind über die Jahre viel zu klein geworden und deshalb wurden zu Jahresbeginn neue Räumlichkeiten im Grosspeter Tower bezogen. Waren ursprünglich drei Beraterinnen und Berater in Basel tätig, stehen den Kundinnen und Kunden heute bereits 13 Experten rund um die Themen Hypothek, Vorsorge und Immobilien zur Verfügung. Das Interesse an den Dienstleistungen von MoneyPark ist anhaltend gross: «Die Nachfrage nach einer unabhängigen und persönlichen Hypothekar-, Vorsorge- und Immobilienberatung ist in den letzten Jahren stetig gestiegen», sagt Thomas Dörflinger, seit 2017 Filialleiter in Basel und seit mehr als siebzehn Jahren im Finanzierungs- und Vorsorgegeschäft tätig. «Wir freuen uns mit all unseren Kundinnen und Kunden, die wir auf dem Weg in die Traumimmobilie begleiten und unterstützen durften und auch künftig dürfen.»

In der neuen, grösseren Filiale im Grosspeter Tower stehen sieben Beratungsräume zur Verfügung und damit drei mehr als noch an der Sternengasse. Zudem grenzt ein grosses Back-Office an die neue Filiale, wo 24 Hypotheken-Servicing-Spezialisten der Tochtergesellschaft finovo arbeiten. «Der Umzug ist ein grosses Bekenntnis zum Standort Basel. Wir haben neu über 900m2 Bürofläche an zentraler Lage und machen von hier aus auch einen grossen Teil des Hypotheken-Servicing für Versicherungen und Pensionskassen», so der gebürtige Basler Thomas Dörflinger. Das wegen seiner Energieeffizienz preisgekrönte Gebäude im Basler Quartier St. Alban steht eine Bushaltestelle oder zehn Gehminuten vom Bahnhof Basel SBB entfernt und ist unmittelbar beim Autobahnanschluss A2 und A3 gelegen. «Wir sind sehr glücklich in unseren neuen, top-modernen Räumlichkeiten. Jetzt haben wir optimal Platz, um unsere Kundinnen und Kunden auch in diesen ungewöhnlichen Zeiten empfangen zu können. Zudem geniessen wir von hier einen guten Überblick über die ganze Stadt und sehen, was wo gebaut wird.» Auch ist Platz für weitere Mitarbeitende vorgesehen: MoneyPark sucht in der Region Basel noch weitere lokal verankerte Kundenberaterinnen oder -berater für Immobilien und Hypotheken, sowie Servicing-Expertinnen und -Experten.

Einzigartiges Kundenerlebnis: Alles rund ums Eigenheim aus einer Hand
Nicht nur die Filiale in Basel hat sich weiterentwickelt, sondern auch MoneyPark erweiterte jüngst seine Geschäftstätigkeit. Neu berät MoneyPark Kundinnen und Kunden nicht nur bei der Finanzierung und Vorsorge, sondern auch in allen Fragen rund um die Suche, den Kauf, Besitz und Verkauf der Immobilie. Die Kundenberaterinnen und Berater wohnen und leben in der Region und bringen damit nicht nur das optimale fachliche Knowhow mit, sondern kennen auch die Immobiliensituation und die Finanzierungspartner vor Ort sehr gut. Eine umfassende und transparente Beratung ist damit sichergestellt.

Thomas Dörflinger

 

Thomas Dörflinger ist Marktgebietsleiter Basel bei MoneyPark und führt seit 2017 die Filiale in Basel. Er ist seit mehr als siebzehn Jahren im Finanzierungs- und Vorsorgegeschäft tätig.


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«Es war an der Zeit, die Anlageklasse Hypotheken zu stärken»

Im aktuellen Umfeld ist es für Pensionskassen herausfordernd, eine Investitionsmöglichkeit zu finden, die eine attraktive Rendite bei einem moderaten Risiko erwirtschaftet. In den letzten Jahren hat es daher eine Verschiebung im Markt gegeben: Pensionskassen wenden sich nun des Öfteren neuen und innovativeren Anlageklassen, wie der Anlageklasse Hypotheken, zu.

Die Pensionskasse des öffentlichen Dienstes von Neuchâtel, prévoyance.ne, hat beispielsweise beschlossen, ihre Investition in Hypotheken auszuweiten. Dafür ist sie im Dezember 2020 eine Partnerschaft mit MoneyPark und finovo eingegangen. Über finovo, eine 2018 gegründete Tochtergesellschaft der MoneyPark Gruppe, bietet das Unternehmen institutionellen Anlegern umfassende Hypothekenlösungen an. Darunter fallen die Definition des Hypothekenangebotes, der Vertrieb, die Kreditprüfung sowie das Bewirtschaften des Portfolios.

Wir haben Valentin Bürki, Leiter Kapitalanlagen bei prévoyance.ne, zum Gespräch getroffen.

Können Sie uns beschreiben, wer prévoyance.ne ist, was Ihre Hauptaktivitäten sind und wie Sie auf dem Markt positioniert sind?

Die Hauptaufgabe der Pensionskasse des öffentlichen Dienstes des Kantons Neuchâtel ist die Verwaltung und Versicherung des Risikos von Alter und Invalidität für alle Angestellten des öffentlichen Dienstes des Kantons Neuchâtel. Wir haben zwei Haupttätigkeiten: Einerseits beraten und unterstützen wir bei Anliegen aller angeschlossenen Arbeitgeber sowie deren Versicherten und Rentnern zu allen Belangen der beruflichen Vorsorge, (Versicherungsleistungen, Beiträge, Einkauf, Wohneigentum, Pensionierung usw.).

Andererseits verwalten wir das Vermögen so, dass die Auszahlung der Renten jederzeit gewährleistet ist. Wir streben eine angemessene Risikostreuung durch Investitionen in verschiedene Anlageklassen an, um eine angemessene und marktkonforme Rendite zu erzielen.

Aufgrund unserer Grösse sind wir eine der grössten Pensionskassen in der französischsprachigen Schweiz.

Welches sind heute die grössten Herausforderungen für die Pensionskasse und wie gehen Sie damit um?

Die grösste Herausforderung für uns ist, dass wir eine teilfinanzierte öffentlich-rechtliche Kasse sind, die einen Deckungsgrad von weniger als 100 Prozent aufweist. Dies bedeutet, dass der Betrag der fälligen Verbindlichkeiten viel höher ist als das aktuelle Vermögen. Wir müssen daher jedes Jahr einem definierten Plan folgen, um aus der Unterdeckung zu kommen. Das Hauptziel ist die Rückkehr zu einem Deckungsgrad von 80 Prozent bis 2052. Wir haben eine definierte strategische Allokation, um diesen Weg der Rekapitalisierung zu gehen.

Wie unterscheidet Sie sich von anderen Pensionskassen?

Wir sind in der gleichen Position wie viele der Pensionskassen des öffentlichen Dienstes, zumindest in der Westschweiz, bei denen die Defizite relativ gross sind. Wir haben die gleichen Herausforderungen zu bewältigen, nämlich zu versuchen, den gesetzlich vorgeschriebenen Deckungsgrad zu erreichen. Und um mit dem Rückgang der Anlagerenditen und dem Älterwerden der Bevölkerung fertig zu werden. All diese Begebenheiten zusammengenommen sind grosse Herausforderungen für Pensionskassen.

Wie ist die Anlagestrategie, einschliesslich Ihrer Politik zu negativen Anleiherenditen, aufgebaut?

Unsere Strategie basiert vor allem auf der Verpflichtung, eine ausreichende Rendite zu erwirtschaften, die es uns ermöglicht, einen Weg aus der Unterdeckung zu finden. Wir sind jedoch durch unsere relativ begrenzte Risikokapazität eingeschränkt. Innerhalb dieser Kapazität haben wir einen relativ hohen Aktienanteil, zwischen 35 und 37 Prozent in der strategischen Allokation, was die Tatsache kompensiert, dass die erwarteten Renditen auf dem Rentenmarkt niedrig sind.

Was waren Ihre ersten Erfahrungen mit der Anlageklasse Hypotheken?

Die Pensionskasse prévoyance.ne ist das Ergebnis der Fusion der Pensionskassen des Kantons Neuchâtel, der Stadt La Chaux-de-Fond und der Stadt Neuchâtel am 1. Januar 2010. Die Hypothekarvergabe ist historisch bedingt, da die Pensionskassen ihren Versicherten zu diesem Zeitpunkt bereits Hypotheken vergaben. Bei prévoyance.ne vergeben wir dadurch seit der Fusion im Jahr 2010 Hypotheken, damals jedoch ausschliesslich an unsere Versicherten und angeschlossenen Arbeitgeber und nur für selbstgenutztes Wohneigentum.

Warum bauen Sie nun die Investition in die Anlageklasse Hypotheken aus?

Hypotheken sind im Vergleich zu Staatsobligationen eine gute Quelle zur Diversifizierung. Sie können eine konstant positive Rendite bei begrenztem Risiko erwirtschaften. Sie sind auch eine hervorragende Alternative zu Bargeld, das negative Zinsen generiert. Wir haben festgestellt, dass wir in den letzten Jahren keine sehr vorteilhafte Zinspolitik hatten. Es war schwierig, neue Hypothekarkunden zu gewinnen, und der Anteil der Hypotheken erodierte zusehends. Es war an der Zeit, diese Anlageklasse zu stärken. Wir haben daher beschlossen, unsere Politik zu ändern, wettbewerbsfähiger zu werden, nicht nur von den Versicherten der Kasse abhängig zu sein, sondern geografisch zu diversifizieren, um Hypotheken in der ganzen Schweiz anzubieten.

Warum haben Sie sich für MoneyPark als Partner entschieden?

Wir waren auf der Suche nach Lösungen zur Stärkung unserer Investments in die Anlageklasse Hypotheken und wurden zum richtigen Zeitpunkt kontaktiert. Im Gespräch mit MoneyPark waren wir vor allem beeindruckt von Ihrer Herangehensweise und Ihrer Vorbereitung. Die Einfachheit der Kontakte, die Klarheit und Transparenz waren alles Aspekte, die uns schlussendlich dazu bewogen haben, mit Ihnen zu arbeiten.

Inwieweit unterscheidet sich Ihr Hypothekenangebot von den Angeboten anderer Finanzinstitute? Was sind die Vorteile für den Endkunden?

Wir bieten vor allem sehr gute Zinskonditionen. Unsere Kunden profitieren ausserdem von einem lokalen Service und einer schnellen Entscheidungsfindung. Wir haben ausserdem unsere Vergabekriterien erweitert. Wir können jetzt viele Arten von Objekten finanzieren, und auch Forward-Hypotheken abschliessen. Unser Angebot ist besser als das einiger Finanzinstitute.

Wie sehen Sie dieses Geschäftsmodell auf lange Sicht? Und wie sehen Sie die Situation in Bezug auf den aktuellen wirtschaftlichen Kontext und den Immobilienmarkt?

Wir werden sehen, wie schnell wir das Portfolio aufbauen können. Je nach Zinsentwicklung kann es sich auch lohnen, die Anlageklasse Hypotheken noch weiter zu stärken, insbesondere im Hinblick auf den Spread gegenüber Staatsobligationen.

Derzeit sehen wir kein nennenswertes Risiko im Eigenheimmarkt für die nächsten Jahre und wir hoffen, dass sich der Markt behaupten kann. Angesichts des aktuellen Zinsniveaus und solange sich die Zinsen nicht erholt haben, was nicht vor 2023 zu erwarten ist, sollte es für Hausbesitzer keine Schwierigkeiten geben.

 

Valentin Bürki ist Leiter Kapitalanlagen bei der Pensionskasse des öffentlichen Dienstes in Neuchâtel. Nach seinem Universitätsstudium in Neuchâtel und Lausanne war er fast zehn Jahre lang in der Vermögensverwaltung der BCV tätig. Seine Karriere führte ihn danach nach Boston, wo er im Bereich Private Equity arbeitete. 2014 kehrte er in die Schweiz zurück, wo er bei prévoyance.ne zunächst als strategischer Analyst tätig war und danach Leiter Kapitalanlagen wurde. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und liebt Sport, insbesondere Eishockey, das er seit seinem zehnten Lebensjahr spielt.


MoneyPark Immobilienplattform

MoneyPark lanciert öffentliche, kostenlose Big Data Immobilienplattform

MoneyPark öffnet seine Immobilienplattform für die breite Öffentlichkeit. Damit erhalten erstmals auch potenzielle Käufer und Verkäufer von Wohnimmobilien kostenlosen Zugang zu umfassenden Daten rund um das gesuchte oder das bereits erworbene Eigenheim. In Kombination mit persönlicher Beratung durch Immobilienexperten vor Ort schafft die Plattform für Suchende, Käufer, Eigentümer sowie Verkäufer ein einzigartiges Kundenerlebnis aus datengetriebener Technologie und individueller Beratung. Dank grösserer Transparenz und einfacherem Zugang zu objekt- und lagerelevanten Daten soll mehr Bewegung in den seit Jahrzehnten statischen und noch wenig innovativen Schweizer Immobilienmarkt gebracht und dadurch mehr Kundinnen und Kunden der Traum vom Eigenheim erfüllt werden.

Online verfügbare Verkaufsanzeigen von Immobilien auf klassischen Immobilienplattformen erfreuen sich in der Schweiz hoher Bekanntheit und Beliebtheit, ihre Form blieb aber seit Jahren unverändert. Dies bricht MoneyPark mit der neu für die Öffentlichkeit zugänglichen Plattform auf. Konsequent auf Big Data-Technologie aufgebaut, liefert die Plattform einerseits hochwertige und detaillierte Informationen über Immobilien und ermöglicht andererseits, Kauf und Verkauf direkt zu initiieren, indem auf die Finanzierungs- und Beratungsexpertise der MoneyPark-Beraterinnen und Berater zugegriffen werden kann. «Die neue Plattform ist nicht nur ein Meilenstein in der noch jungen Unternehmensgeschichte von MoneyPark, sondern vor allem ein riesiger Transparenzgewinn für jeden Immobiliensuchenden, -eigentümer und -verkäufer», ist Stefan Heitmann, Gründer und CEO von MoneyPark, überzeugt.

Big Data als Entscheidungsgrundlage

Die digitale Plattform aggregiert öffentlich ausgeschriebene Wohnimmobilien und Angebote aus dem eigenen Kundenbestand. Zudem bietet sie Eigentümern von Immobilien auch alle Objekt-, Lage- und wertrelevanten Informationen an einem Ort. So zeigt sie einfach und verständlich jedem Interessenten, wie sich der Wert seiner Immobilie in den vergangenen Jahren entwickelt hat, welche Bauvorhaben es in der Umgebung gibt und welche ähnlichen Objekte in der Region zum Verkauf stehen. Für diese detaillierte Charakterisierung stützt MoneyPark die Plattform konsequent auf Big Data und eröffnet Kunden so einfachen Zugang zu einer grossen Menge an visualisierten Immobiliendaten. Ausserdem ermöglicht die Plattform den Zugang zu finanzierungsgeprüften Interessenten – also Käufern, die bereits über eine Finanzierungszusage verfügen und sich die Immobilie dadurch sicher leisten können. Dies vereinfacht und beschleunigt die Suche nach potenziellen Käufern und ermöglicht eine realitätsnahe Einschätzung des Marktes.

Einzigartiges Kundenerlebnis aus Beratung und Technologie

Besteht der Bedarf nach einer persönlich durchgeführten Objektbewertung oder verfestigt sich der Wunsch, die Immobilie zu verkaufen, unterstützen die Immobilienexperten von MoneyPark und begleiten die Verkäufer durch den gesamten Prozess. Das neue, schweizweite Team von Immobilienexperten arbeitet dabei Hand in Hand mit den MoneyPark Hypothekarprofis in den Filialen des Unternehmens zusammen. Kundinnen und Kunden werden in allen Immobilien-Belangen ergänzend zur Plattform persönlich beraten und erhalten so auch bei komplexen Transaktionen einen kompetenten Ansprechpartner. «Die Kombination von modernster Big Data-Technologie und unabhängigen Hypothekar- und Immobilienexperten, die unsere Kunden bei jedem Schritt unterstützen, ist einmalig am Schweizer Markt», erklärt Stefan Heitmann.

Mehr Transparenz dank Daten

Mit der Plattform will MoneyPark den Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien erleichtern. Die Plattform wird laufend weiterentwickelt und mit zusätzlichen Features ergänzt. Seit der Gründung des Unternehmens 2012 ist es das erklärte Ziel, den Immobilienmarkt offener und kundenfreundlicher zu machen. Dies ist MoneyPark im Hypothekarmarkt mit dem Zugang zu über 150 Finanzierungsgebern bereits gelungen. Dasselbe Ziel verfolgt MoneyPark mit den neuen Dienstleistungen im Immobilienbereich. «Mit unserem neuen Plattformangebot können wir unseren Kundinnen und Kunden viel früher und viel länger die Hand reichen und ihnen helfen, den Traum vom Eigenheim zu erfüllen», erklärt Stefan Heitmann.

[caption id="attachment_20251" align="alignnone" width="1890"]MoneyPark Immobilienplattform MoneyPark Immobilienplattform[/caption]

Hier geht's direkt zur MoneyPark Immobilienplattform.


MoneyPark Sasa Vranjes und Stefania Boffa

Sasa Vranjes neuer Regionalleiter Zentral und Stefania Boffa neue Filialleiterin Zürich

MoneyPark, der führende unabhängige Hypothekar- und Immobilienspezialist in der Schweiz, ernennt Sasa Vranjes zum neuen Leiter für die Region Zentral, während Stefania Boffa die Leitung der Filiale Zürich übernimmt. Mit diesen beiden Neubesetzungen konnten zwei herausragende interne Talente berücksichtigt werden.

Der Finanzierungsexperte Sasa Vranjes bringt mehr als 12 Jahre Banken- und Finanzierungserfahrung mit. Bereits seit fünf Jahren ist er für MoneyPark im Einsatz: Erst als Filialleiter in Volketswil, 2018 übernahm er dann die Zürcher Filiale. In dieser Zeit wuchs die Filiale von 10 auf heute 18 Mitarbeitende an. Neu übernimmt Sasa Vranjes für MoneyPark die Leitung der Region Zentral, welche unter anderem die Filialen Zürich, Oerlikon, Baden, Pfäffikon SZ sowie Baar/Zug umfasst. Shahram Shad, Leiter Vertrieb Deutschschweiz und Tessin, freut sich über die interne Besetzung: «Sasa ist ein ausgezeichneter Team-Player und in der Region Zentral bestens vernetzt. Ich bin überzeugt, dass er die Region mit Erfolg weiter ausbauen und entwickeln wird.»

Neue Filialleitung seit 1. Januar 2021

Die Nachfolge von Sasa Vranjes in der Leitung der Filiale Zürich tritt Stefania Boffa an: «Wir haben hier in Zürich ein sehr gutes und regional verankertes Team aufgebaut. Ich freue mich sehr, jetzt die Leitung und den weiteren Ausbau der Filiale an Stefania Boffa zu übergeben», sagt Sasa Vranjes. Stefania Boffa ist seit 2018 bei MoneyPark an Bord. Die Hypothekenspezialistin ist bereits seit vielen Jahren in der Immobilienfinanzierung tätig und bringt ebenso Banken- wie auch Immobilienerfahrung mit: «Die Nachfrage nach einer unabhängigen und persönlichen Hypothekarberatung steigt ständig. Ich freue mich darauf, unsere Zürcher Kundinnen und Kunden mit meinem Team jetzt noch intensiver beim Kauf oder Verkauf ihres Eigenheims oder bei der Anschlussfinanzierung unterstützen zu können.»

Einzigartiges Kundenerlebnis: Expertise rund ums Eigenheim

Nicht nur die Filiale in Zürich hat sich weiterentwickelt, sondern auch MoneyPark erweiterte jüngst seine Geschäftstätigkeit. Neu berät MoneyPark Kundinnen und Kunden nicht nur bei der Finanzierung und Vorsorge, sondern auch in allen Fragen rund um die Immobiliensuche, den Kauf, Besitz und Verkauf der Immobilie.


MoneyPark St. Gallen

MoneyPark – neuer Filialleiter in St. Gallen

MoneyPark, der führende unabhängige Hypothekar- und Immobilienspezialist in der Schweiz, wächst auch in St. Gallen. 2020 erfolgte der Umzug in eine grössere Filiale mitten in der Stadt. Anfang 2021 übernimmt Philipp Weissmann die Leitung der St. Galler Filiale.

MoneyPark ist seit 2016 mit einer Filiale in St. Gallen. Zu Beginn war Pascal Bauer, der heutige Regionalleiter Ostschweiz & Tessin, als Berater allein vor Ort. Heute stehen den Kundinnen und Kunden acht Expertinnen und Experten rund um die Themen Hypothek, Vorsorge und Immobilien zur Verfügung. Und das Interesse an den Dienstleistungen von MoneyPark ist gross: «Die Nachfrage nach einer unabhängigen und persönlichen Hypothekarberatung ist in den letzten Jahren stetig gestiegen», sagt Pascal Bauer. «Wir freuen uns mit all unseren Kundinnen und Kunden, die wir auf dem Weg in die Traumimmobilie begleiten und unterstützen durften und auch zukünftig dürfen.» Und das braucht Platz: Am neuen Standort mitten in der Stadt, an der Neugasse 48, sind jetzt fünf grosse Beratungsräume im Einsatz.

Neue Filialleitung seit 1. Januar 2021

Bislang führte Pascal Bauer die Filiale St. Gallen: «Wir haben hier in St. Gallen ein sehr gutes und regional verankertes Team aufbauen können. Ich freue mich sehr, jetzt die Leitung und den Ausbau unserer Filiale an Philipp Weissmann zu übergeben.» Philipp Weissmann ist seit 2017 bei MoneyPark an Bord. Der ausgewiesene Hypothekenspezialist ist bereits seit vielen Jahren in der Immobilienfinanzierung tätig: «Am neuen Standort haben wir optimal Platz, um auch in diesen ungewöhnlichen Zeiten Besucher empfangen zu können. Ich freue mich darauf, unsere Ostschweizer Kundinnen und Kunden jetzt noch intensiver beim Kauf ihres Eigenheims oder bei der Anschlussfinanzierung unterstützen zu können.» Auch für den neuen stellvertretenden Filialleiter Jonas Graf bringt der neue Standort Vorteile, denn: «Wir haben auch für noch ein paar mehr Mitarbeitende Platz vorgesehen. Aktuell suchen wir in der Region noch eine weitere Kundenberaterin oder -berater für Immobilien.»

Einzigartiges Kundenerlebnis: Alles rund ums Eigenheim aus einer Hand

Nicht nur die Filiale in St. Gallen hat sich weiterentwickelt, sondern auch MoneyPark erweiterte jüngst seine Geschäftstätigkeit. Neu berät MoneyPark Kundinnen und Kunden nicht nur bei der Finanzierung und Vorsorge, sondern auch in allen Fragen rund um die Immobiliensuche, den Kauf, Besitz und Verkauf der Immobilie.


Prévision taux

Kurz- und mittelfristige Richtsätze wieder auf Rekordtief – Einschätzung Hypothekarzinsen Januar 2021

Aufgrund der erneuten (Teil-)Shutdowns müssen in ganz Europa wieder grosse konjunkturelle Einbussen hingenommen werden. Die kurz- und mittelfristigen Hypothekarzinsen sind wieder auf das Allzeittief vom August 2019 gesunken, die 10-jährige Festhypothek liegt hingegen noch rund 10 Basispunkte darüber. Und das, obwohl die Kapitalmarktsätze jetzt auf einem deutlich höheren Niveau liegen. Begründen lässt sich das wohl mit dem herrschenden Konkurrenzdruck unter den Hypothekaranbietern. Das birgt auch Senkungspotential bei den Top-Zinsen.

Makroökonomische Lage

Erneute Shutdowns beenden Erholung in Europa

Aufgrund der erneuten (Teil-)Shutdowns müssen wie erwartet in ganz Europa wieder deutliche Einbussen in der Wirtschaftsleistung hingenommen werden. In Österreich, welches bereits einen dreiwöchigen harten Shutdown hinter sich hat, zeigt sich aber ein wichtiger Unterschied zum Frühjahr: Der Export (mit Ausnahme des Tourismus) leidet derzeit kaum. Beim ersten Shutdown war rund die Hälfte des Wirtschaftseinbruchs auf das Geschäft mit dem Ausland zurückzuführen gewesen. Nun sind aber die Grenzen, wenn auch mit Beschränkungen, geöffnet und der Aussenhandel läuft gut. Auch die Unternehmen haben sich offenbar besser auf die Situation eingestellt. Helfen dürfte zudem, dass darauf vertraut wird, dass eine Impfung die Lage bald entspannt. Die österreichischen Erfahrungen lassen Schätzungen zu, wie stark ein allfälliger zweiter harter Shutdown die Schweizer Wirtschaft treffen würde – und wie hart dieser für die deutsche, nun seit Mitte Dezember in diesem Modus befindende Wirtschaft, ausfällt.

Schweiz: Einbruch wohl geringer als im ersten Shutdown

Echtzeitdaten zeigen, dass das Weihnachtsgeschäft in der Schweiz auf der Höhe des Vorjahres zu liegen kommen könnte. Hier dürfte das Land von den weiterhin geöffneten Geschäften des Detailhandels profitieren. Gemäss aktuellen Schätzungen müsste die Schweiz bei einem zweiten harten Shutdown inklusive Ladenschliessungen womöglich mit einem vorübergehenden Wirtschaftseinbruch von 5 bis 10 Prozent rechnen. Ähnliche Grössenordnungen dürften für Deutschland gelten. Die Unsicherheiten sind derzeit gross.

Gelingt der «Corona Swiss Way»?

Die Schweiz beschreitet mit dem Corona «Swiss Way» eine schmale Gradwanderung. In den letzten Wochen gelang es nicht, die Neuansteckungszahlen zu senken und die Rufe nach einem harten Shutdown werden immer lauter. Im Moment gehen die Ökonomen davon aus, dass das Bruttoinlandprodukt 2020 insgesamt um rund 3.5 Prozent gesunken ist und im 2021 ungefähr in diesem Ausmass wieder wachsen wird. Trifft diese Prognose ein, würde unser Land wirtschaftlich mit vergleichsweise geringen wirtschaftlichen Einbussen davonkommen.

Entwicklung der Zinssätze

Kurz- und mittelfristige Richtsätze wieder auf Rekordtief

Die Richtsätze, die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen, sind im Dezember weiter gesunken. Damit erreichen die zwei- und fünfjährigen Laufzeiten wieder das Niveau vom August 2019 – dem Allzeittief der Hypothekarzinsen. Die zehnjährige Laufzeit ist mit 1.14 Prozent jedoch noch rund zehn Basispunkte vom damaligen Tiefpunkt entfernt.

Bandbreite wird enger

Vergleicht man die heutige Bandbreite zwischen Richtsatz und Top-Satz, dem bestverhandeltsten Satz von MoneyPark, mit der Bandbreite im August 2019, zeigt sich, dass diese enger geworden ist. Das bedeutet, dass der Kampf um die allerbesten Zinssätze aktuell etwas abgenommen hat. Dies lässt sich mit Blick auf die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen erklären: Da heute Alternativanlagen deutlich besser rentieren als damals, haben die Finanzierungsanbieter aktuell höhere Mindestrenditen für Hypotheken definiert.

Kapitalmarktzinsen im Dezember praktisch unverändert

Dass die Richtsätze wieder auf das Allzeittief gesunken sind, obwohl die Kapitalmarktzinssätze zur gleichen Zeit zwischen 20 und 30 Basispunkte gestiegen sind, beweist den weiterhin intensiven Konkurrenzdruck unter den Hypothekaranbietern. Vor allem Finanzierungsgeber im oberen Preissegment mussten ihre Angebote nach unten korrigieren, um überhaupt noch Volumen abschliessen zu können.

Die Swap-Sätze haben sich indes im Dezember 2020 kaum bewegt. Die zehnjährige Laufzeit liegt Ende des Jahres bei -0.28%.

Zinsprognose

Wettbewerbsdruck spricht für tiefere Hypothekarzinsen  

Wir gehen davon aus, dass sich die Kapitalmarktzinssätze in den nächsten Wochen auf dem derzeitigen Niveau, mit kurzfristigen Ausschlägen in beide Richtungen, einpendeln werden. Entscheidend für die Konjunktur- und Zinsentwicklung wird die Eindämmung der Pandemie sein. Daneben spielen aber auch die weitere Entwicklung des Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU und der Ablauf des geordneten Brexits wichtige Rollen. 

Im Hypothekarmarkt sehen wir deutliche Anzeichen, dass sich der Wettbewerb unter den Anbietern wieder verstärken wird. Einige alternative Kapitalgeber wie Pensionskassen und Anlagestiftungen investieren neu in Hypotheken oder planen ihre Bestände in den nächsten Monaten aufzustocken. Banken und Versicherungen sind dafür besorgt, ihre Marktanteile zu halten bzw. weiter auszubauen. Diese Situation dürfte tendenziell, gerade bei problemlosen Hypothekarfinanzierungen, für tiefere Topkonditionen sorgen.

Empfehlungen

  • Aufgrund der enorm grossen Bandbreite der Konditionen bleibt es unabdingbar, mehrere Offerten für eine Hypothekarfinanzierung einzuholen.
  • Der Abschluss einer Hypothekarfinanzierung über einen Hypothekarspezialisten wie MoneyPark lohnt sich aus verschiedenen Gründen: Erstens ist das Sparpotential massiv; je nachdem mehrere tausend Franken pro Jahr. Zweitens übernimmt der Intermediär zeitintensive Dossier-Einreichungen und mühsame Verhandlungen bei den einzelnen Hypothekarpartnern.
  • Im aktuellen Marktumfeld sollten allfällige Marktopportunitäten aufgrund sinkender Kapitalmarktsätze oder Sonderaktionen von Anbietern gezielt genutzt werden.
  • Es gibt derzeit keine Anzeichen dafür, dass die Hypothekarzinsen in den nächsten Wochen ansteigen werden. Trotzdem muss man aufgrund der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Krise mit einer gewissen Volatilität rechnen.

Hier gibt's das PDF zum Download

 


Frohe Festtage und gute Gesundheit

Ein herzliches Dankeschön an alle unsere Kundinnen und Kunden sowie unsere Partner, welche uns auch in diesem herausfordernden Jahr ihr Vertrauen entgegengebracht haben.

Unsere unabhängige Hypothekar- und Vorsorgeberatung und unsere neuen Immobiliendienstleistungen erfreuen sich grosser Beliebtheit. Dies zeigt uns, dass wir mit unserer Vision nach mehr Transparenz, Unabhängigkeit, Auswahl und Convenience im Hypothekar- und Immobilienmarkt Schweiz auf dem richtigen Weg sind. Und auch die zahlreichen positiven Kundenreaktionen bestärken uns in unserer täglichen Arbeit. Ein grosses Dankeschön auch dafür. Ihr Feedback ist unser Antrieb.

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Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes, erholsames und gesundes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Bleiben Sie gesund! Ihr MoneyPark-Team

MoneyPark Tour de Suisse in Bulle: Nähe, Einfachheit und Freundlichkeit

Nach unserem ersten Halt in St. Gallen setzen wir unsere Tour de Suisse fort und fahren 200 Kilometer nach Westen, um im Kanton Freiburg die Filiale in Bulle zu besuchen. Sie wurde vor knapp einem Jahr, im November 2019, an der Grand-Rue 13 eröffnet. Der Filialleiter Gilles Defferrard blickt zusammen mit den Beratern Bertrand Ropraz und Maxime Pasquier auf das erste Tätigkeitsjahr zurück.

Die MoneyPark Filiale in Bulle wurde im November 2019 eingeweiht. Was war die grösste Herausforderung bei der Eröffnung?
Gilles: Wir waren hier zunächst überhaupt nicht bekannt und in der Region Gruyère funktioniert vieles über Mund-zu-Mund-Propaganda. Dank Bertrand und Maxime, die echte Gruériens sind, war es einfacher, uns bei Immobilienbüros, Architekten, Generalunternehmern, Promotern, usw. vorzustellen und bekannt zu machen. Zudem mussten wir Beziehungen zu unseren Finanzierungspartnern aufbauen.

Was waren die grössten Erfolge in diesem Jahr? Worauf bist du am meisten stolz?
Gilles: Wir sind stolz darauf, dass wir als Team nach einem Jahr Tätigkeit die gesetzten Ziele erreicht haben und bereits viele Geschäfte für das nächste Jahr angehen konnten. Ebenso können wir auch auf Partnerschaften mit Immobilienagenturen zählen, die wir gerade eingegangen sind.

Was sind die Stärken des Teams in Bulle?
Bertrand: Unser Ansatz gegenüber Kunden und Partnern ist Nähe, Einfachheit und Freundlichkeit, wodurch wir in gegenseitigem Vertrauen arbeiten können. Unsere Filiale an der Grand-Rue, im Herzen des Stadtzentrums, ist brandneu und bietet eine sehr angenehme Atmosphäre.

Was bringt 2021? Worauf freust du dich am meisten?
Maxime: Wir suchen einen Immobilienexperten, der uns bei der Beratung rund um das Thema Immobilien unterstützt. So können wir unsere Kunden und Partner über die Finanzierung hinaus unterstützen und beraten. Und wenn wir weiterhin so erfolgreich sind, werden wir uns auch schon bald nach einem zusätzlichen Hypothekar- und Vorsorgeexperten umsehen müssen.

Das Team in der Filiale Bulle

v.l.n.r.: Gilles Defferrard ist Leiter der Filialen Freiburg und Bulle. Er arbeitet seit 2006 für MoneyPark (resp. damals für Defferrard & Lanz).
Bertrand Ropraz
ist Berater für Hypotheken und Vorsorge und seit 2008 bei MoneyPark (resp. damals für Defferrard & Lanz).
Maxime Pasquier ist ebenfalls Berater für Hypotheken und Vorsorge und ist im aktuellen Jahr zu MoneyPark gestossen.

MoneyPark sucht in Bulle einen Kundenberater / eine Kundenberaterin für den Bereich Immobilien. Hier gibt’s mehr Info.


Corona-Pandemie stärkt den Eigenheimmarkt

Eine Analyse von Marktdaten zeigt, dass die Corona-Pandemie den Eigenheimmarkt positiv beeinflusst. So wurden Preiseskapaden bei Immobilien mit einem Wert bis zu CHF 2 Mio. eingedämmt: Das Preisniveau bei diesen Objekten liegt im dritten Quartal 2020 wieder auf dem Stand von Mitte 2018. Das beliebteste Segment sind Eigentumswohnungen bis CHF 1 Mio. Dort klafften Ende 2019 die Angebots- und die Transaktionspreise noch um knapp 20 Prozent auseinander, im dritten Quartal 2020 nur noch um 12 Prozent. Grund für die deutliche Reduktion sind die gesunkenen Transaktionspreise. Dies, obwohl die Pandemie den Wunsch nach Eigenheimen weiter erhöht hat.

Dass im Eigenheimmarkt die Transaktionspreise jeweils deutlich über den Angebotspreisen liegen, scheint mittlerweile normal. Das Angebot stagniert, die Nachfrage steigt weiter an und wird so zu einem Treiber dieser Entwicklung. Die durchschnittliche Differenz zwischen Angebots- und Transaktionspreisen beträgt im dritten Quartal 2020 rund 7 Prozent. Der Käufer bezahlt also für ein Eigenheim, das für CHF 1 Mio. ausgeschrieben ist, schlussendlich CHF 1’070'000, sprich CHF 70’000 mehr.

Preiseskapaden in den «erschwinglichen» Kategorien eingedämmt

Bei Eigentumswohnungen fällt die Differenz zwischen dem Angebots- und Transaktionspreis mehr als doppelt so hoch aus (10.7% im Q3 2020) als bei Häusern (5.2% im Q3 2020). Und auch zwischen den Preisklassen zeigen sich grosse Unterschiede. Bei Objekten bis CHF 2 Mio. beträgt diese Differenz rund 10 Prozent, bei Objekten über CHF 2 Mio. rund 17 Prozent. Im dritten Quartal 2020 sinken nun die Transaktionspreise für Objekte bis CHF 2 Mio. (über 94 Prozent aller Transkationen) und dämmen so diese Entwicklung ein. Aktuell liegen die Eigenheimpreise bis CHF 2 Mio. wieder auf dem Preisniveau von Mitte 2018. Zuvor waren bei Eigentumswohnungen bis CHF 1 Mio. noch Auswüchse in der Preistreiberei von knapp 20 Prozent sichtbar. Die Preiskorrektur dürfte mit dem kurzzeitig aufgetretenen Nachfrage-Rückgang während des Lockdowns im Frühjahr in Zusammenhang stehen und wird wohl nur von kurzer Dauer sein. Objekte über CHF 2 Mio. zeigen sich bislang unbeeindruckt von der Corona-Krise und legen drei Quartale in Folge zu, so dass im dritten Quartal 2020 der höchste Stand der letzten zwei Jahre erreicht wurde.

Trotzdem: Viele Eigenheime bleiben erschwinglich. Fast zwei Drittel aller Eigenheimtransaktionen (60%) liegen unter dem Wert von CHF 1 Mio. Bei 40 Prozent davon handelt es sich um Eigentumswohnungen, bei 20 Prozent um Häuser. «Das ist eine gute Nachricht für die zwei Drittel der Mieter, welche einen Eigenheimwunsch hegen. Gerade jetzt wo das Wohnen aufgrund der Pandemie massiv an Bedeutung gewinnt, bietet sich die Chance, den Wunschtraum zu verwirklichen und die Wohnkosten massiv zu reduzieren», sagt Stefan Meyner, Senior Analyst bei MoneyPark.

 

Corona-Pandemie erhöht Wunsch nach Eigenheim

Die erste COVID-19-Welle sorgte für einen Jo-Jo-Effekt bei der Marktliquidität. Im ersten Halbjahr 2020 reduzierte sich sowohl die Anzahl der ausgeschriebenen (-20%), wie auch der verkauften Eigenheime (-14%) stark. Im dritten Quartal 2020 erholte sich der Markt stärker und früher als erwartet: die ausgeschriebenen Objekte nahmen um 24 Prozent, die Transaktionen um 20 Prozent zu (ggü. Vorquartal).

Nach dem Lockdown wurde der Wunsch nach einem Eigenheim, insbesondere auf dem Land, verstärkt sichtbar. «Unter den potenziellen Käufern stellen wir inzwischen vermehrt eine 'Jetzt erst recht'-Mentalität fest», sagt Stefan Heitmann, Gründer und CEO von MoneyPark. Die kurzfristigen Kaufabsichten sind gestiegen und die Zeitspanne zwischen Ausschreibung und Verkauf ist kürzer geworden. Zudem ist die Nachfrage nach Häusern gestiegen: Bei KundInnen von MoneyPark stieg sie auf rund 30 Prozent. Auch wollen mehr Stadtbewohner aufs Land ziehen als umgekehrt.

Strenge Corona-Massnahmen als Chance für potenzielle Eigenheim-Käufer?

Weil sich in der Krise die Nachfrage schneller und stärker als das Angebot reduziert, steigt die Chance, das Wunschobjekt zu erhalten und dies erst noch zu einem leicht tieferen Preis. Es hat sich aber gezeigt, dass der Eigenheimmarkt auch in Krisenzeiten gut funktioniert. Insbesondere Verkäufer von Häusern an peripheren Lagen mit Preisen um CHF 1 Million dürften davon profitieren. Käufer müssen schnell entscheiden, um den Zuschlag zu erhalten. «Die Hypothekarzinsen dürften dem Kaufvorhaben nicht im Wege stehen, denn wer vergleicht, wird weiterhin von rekordtiefen Zinsen profitieren können», so Stefan Heitmann.

Hier geht's zur Studie

 


Empfehlungsschreiber

MoneyPark und key4 gehen Partnerschaft ein

Die Immobilienplattform key4 by UBS steht neu auch Kundinnen und Kunden von MoneyPark, dem schweizweit grössten unabhängigen Hypothekarspezialisten, zur Verfügung. Die Partnerschaft stärkt das Plattformbanking mit Hypotheken in der Schweiz. Gleichzeitig profitieren Hypothekarnehmer von steigender Transparenz im Markt.

Die offene Plattform key4 bündelt alle Services rund um Wohneigentum und -erwerb an einem Ort. Mit der neuen Partnerschaft erhalten Kundinnen und Kunden von MoneyPark erstmals Zugang zum Angebot von key4. Einzigartig daran ist, dass Kunden, welche sich für key4 entscheiden, für jede Hypothekar-Tranche das attraktivste Angebot von unterschiedlichen Schweizer Kreditgebern auswählen und so ihre Immobilienfinanzierung individuell zusammenstellen können. Dieses schweizweit einzigartige Angebot gibt es nun auch bei MoneyPark.

Martha Böckenfeld, Head Digital Platforms & Marketplaces: «Es freut mich sehr, dass ab sofort auch Kunden von MoneyPark die Vorteile unserer innovativen Plattform nutzen können. Diese Kooperation mit einem weiteren Finanzierungsvermittler ist integraler Bestandteil der Partnerschaftsstrategie von key4. Damit machen wir den nächsten Schritt im Ausbau unseres offenen Ökosystems rund um Home und Living.»

Die Partnerschaftsstrategie von key4 bietet den Kunden in allen Schritten im Lifecycle des Immobilienerwerbs und darüber hinaus ein umfassendes Angebot: von der Immobiliensuche, im Rahmen der unabhängigen Finanzierungsberatung, über den Immobilienkauf bis hin zum Unterhalt des Wohneigentums. Teil davon sind auch die bereits bekannt gegebenen Partnerschaften mit FinanceScout24, Houzy und Homegate. Weitere Partner folgen demnächst.

Stefan Heitmann, CEO und Gründer von MoneyPark: «Mit dieser neuen Partnerschaft erweitern wir das breiteste Hypothekarangebot der Schweiz von MoneyPark nochmals zusätzlich. Zugleich freut es uns als Begründer des technologiebasierten Hypothekarbankings in der Schweiz, dem Plattformbanking noch mehr Schub zu verleihen. Von der damit weiter steigenden Markttransparenz profitieren alle Teilnehmer im Markt.»

MoneyPark vereint auf seiner Plattform Finanzierungspartner mit den unterschiedlichsten Vergabekriterien und findet so für fast jeden Fall eine Lösung. Zudem bietet MoneyPark professionelle Unterstützung bei Kauf und Verkauf von Wohneigentum sowie neue digitale Services rund um die Immobilie, welche laufend weiterentwickelt und ausgebaut werden.


Die Pensionskasse prévoyance.ne wird neuer Hypothekarpartner von MoneyPark

Die Pensionskasse des öffentlichen Dienstes des Kantons Neuenburg, prévoyance.ne, erhöht mit der Full-Service-Lösung von MoneyPark ihr Investment in der Anlageklasse Hypotheken und vergibt dadurch schweizweit Hypotheken auch an Nicht-Versicherte. Für den Vertrieb baut sie auf MoneyPark, dem schweizweit grössten unabhängigen Hypothekarspezialisten, und für die Bewirtschaftung der Hypotheken vertraut sie auf finovo, Teil der MoneyPark-Gruppe.

Prévoyance.ne gehört mit fast 28'000 Versicherten und fast 5 Milliarden Franken verwaltetem Vermögen zu den drei grössten Pensionskassen der Westschweiz. Nun bietet sie als erste Westschweizer Pensionskasse Hypotheken für ein breites und öffentliches Publikum über MoneyPark an. Dank des Vertriebsnetzes von MoneyPark ist dieses neue Angebot für Immobilienfinanzierungen in der ganzen Schweiz verfügbar. Von der Partnerschaft zwischen der MoneyPark-Gruppe und prévoyance.ne sowie dem attraktiven Hypothekarangebot profitieren somit auch Hypothekarinteressenten ausserhalb des Kantons Neuenburg.

«Es ist unsere erste Partnerschaft mit einer Pensionskasse in der Romandie. Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Meilenstein in der Westschweiz und darüber, dass wir unseren Kundinnen und Kunden in der ganzen Schweiz ein weiteres attraktives Angebot aus der Romandie für ihre Eigenheimfinanzierung anbieten können», sagt Stéphan Mischler, Leiter Vertrieb Westschweiz bei MoneyPark. Valentin Bürki, Leiter Anlagen bei prévoyance.ne, betont: «Wir sind stolz, als erste Westschweizer Pensionskasse ein attraktives Hypothekenangebot via MoneyPark zu offerieren. Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, unser Hypothekenportfolio zu erweitern und unser Angebot auf alle Regionen der Schweiz auszudehnen. Sowohl beim Vertrieb der Hypotheken wie auch bei der Abwicklung profitieren wir von der Erfahrung und vom schweizweiten Netzwerk von MoneyPark und ihrer Servicing-Tochter finovo.»

Prévoyance.ne diversifiziert mit der Vergabe von Hypotheken via MoneyPark ihr bereits existierendes Investment in die Anlageklasse Hypotheken. Sie zeigt exemplarisch auf, wie sich der Markt für Pensionskassen verändert: Gerade im aktuellen Marktumfeld ist es schwer, mit vertretbarem Risiko eine gute Rendite zu erwirtschaften. Die Investition in die innovative Anlageklasse Hypotheken schafft hier Abhilfe. Denn das attraktive Hypothekarangebot bringt nicht nur den Hypothekarnehmenden, sondern auch den Versicherten Vorteile. Prévoyance.ne kann mit dieser Investition in Hypotheken ihr Anlageportfolio sicher und nachhaltig diversifizieren und im Unterschied zu Anleihen mit einer positiven Rendite rechnen, welche schlussendlich den Versicherten zugutekommt. MoneyPark unterhält mit über 100 Anbietern nicht nur das grösste Angebot an Hypothekarpartnern für Hyponehmer schweizweit, sondern auch das mit Abstand breiteste Angebot an attraktiven Pensionskassen und Anlagestiftungen als alternative Hypopartner zu klassischen Banken und Versicherungen.

 


Umgekehrte Vogelperspektive von Hochhäusern mit einem symbolischen Schweizerkreuz

Vom Libor zum Saron – die zehn wichtigsten Fragen

2019 informierte die Schweizerische Nationalbank (SNB) über die Einführung des SNB-Leitzinses. Dieser löste das Zielband für den dreimonatigen Libor-Satz ab, der 2021 abgeschafft wird. Doch für was stehen all diese Sätze, welchen Einfluss haben sie auf geldmarktbasierte Hypotheken und was bedeutet das für Hypothekarnehmer? MoneyPark beantwortet die zehn drängendsten Fragen.Weiterlesen

Prévision taux

Nachlassender Kampf um Hypovolumen zum Jahresende bringt Anstieg bei den Top-Sätzen – Einschätzung Hypothekarzinsen Dezember 2020

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der zweiten COVID-Welle
sorgen weiterhin für tiefe Hypothekarzinssätze. Der Top-Satz der bei Kunden sehr beliebten zehnjährigen Festhypothek verzeichnete im vergangenen Monat einen bemerkenswerten Anstieg. Dies, weil der Kampf um Hypovolumen zum Jahresende abgenommen hat. Die Richtsätze hingegen blieben stabil und dürften dies auch in den nächsten Monaten bleiben. Ebenso dürfte das generelle Zinsniveau noch mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre, auf tiefem Niveau verharren. 

Makroökonomische Lage

Nach der Erholung wird die BIP-Lücke wieder grösser

Wie befürchtet, zeigt sich in vielen europäischen Ländern aufgrund
der erneuten (Teil-)Lockdowns, dass die Wirtschaftsleistung im
November wieder deutlich zurückgegangen ist. Der wöchentliche
BIP-Indikator für Österreich zeigt, dass nach der Schliessung von
Restaurants, Bars und Kulturstätten das Bruttoinlandprodukt (BIP)anfangs November gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr um rund sieben Prozent zurück gegangen ist. Dies lässt vermuten, dass bereits ein «mittlerer» Weg an Beschränkungen beträchtliche Einbussen mit sich bringt. In vielen Ländern Europas zeigen Echtzeit-Indikatoren, dass auch die Produktivität aufgrund steigender Fallzahlen in den letzten Wochen wieder sinkt und die Erholung der Wirtschaft gestoppt wurde.

Schweiz: Der Konsum bleibt recht robust

Obwohl Neuansteckungszahlen mit COVID-19 in der Schweiz inzwischen
nicht zuletzt aufgrund der Teil-Lockdowns in den Westschweizer
Kantonen deutlich zurückgegangen sind, hat die Schweiz noch immer eine der höchsten Pro-Kopf-Quoten in Europa. Echtzeit-Daten zeigen, dass der Rückzug in die eigenen vier Wände vorerst gestoppt zu sein scheint. Nachdem die Schweizer im Oktober etwas zurückhaltender geworden waren, haben sie im November wieder etwas längere Distanzen in der Freizeit sowie fürs Einkaufen zurückgelegt. Der Trend zum Home-Office verstärkte sich im November nicht mehr wesentlich. Der Privatkonsum der Schweizer ist von der «zweiten Welle» und den neuen Corona-Beschränkungen nicht unbeeinflusst geblieben. Die Konsumausgaben dürften in den vergangenen Wochen leicht zurückgegangen sein. Allerdings ist kein Einbruch wie beim Lockdown im Frühling erkennbar. Insgesamt bleibt der Konsum recht robust.

Schweiz könnte glimpflicher als die EU davonkommen

Aktuell sieht es in der Schweiz danach aus, dass der «Swiss Way» mit einem weitgehenden Verzicht eines Teil-Lockdowns funktionieren könnte. Die Neuansteckungszahlen sind zwar noch immer hoch, jedoch sind sie in den letzten Wochen deutlich gesunken. Das könnte bedeuten, dass unser Land wirtschaftlich mit vergleichsweise geringen Schäden durch die zweite Welle kommt. Im Gegensatz dazu dürften viele europäische Länder einen gravierenden Rückschlag in der Entwicklung der Wirtschaft einstecken
müssen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die zweite Welle in den nächsten Wochen stark abschwächt und wenigstens einen Teil des Weihnachtsgeschäftes eingefahren werden kann.

Düstere Aussichten für die Weltwirtschaft 

Die Aussichten der Weltwirtschaft bleiben düster. Zuversicht bringt
die Aussicht auf einen in den nächsten Monaten verfügbaren Corona-
Impfstoff. Allerdings sind derzeit noch viele Fragen ungeklärt, so beispielsweise die Wirksamkeit, Nebenwirkungen oder auch der Impfprozess. Mit der Wahl des neuen US-Präsidenten sind ebenfalls
viele Hoffnungen auf eine Erholung der Weltwirtschaft verbunden. Weiterhin existieren aber zusätzliche grosse Risiken, wie zum Beispiel
der Brexit, die Beziehung der Schweiz zur EU oder der Handelskonflikt
zwischen China und den USA, um nur einige zu nennen.

Entwicklung der Zinssätze

Kapitalmarktzinsen steigen im November leicht an

Während die Kapitalmarktzinsen im Oktober unverändert tief blieben, sind sie im November tendenziell leicht angestiegen. Der zehnjährige Satz beispielsweise erhöhte sich im Monatsvergleich um sechs Basispunkte auf -0.30 Prozent. Auch die kurzfristige, zweijährige Laufzeit liegt mit -0.71 Prozent rund vier Basispunkte höher als per Ende Oktober. 

Richtsätze für Festhypotheken praktisch unverändert

Ähnlich, wenn auch weniger ausgeprägt, haben sich die Richtsätze,
also die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen entwickelt. Die zehnjährige Festhypothek hat sich um zwei Basispunkte auf 1.17 Prozent erhöht, die
zweijährige um einen Basispunkt auf 0.93 Prozent.

Weniger Kampf um Hypovolumen lässt Top-Satz steigen

Eine spannende Entwicklung zeigt sich beim Blick auf die Top-Sätze
von MoneyPark: Der Kampf um Hypovolumen hat zum Jahresende
abgenommen. Dies zeigt sich insbesondere bei der zehnjährigen Laufzeit, welche bei Kunden sehr beliebt ist. Sie verzeichnet einen Anstieg um 14 Basispunkte auf 0.79 Prozent innert 3 Wochen und erreicht damit schon fast den Jahreshöchststand von 0.82 Prozent vom Juni 2020.

Zinsprognose

Keine neuen Signale: Zinsniveau bleibt auf Tiefstwerten

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung bleibt den Notenbanken dieser Welt keine andere Wahl, als auf Jahre hinaus eine weiterhin äusserst expansive Geldpolitik zu verfolgen. Damit muss auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine sehr expansive Geldpolitik  beibehalten. Andernfalls riskiert sie eine starke Aufwertung des Schweizer Frankens, ein Abwürgen der exportorientierten Wirtschaft und starke Preissenkungen bei den Importen. Die Folge wäre: Eine ihrer zentralsten Aufgaben, nämlich die Sicherung der Preisstabilität in der Schweiz, wäre gefährdet. Deshalb kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das Zinsniveau in den nächsten Monaten auf dem aktuell äusserst tiefen Niveau bleiben wird.

Bewegung bei Top-Sätzen langer Laufzeiten erwartet

Sollte sich die zweite Welle weiter abschwächen und sich die Hoffnung
auf eine baldige Impfung bewahrheiten, könnten insbesondere  Pensionskassen und Anlagestiftungen wieder vermehrt mit attraktiven Konditionen auf den Markt kommen und damit Bewegung in die Top-Angebote bringen. Der Top-Satz der zehnjährigen Festhypothek liegt aktuell 27 Basispunkte höher als noch im Juli 2020.

Vergleichen und verhandeln bleiben wichtig

Weiterhin bleibt es unabdingbar, mehrere Offerten für eine Hypothekarfinanzierung einzuholen. Auch die Aushandlung der Konditionen durch einen Marktspezialisten kann schnell Einsparungen von
mehreren tausend Franken pro Jahr bringen. Zudem gilt es auch, allfällige Marktopportunitäten aufgrund sinkender Kapitalmarktsätze oder  Sonderaktionen von Anbietern gezielt zu nutzen.

Empfehlung

  • Es gibt derzeit keine Anzeichen dafür, dass die Hypothekarzinsen ansteigen werden. Trotzdem muss man aufgrund der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Krise mit einer gewissen Volatilität rechnen.
  • Wer seine Hypothek in den nächsten Monaten verlängern muss und mit einer längeren Laufzeit liebäugelt, sollte nichts überstürzen, sondern die Angebote sorgfältig vergleichen. Wir gehen davon aus, dass es immer wieder einzelne Anbieter geben wird, welche die aktuellen Top-Sätze unterbieten werden.
  • Berücksichtigen Sie bei der Offerteinholung nicht nur Banken, sondern auch Versicherungen oder alternative Kreditgeber wie Pensionskassen oder Anlagestiftungen. Unterschiedliche Anbieter offerieren unterschiedliche Vertragskonditionen und Zinssätze. Ein genauer Blick auf die Details lohnt sich!

Hier gibt's das PDF zum Download.


Irrglaube beim Hauskauf: «Ich darf nur 10 Prozent meines Pensionskassenguthabens verwenden.»

Beim Thema Immobilienfinanzierung gibt es viele vorgefasste Meinungen. Damit sehen wir uns täglich konfrontiert. Aber was ist wirklich dran? Heute fragen wir Anna Niendorf, Filialleiterin bei MoneyPark in Baar und Zug: Darf man wirklich nur zehn Prozent der Gelder aus der Pensionskasse verwenden?

Es ist genau andersherum. Entgegen der landläufigen Meinung müssen Hypothekarnehmer mindestens zehn Prozent des von der Bank geschätzten Liegenschaftswertes (Belehnungswert) als Eigenkapital einbringen, das nicht aus Geldern der zweiten Säule, also aus der Pensionskasse stammt. Ziel dieser Richtlinie ist es, das Risiko für das Rentenvermögen und die künftigen Renten zu verringern. Zudem soll dadurch mehr Eigenkapital auf eigene Verantwortung angespart werden.

Die erforderlichen zehn Prozent, welche nicht aus der Pensionskasse stammen dürfen, können folgende sein: Ersparnisse und Wertschriften, Gelder aus der 3. Säule, eine Schenkung, ein eigenes Baugrundstück, Bauarbeiten, die man eigenhändig durchführen kann oder ein Lombardkredit. Die restlichen Eigenmittel können somit aus der Pensionskasse stammen, welche entweder bezogen oder verpfändet werden. Nebst dem Eigenkapital sollte man die Kaufnebenkosten berücksichtigen. Diese bestehen vor allem aus Notarkosten und, je nach Kanton, aus der Handänderungssteuer. Solche Kosten dürfen nicht aus dem Vermögen der Pensionskasse finanziert werden. Das bedeutet, dass insgesamt gut 15 Prozent des Kaufpreises ausserhalb der Pensionskasse verfügbar sein müssen, um die erforderlichen Eigenmittel (zehn Prozent) einzubringen und die Kaufnebenkosten (ca. fünf Prozent) zu decken.

Der Einsatz der Pensionskasse ist also nicht auf zehn Prozent beschränkt. Das Zusammenspiel aller Faktoren ist sehr individuell. MoneyPark unterstützt Sie dabei, Ihre Situation und Ihr Immobilienprojekt genau zu analysieren. Gemeinsam legen wir fest, welche Eigenmittelstruktur Sinn macht, damit Sie die für den Kauf benötigte Hypothek erhalten. Wir finden die für Sie besten Hypothekenkonditionen und optimieren gemeinsam mit Ihnen Ihre Steuersituation. Wir achten darauf, dass Sie auch für die Versicherungen die beste Lösung finden: zum Schutz Ihrer Familie und Ihres Eigentums auch im Falle von Invalidität oder Tod. Und wir unterstützen Sie dabei, die Leistungen der Pensionskasse so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.

Anna Niendorf
Filialleiterin Baar/Zug
anna.niendorf@moneypark.ch

MoneyPark wächst in Chur

MoneyPark, der führende unabhängige Hypothekar- und Immobilienspezialist in der Schweiz, wächst auch in Chur. Die neue, grosse Filiale findet sich an bester Lage im City West. Silvio Benkert hat im November die Filialleitung übernommen und sucht noch weitere Beraterinnen und Berater aus und für die Region.

MoneyPark ist seit 2018 mit einer Filiale vor Ort in Chur. Seit Ende 2019 an der Commercialstrasse 32, mit bestem Blick in die Bündner Berge im 12. Stock des City West.  Heute betreuen zwei Berater Kundinnen und Kunden in Chur, im Kanton Graubünden, im Rheintal und im Glarnerland. Und MoneyPark sucht Unterstützung: Zwei bis vier weitere Experten rund um die Themen Hypothek, Vorsorge und Immobilien sind gefragt. Denn das Interesse an den Dienstleistungen von MoneyPark ist anhaltend gross: «Die Nachfrage nach einer unabhängigen und persönlichen Hypothekarberatung steigt stetig. Ich freue mich, dass ich genau das jetzt anbieten kann und für meine Kunden die für sie beste Lösung finde», sagt Silvio Benkert, MoneyPark Filialleiter in Chur. Der Mann aus Domat/Ems bringt mehr als 19 Jahre Erfahrung in Finanzgeschäften mit und berät seine Kundinnen und Kunden im Bündnerdialekt ebenso fliessend wie auf Räteromanisch.

«Mein Ziel ist es, MoneyPark hier bekannter zu machen. In unseren beiden grossen Beratungsräumen und mit Schutzkonzept können wir uns auch jetzt zu persönlichen Gesprächen treffen. Aber wir stehen natürlich auch online und am Telefon zur Verfügung», erklärt Silvio Benkert.

Einzigartiges Kundenerlebnis: Alles rund ums Eigenheim aus einer Hand

Nicht nur die Filiale in Chur hat sich weiterentwickelt, sondern auch MoneyPark erweiterte jüngst seine Geschäftstätigkeit. Neu berät MoneyPark Kundinnen und Kunden nicht nur bei der Finanzierung und Vorsorge, sondern auch in allen Fragen rund um die Suche, den Kauf, Besitz und Verkauf der Immobilie. «Wir freuen uns mit all unseren Kundinnen und Kunden, die wir auf dem Weg in die Traumimmobilie begleiten und unterstützen durften und künftig dürfen.»

Filialleiter Silvio Benkert aus Domat/Ems bringt mehr als 19 Jahre Erfahrung in Finanzgeschäften mit und berät seine Kundinnen und Kunden im Bündnerdialekt ebenso fliessend wie auf Räteromanisch.


Irrglaube beim Hauskauf: «Wer die Hypothek amortisiert, zahlt drauf.»

Beim Thema Immobilienfinanzierung gibt es viele vorgefasste Meinungen. Damit sehen wir uns täglich konfrontiert. Aber was ist wirklich dran? Heute fragen wir Andreas Leu, Filialleiter bei MoneyPark in Winterthur: Muss ich meine Hypothek wirklich behalten, damit meine Steuerbelastung nicht steigt?

Anders als im Ausland ist es in der Schweiz üblich, die Hypothek sehr langfristig zu halten. Viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer entscheiden sich, die Hypothek auch dann zu behalten, wenn sie die Mittel für die Amortisation haben. Auf diese Weise gleichen sie den so genannten Eigenmietwert aus.

Der Eigenmietwert resultiert aus dem Erwerb einer selbst bewohnten Immobilie und wird zum steuerbaren Einkommen hinzugerechnet. Die Ermittlung des Wertes geschieht auf kantonaler Ebene und die Berechnungsmethoden sind ebenso vielfältig wie die Anzahl der Schweizer Kantone. In jedem Fall gilt: das Einkommen steigt und damit auch die Steuerbelastung. Dem lässt sich teilweise oder gar gänzlich entgegenwirken. So sind Zinskosten der Hypothek, welche man zur Finanzierung aufgenommen hat, in vollem Umfang vom steuerbaren Einkommen abzugsfähig. Des Weiteren können Unterhaltskosten in Abzug gebracht werden.

Nehmen wir zum Beispiel Frau A. Sie besitzt seit 2005 ein 140m2 grosses Einfamilienhaus in Zürich. Der Steuerwert der Immobilie beträgt 910'000 Schweizerfranken. Die Hypothek beläuft sich auf 845'000 Franken mit einem Zinssatz von zwei Prozent. Folglich ist die Rede von 16'900 Franken Zinskosten, die sie jährlich von ihrem steuerpflichtigen Einkommen abziehen kann. In unserem Beispiel ist der geschätzte Eigenmietwert 32'500 Schweizerfranken. Unter Berücksichtigung des Pauschalabzugs für den Unterhalt der Immobilie, erhalten wir schlussendlich eine Erhöhung des steuerpflichtigen Einkommens um 9'100 Franken pro Jahr.

Nun erbt Frau A. 100'000 Franken und stellt sich die folgenden Fragen: Soll ich diesen Betrag verwenden, um einen Teil der Hypothek zurückzuzahlen und dadurch die Zinslast zu verringern? Oder soll ich den Hypothekarbetrag beibehalten, um eine Steuererhöhung zu vermeiden? Was mache ich dann mit den 100'000 Franken?

Solch ein Szenario gilt es individuell zu prüfen. Wenn sie 100'000 Franken der Hypothek zurückzahlt, entspricht das, bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent, einer jährlichen Ersparnis von 1'400 Franken nach Steuern.

Wenn sie nun die Hypothek in gleicher Höhe aufrechterhält und die 100’000 Franken anders investiert, muss der jährliche Gewinn mehr als 1’400 Franken netto betragen, damit es sich rentiert. Dies entspricht einer Nettorendite von 1,4 Prozent pro Jahr. Eine solche Nettorendite lässt sich durchaus realisieren, zum Beispiel mit den Säulen 3a und b, der 2. Säule, Anlageobjekten oder Investitionen. Dies bedingt eine saubere Abklärung des persönlichen Risikoprofils und der individuellen Anlagestrategie.

Wenn Sie also vor der Wahl stehen, Ihre Hypothek zu amortisieren oder zu behalten, lohnt sich eine detaillierte Betrachtung der Gesamtsituation. Verschiedene Aspekte sollten in den Entscheidungsprozess mit einfliessen, denn nur zu versuchen, dem Eigenmietwert entgegen zu wirken, greift zu kurz. MoneyPark analysiert gerne Ihre individuelle Situation und sucht gemeinsam mit Ihnen die Lösung, die am besten für Sie passt.

Andreas Leu
Filialleiter Winterthur
andreas.leu@moneypark.ch


Irrglaube beim Hauskauf: «Die Finanzierung ist mit der Hypothek erledigt.»

Beim Thema Immobilienfinanzierung gibt es viele vorgefasste Meinungen. Damit sehen wir uns täglich konfrontiert. Aber was ist wirklich dran? Heute fragen wir Dashnim Sopi, Filialleiter bei MoneyPark in Baden: Muss ich mich wirklich noch um die Finanzierung kümmern, wenn ich meine Hypothek unter Dach und Fach habe?

In der Tat ist die Hypothek ein sehr wichtiger Teil der Finanzierung. Sie läuft aber in der Regel über eine lange Zeit, in der viel passieren kann. Das Haushaltseinkommen kann sich aufgrund von Invalidität oder Todesfall ändern, bei Familienzuwachs kann ein Einkommen wegfallen, die Tragbarkeit im Alter kann zum Thema werden, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese Risiken sollten Sie in der Finanzplanung auch berücksichtigen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich abzusichern. Gleichzeitig können Sie als Eigentümerinnen und Eigentümer mit eben solchen Massnahmen Ihre Steuern optimieren. Auch wie Sie mit dem Unterhalt Ihres Eigentums umgehen, ist eine wichtige finanzielle Frage, insbesondere in Hinsicht auf die Steuern.

 

Sparen mit System – die 3. Säule

Sparen mit der 3. Säule hat viele Vorteile. Einerseits, weil das Gesparte im Falle eines Schicksalsschlags zur Amortisation der Hypothek verwendet werden kann. Andererseits, weil es die Chance bietet, die Familie abzusichern, beispielsweise bei Invalidität oder Tod. Und drittens, weil man damit Steuern optimieren kann.

Wer ein Erwerbseinkommen hat, darf in der Schweiz in seiner Steuererklärung jedes Jahr einen bestimmten Betrag für die Altersvorsorge abziehen. Diese Beiträge können Sie bei Banken oder Versicherungen leisten. Das Sparguthaben der 3. Säule darf unter folgenden Bedingungen bezogen werden:

  • Für den Erwerb, zur Reduktion der bestehenden Hypothek oder für Umbauten und Renovationen von selbst bewohntem Wohneigentum,
  • bei der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit,
  • ab fünf Jahren vor der ordentlichen Pensionierung,
  • im Falle von Invalidität,
  • wenn Sie auswandern.

Da die einbezahlten Beiträge der Säule 3a vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können, wird beim Bezug wieder eine Steuer fällig, jedoch zu einem reduzierten Steuersatz.

Im Unterschied zur Säule 3a können Beiträge in die Säule 3b kaum oder nur stark eingeschränkt vom Einkommen abgezogen werden. Dafür ist jedoch die Auszahlung steuerfrei. Ein weiterer Vorteil der Säule 3b ist die freie Begünstigungswahl im Todesfall. Immer häufiger erwerben unverheiratete Paare ein Eigenheim. In diesem Fall ist die Begünstigungsmöglichkeit der Säule 3a oft eingeschränkt und im Erbfall werden unter Umständen hohe Erbschaftssteuern fällig.

 

Renovieren mit System

Werterhaltende Massnahmen, wie zum Beispiel den Ersatz der Küche, können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Aus steuerlicher Sicht macht es Sinn, nicht alle anstehenden Renovationen im selben Jahr vorzunehmen, sondern zu staffeln. Wertvermehrende Investitionen, wie zum Beispiel den Anbau eines Wintergartens, können bei einem späteren Verkauf bei der Grundstückgewinnsteuer berücksichtigt werden. Der Entscheid, ob Investitionen wertsteigernd oder werterhaltend sind, obliegt in der Regel der jeweiligen Steuerbehörde, weshalb Vorabklärungen Sinn machen. Zudem werden gewisse energetische Investitionen staatlich subventioniert. Üblicherweise wird zur Finanzierung grösserer Renovationen die Hypothek erhöht. Achten Sie dabei darauf, dass Sie den Ablauf Ihrer Hypotheken aufeinander abstimmen, damit Sie bei der Verlängerung nicht an einen Hypothekenanbieter gebunden sind.

Im Verlauf der Zeit kann viel geschehen. Deshalb ist es sinnvoll, bei einem so grossen Unterfangen wie dem Hauskauf, eine Gesamtanalyse zu machen und die Situation zu regeln. Wir bei MoneyPark kennen all diese Themen und unterstützen Sie gerne – direkt beim Hauskauf und auch, wenn Sie die Hypothek schon haben und nur die Risiken noch optimal absichern möchten.

 

Dashnim Sopi
Filialleiter Baden
dashnim.sopi@moneypark.ch


Irrglaube beim Hauskauf: «Man kann eine Festhypothek nicht kostenlos vorzeitig auflösen.»

Beim Thema Immobilienfinanzierung gibt es viele vorgefasste Meinungen. Damit sehen wir uns täglich konfrontiert. Aber was ist wirklich dran? Heute fragen wir Adrian Wäfler, Filialleiter bei MoneyPark in Bern: Muss ich wirklich eine Strafe zahlen, wenn ich meine Hypothek kündige, bevor sie ausläuft?

Um eine Immobilie zu erwerben, können künftige Eigentümerinnen und Eigentümer eine Hypothek aufnehmen. Sie verpflichten sich dadurch gegenüber dem von ihnen gewählten Finanzinstitut zu Zinszahlungen und zur vertraglichen Amortisation der Hypothek.

Was passiert nun, wenn Sie Ihr Wohneigentum während der Laufzeit der Hypothek verkaufen müssen und damit den Vertrag vor dem ursprünglichen Fälligkeitsdatum beenden? Die meisten Finanzinstitute berechnen eine so genannte Vorfälligkeitsprämie, wenn eine Festzinshypothek vorzeitig gekündigt wird. Die Höhe dieser Strafzahlung hängt grundsätzlich von vier Faktoren ab: vom Refinanzierungssatz, von der für den Kunden berechneten Marge, von der Reinvestitionsrendite des Finanzinstituts und von den Verwaltungskosten. Relevant ist aber die entsprechende Berechnungsklausel im Hypothekarvertrag.

Es gibt einige Möglichkeiten, um eine solche Zahlung zu verhindern oder zumindest finanziell abzufedern:

  • Übertragen Sie Ihre aktuelle Hypothek auf eine neue Immobilie, sofern alle Finanzierungskriterien erfüllt sind. Damit zahlen Sie keine Vorfälligkeitsentschädigung, da die Hypothek vertragsgemäss weiterläuft.
  • Der Käufer Ihrer Immobilie kann Ihre bestehende Hypothek übernehmen, sofern seine finanzielle Situation dies zulässt und das Finanzinstitut einverstanden ist, ihm diese Finanzierung zu gewähren.
  • Es gibt mittlerweile Anbieter, die bei einem Verkauf der Immobilie einen kostenlosen Ausstieg aus einer Festhypothek ermöglichen (insbesondere Pensionskassen). Es lohnt sich daher bereits beim Abschluss der Hypothek, nicht nur den Zinssatz, sondern auch die Vertragsdetails zu vergleichen.
  • Die Vorfälligkeitsentschädigung ist in den meisten Kantonen von der Steuer auf den Vermögenszuwachs abzugsfähig. In einigen Fällen ist es also möglich, den Vertrag vor der Fälligkeit aufzulösen und damit die Strafe vom steuerpflichtigen Einkommen, statt vom Gewinn aus dem Vermögenszuwachs abzuziehen. Auf diese Weise wäre die Steuerersparnis grösser.

Kurz gesagt: Die vorzeitige Kündigung einer Festzinshypothek kann zu erheblichen Kosten führen. Die Beraterinnen und Berater von MoneyPark analysieren gerne Ihre individuelle Situation informieren Sie über die verschiedenen Möglichkeiten bei einer solchen Transaktion.

 

Adrian Wäfler
Filialleiter Bern
adrian.waefler@moneypark.ch


MoneyPark Tour de Suisse in St. Gallen: von 80 auf 240

MoneyPark wächst in allen Landesteilen. Höchste Zeit mal zu schauen, wie es in unseren Filialen zu und her geht. Wir starten unsere MoneyPark Tour de Suisse in St. Gallen. Pascal Bauer, Leiter der Regionen Ostschweiz und Tessin, erzählt von den Anfängen und von der grossen Freude nach dem Züglete.

 

Pascal, du hast 2016 den MoneyPark Standort im St. Gallen eröffnet. Was war damals die grösste Knacknuss für dich?

Ich war damals als Teamleiter für MoneyPark in Zürich im Einsatz und habe dann die Chance angenommen, eine Filiale in St. Gallen zu eröffnen. Die grösste Herausforderung stellte anfangs die fehlende Bekanntheit dar, was insbesondere die Rekrutierung von zusätzlichen Kolleginnen und Kollegen erschwerte. Die ersten Monate war ich daher als Einzelkämpfer im Einsatz. Als das Mobiliar dann verschraubt und die ersten Abschlüsse eingebucht waren, kam mir zum Glück ein Vorsorgeexperte aus Zürich zur Hilfe - von da an waren wir zu zweit und uns war klar, in St. Gallen geht noch mehr!

Nach vier Jahren seid ihr jetzt gezügelt. Wieso?

Wir haben in St. Gallen in den letzten Jahren viel investiert und sind bekannter geworden. Auch die Geschäftsentwicklung ist und war sehr positiv. Auf unseren 80 m2 im ersten Office wurde es da einfach zu eng: Ende dieses Jahres werden bereits acht Kolleginnen und Kollegen in St. Gallen tätig sein und wir dürfen, können und möchten auch noch weiter wachsen.

Was ist dein Highlight im neuen Office?

Das neue Office ist lichtdurchflutet, wir haben Platz – von 80 auf 240 m2, es ist alles im schönen MoneyPark Stil gestaltet und auch die Arbeitsplätze sind modern und grosszügig. Das neue Office befindet sich zudem im Herzen der Stadt St. Gallen. Mein Highlight ist es täglich sehen und hören zu dürfen, dass meine Kolleginnen und Kollegen sich an ihrem Arbeitsplatz im neuen Büro wohlfühlen und wir eine positive Dynamik im Team haben.

Es ist schon Herbst, da ist die Frage erlaubt: Auf was freust du dich am meisten nächstes Jahr?

Das gibt es schon einiges. Vor allem freue ich mich darauf, das Immobiliengeschäft in St. Gallen und in der gesamten Region Ostschweiz aufzubauen und den Markt hier zu beleben. Für St. Gallen sind wir aktuell auch noch auf der Suche nach einer neuen Kollegin oder einem neuen Kollegen als Immobilienexperten. Wer jemanden kennt – ich freue mich auf Empfehlungen. Und ich freue mich auf die muntere und enge Zusammenarbeit mit all meinen Teams. Wir sind top aufgestellt – das macht Spass.

 

MoneyPark sucht in St. Gallen: Wir suchen einen Kundenberater / eine Kundenberaterin für den Bereich Immobilien. Hier gibt’s mehr Info.

Pascal Bauer, MoneyPark

Pascal Bauer ist seit 2016 bei MoneyPark. Nach einer klassischen Bankausbildung war er einige Jahre als Privatkundenberater bei einer Regionalbank tätig. Vor kurzem absolvierte er ein berufsbegleitendes Studium an der Fachhochschule St. Gallen, welches er mit dem Titel Bachelor of Science mit dem Schwerpunkt strategisches Unternehmertum abschloss. Ob zu Fuss, auf Skiern oder am Kletterseil, in seiner Freizeit ist er wann immer möglich und zu jeder Jahreszeit am liebsten in den Bergen unterwegs.


MoneyPark verstärkt die Geschäftsleitung mit internen Talenten

Der Verwaltungsrat hat Viola Kirsch als Chief Financial Officer (CFO) und Judit Zwahlen als Head of Marketing per 1. November 2020 in die Geschäftsleitung von MoneyPark gewählt. Dr. Jasser Kassab wird zum Chief Product Officer (CPO) befördert.

Viola Kirsch wird Chief Financial Officer

Viola Kirsch übernimmt als Chief Financial Officer per 1. November 2020 die Leitung des Finanzbereiches. Seit einem Jahr ist Viola Kirsch als Deputy CFO für MoneyPark tätig und bringt aus ihren vorherigen Karrierestationen bei Swisscom und Helvetia Versicherungen weitreichende Erfahrung im Controlling- und Finance-Bereich mit. Viola Kirsch hält einen Bachelor of Science in International Business Administration und ist Certified Internal Auditor (CIA). Sie folgt mit diesem Schritt auf Fabrice Lanz, der in den vergangenen zwei Jahren massgeblich zur Schaffung eines für die ganze MoneyPark-Gruppe tätigen Finance-Bereichs verantwortlich war. Er wird MoneyPark auf eigenen Wunsch per Ende Februar 2021 verlassen und bis dahin einen reibungslosen Übergang sicherstellen. Dr. Stefan Heitmann, CEO und Gründer von MoneyPark, freut sich, mit Viola Kirsch eine interne Nachfolgerin gewonnen zu haben: «Viola ist eine ausgewiesene Finanzspezialistin. Wir sind überzeugt, dass sie mit ihrem Engagement und ihrer Erfahrung unsere Finanzabteilung und uns als Gruppe weiter voranbringen wird.»

Judit Zwahlen wird Head of Marketing

Der Verwaltungsrat wählte zudem Judit Zwahlen als Head of Marketing in die Geschäftsleitung. Judit Zwahlen leitet das Marketing-Team von MoneyPark bereits seit einem halben Jahr sehr erfolgreich. Vor ihrer Zeit bei MoneyPark war sie in verschiedenen Positionen in den USA und der Schweiz tätig, zuletzt als Senior Consultant bei Trivadis AG. Judit Zwahlen hält einen Bachelor of Science in Psychologie und Verhaltenswissenschaften sowie einen MBA in Finance und Marketing von der Loyola University of Chicago. «Mit Judit konnten wir eine sehr versierte Expertin für die Funktion gewinnen, welche weitreichende Erfahrung im Online- und Offline-Marketing mitbringt. Sie wird die Marke und Bekanntheit von MoneyPark weiter stärken und dazu beitragen, dass noch mehr Kunden ihren Weg zu MoneyPark finden», ist Stefan Heitmann überzeugt.

Dr. Jasser Kassab wird Chief Product Officer

Durch die Wahl von Viola Kirsch und Judit Zwahlen in die Geschäftsleitung von MoneyPark konnten gleich zwei interne Talente berücksichtigt werden. «Wir sind stolz, dass wir als erfolgreiches und schnell wachsendes Unternehmen laufend Aufstiegsmöglichkeiten auf allen Stufen bis hin in die Geschäftsleitung schaffen», sagt Stefan Heitmann. Und auch auf der Ebene der Geschäftsleitung wird herausragenden Leistungen besondere Anerkennung gezollt. So hat der Verwaltungsrat Dr. Jasser Kassab, der in seiner bisherigen Rolle als Head of Product und Geschäftsleitungsmitglied das Produktmanagement von MoneyPark sehr erfolgreich leitet, neu zum Chief Product Officer (CPO) ernannt. Stefan Heitmann freut sich über diese besondere Auszeichnung: «Jasser wirkt seit über drei Jahren ganz entscheidend mit, unser offline und online Produktangebot weiter zu stärken. Er prägte von Anfang an unser Dienstleistungsangebot im Bereich der Immobilie und war einer der Treiber im Aufbau dieses neuen Geschäftsbereiches


Prévision taux

Kaum veränderte Hypothekarzinsen im Oktober: Wird die Pandemie für zukünftig tiefere Zinsen sorgen? – Einschätzung Hypothekarzinsen November 2020

Nach dem Absturz im zweiten hat sich die Weltwirtschaft nun im dritten Quartal erstaunlich schnell erholt. Allerdings ist aufgrund der zweiten Corona Welle nun ein erneuter Absturz kaum zu vermeiden. Ein Jo-Jo-Effekt mit einem wilden Auf und Ab droht. Die Hypothekarzinsen zeigten sich hingegen wenig volatil. Sie verbleiben weiterhin auf sehr tiefem Niveau. Aus heutiger Sicht werden die weiteren Corona-Massnahmen vermutlich keinen signifikanten Einfluss mehr auf die Hypothekarzinsen ausüben. Weder ist eine kurzfristige, unsicherheitsbedingte Erhöhung wie im März zu erwarten, noch eine starke Hypothekarzinssenkung.

Makroökonomische Lage

Konjunkturelle Entwicklung gleicht einem Jo-Jo-Spiel

Wie aktuelle Daten zeigen, folgte in Europa nach dem tiefen Einbruch der Wirtschaftsleistung im ersten und vor allem im zweiten Quartal eine sehr kräftige Erholung im dritten Vierteljahr. So legte in Deutschland das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um überraschende 8.2 Prozent zu. Dazu beigetragen haben sowohl höhere private Konsumausgaben und mehr Ausrüstungsinvestitionen als auch stark gestiegene Exporte. Insgesamt zeigt sich gemäss dem EU-Statistikamt Eurostat im gesamten Euro-Raum im dritten Quartal ein sehr kräftiges Wirtschaftswachstum von 12.7 Prozent. Dabei ist ersichtlich, dass Staaten mit besonders tiefen Einbrüchen im ersten Halbjahr nun auch eine kräftige Erholung erleben. Beispielsweise musste Frankreich im zweiten Quartal einen Einbruch von 13.7 Prozent hinnehmen, darf nun aber einen Zuwachs von satten 18.2 Prozent im dritten Quartal konstatieren. 

CH: Starke Erholung insbesondere dank Binnenkonsum

Die Schweiz zählt bei den COVID-19-Infektionen pro Kopf zu den Spitzenreitern in Europa. Aber das scheint die Bevölkerung (noch) nicht davon abzuhalten, ihr Mobilitäts- und reges Konsumverhalten weiterhin aufrecht zu erhalten, wie neuartige Echtzeitdaten zeigen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich dies mit den durch den Bundesrat letzte Woche eingeführten verschärften Corona-Massnahmen ändern wird. Gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft SECO haben einige Wirtschaftsbereiche, darunter Teile des Gastgewerbes, von der geringen internationalen Reisetätigkeit der Schweizer Bevölkerung profitiert. Andere Bereiche haben sich aufgrund einer grösseren Abhängigkeit von der internationalen Konjunktur (z. B. Teile des verarbeitenden Gewerbes) weniger stark erholt oder sind direkter betroffen durch die Corona-Pandemie bzw. deren Eindämmungsmassnahmen (z. B. der internationale Tourismus oder Grossveranstaltungen). Die Erholung der Wirtschaft bleibt somit unvollständig, die Vorjahresstände wurden in den meisten Bereichen nicht erreicht. Im September waren fast 50 000 Personen mehr arbeitslos als im Jahr zuvor.

Düstere Aussichten aufgrund zweiter Corona Welle

Eine Verlangsamung des wirtschaftlichen Aufholprozesses dürfte sowohl in Europa wie auch in der Schweiz unvermeidbar sein.

Zum Beispiel zeigt der wöchentliche BIP-Indikator für Österreich, dass sich das Wirtschaftsgeschehen gegen Mitte Oktober abgeschwächt hat. Reisewarnungen mancher Länder für Österreich sind im Tourismus spürbar und auch die Haushalte sind zurückhaltender geworden. Gegenwärtig ist eine BIP-Lücke von rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau aufzuholen.

Damit hat sich in den vergangenen Wochen das Bild einer «95-Prozent-Wirtschaft» in Österreich verfestigt. Zwar hat sich das Wirtschaftsleben nach dem Ende des Lockdowns im Frühling überraschend stark erholt. Aber seit einigen Wochen verliert der Aufschwung an Kraft und es drohen wegen der zweiten Welle neue schwere Rückschläge. Dieses Szenario dürfte sich grossmehrheitlich auch auf die Schweiz und Deutschland übertragen lassen. Eine fortwährende 95-Prozent-Wirtschaft wäre ein enormes Problem.

Rezessive Weltwirtschaft

Die Aussichten der Weltwirtschaft haben sich aufgrund der dramatischen Verschlechterung der Infektionslage wieder deutlich verschlechtert. Hinzu kommen weitere Risiken wie die US-Wahlen, der Brexit oder der Handelskonflikt zwischen China und den USA. Eine gewisse Verunsicherung mit entsprechend volatilen Märkten ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation und dem doch eher ungewöhnlichen Wahlkampf durchaus möglich.

Entwicklung der Zinssätze

Kapitalmarktzinsen stagnieren im Oktober

Während sich die gesamte Welt auf eine zweite Corona-Welle vorbereitete und die Unsicherheiten auch die Finanzmärkte nicht unverschont liessen, haben sich die Kapitalmarktzinsen im Oktober unbeeindruckt gezeigt. Vor allem die langfristigen Zinssätze stagnierten im Oktober – der Satz für zehn Jahre steht per 30. Oktober unverändert bei -0.36 Prozent. Lediglich der Satz für zwei Jahre ist im Vergleich zum Vormonat um drei Basispunkte auf -0.75 Prozent gesunken. 

Richtsätze für Festhypotheken unverändert

Auch die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen (Richtsatz genannt, oft auch Schaufenstersatz) blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert. Selbst die Ankündigung von weiteren, einschneidenderen Massnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus in der Schweiz liess die Zinssätze, ganz im Gegenteil zu den Entwicklungen im März, unbeeindruckt.

[caption id="attachment_19560" align="alignnone" width="1355"] Datengrundlage: Richtsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen im Durchschnitt. Stand: 31.10.2020[/caption]

MoneyPark Top-Satz für 10 Jahre bei 0.70 Prozent

Die Top-Sätze von MoneyPark haben sich insgesamt leicht erhöht, wodurch die Bandbreite zwischen den Richtsätzen und den Top-Sätzen leicht zurückgegangen ist. Allerdings ist der Range mit immer noch rund 45 Basispunkten weiterhin gross und auch deutlich grösser als beispielsweise im Juni dieses Jahres.

Zinsprognose

Zinsen verbleiben über Jahre auf Extrem-Tiefstwerten

Weltweit verfolgen die Notenbanken eine äusserst expansive Geldpolitik. Die Europäischen Zentralbank (EZB) hat letzten Donnerstag der Versuchung widerstanden, sofort mit neuen Massnahmen auf die zweite Welle der Corona-Pandemie in Europa zu reagieren. Erst tags zuvor hatte mit Deutschland das bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stärkste Mitgliedsland eine neuerliche Reduktion des öffentlichen Lebens für den November angekündigt. In vielen Mitgliedsländern der Währungsunion gab es ähnliche oder sogar stärkere Einschränkungen schon in den Wochen zuvor. Diese haben die wirtschaftlichen Aktivitäten im Oktober bereits gedämpft und werden sich im November noch sehr viel stärker auswirken.

Keine Corona-bedingten Ausschläge zu erwarten

Aus heutiger Sicht werden die weiteren Corona-Massnahmen vermutlich keinen signifikanten Einfluss mehr auf die Hypothekarzinsen ausüben Weder ist eine kurzfristige, unsicherheitsbedingte Erhöhung wie im März zu erwarten, in welcher sich die Hypothekaranbieter zuerst in einer neuen Realität mit Home-Office wiederfinden mussten, noch eine starke Hypothekarzinssenkung. Die Schweizerische Nationalbank wird keine weitere Zinssenkung vornehmen, so lange dieser Schritt nicht erst durch die EZB gemacht wird.

Für die Hypothekarzinsen bedeutet das: weiteres Stagnieren auf tiefem Niveau. Wir haben unsere Prognosen für die zehnjährige Festhypothek daher auch leicht nach unten angepasst. Wir erwarten bis nächsten Sommer keine Veränderungen und gehen von einem Richtsatz von zwischen 1.10 bis 1.25 Prozent aus.

Vergleichen und verhandeln bleiben wichtig

Weiterhin bleibt es unabdingbar, mehrere Offerten für eine Hypothekarfinanzierung einzuholen. Auch die Aushandlung der Konditionen durch einen Marktspezialisten kann schnell mehrere Tausend Franken Einsparnis pro Jahr bringen. Zudem gilt es auch, allfällige Marktopportunitäten aufgrund sinkender Kapitalmarktsätze oder Sonderaktionen von Anbietern gezielt zu nutzen.

[caption id="attachment_19556" align="alignnone" width="1332"] Datengrundlage: Richtsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen im Durchschnitt. Stand: 31.10.2020[/caption]

Empfehlung

  • Weiterhin deuten alle Anzeichen auf niedrige Hypothekarzinsen in den nächsten Wochen hin. Es empfiehlt sich trotzdem, die Entwicklung der Hypothekarzinsen eng zu beobachten, um Sonderangebote oder kurzfristige Opportunitäten zu erkennen.
  • Berücksichtigen Sie bei der Offerteinholung nicht nur Banken, sondern auch Versicherungen oder alternative Kreditgeber wie Pensionskassen oder Anlagestiftungen. Unterschiedliche Anbieter offerieren unterschiedliche Vertragskonditionen und Zinssätze. Ein genauer Blick auf die Details lohnt sich!
  • Wer seine Hypothek verlängern muss, kann dies bis zu zwei Jahre vor Ablauf tun. Beginnen Sie also frühzeitig mit dem Vergleichen von Offerten – das Marktangebot ist da.

 

Hier können Sie die Einschätzung Hypothekarzinsen November 2020 als PDF downloaden.

 


MoneyPark wächst in Baden

MoneyPark, der führende unabhängige Hypothekar- und Immobilienspezialist in der Schweiz, wächst auch in Baden. Die neue, grosse Filiale findet sich an bester Lage an der Badener Bahnhofstrasse. Das Eröffnungsfest fiel Corona zum Opfer, doch das Schutzkonzept steht und spontane Besucher sind umso mehr willkommen.

MoneyPark ist seit 2015 mit einer Filiale vor Ort in Baden. Zu Beginn mit nur einem Berater – heute stehen den Kundinnen und Kunden bereits fünf Experten rund um die Themen Hypothek, Vorsorge und Immobilien zur Verfügung. Denn das Interesse an den Dienstleistungen von MoneyPark ist anhaltend gross: «Die Nachfrage nach einer unabhängigen und persönlichen Hypothekarberatung ist in den letzten Jahren stetig gestiegen», sagt Dashnim Sopi, Filialleiter in Baden und seit mehr als zwölf Jahren im Finanzierungs- und Anlagegeschäft tätig. «Wir freuen uns mit all unseren Kundinnen und Kunden, die wir auf dem Weg in die Traumimmobilie begleiten und unterstützen durften und auch künftig dürfen.»

In der neuen, grösseren Filiale an der Bahnhofstrasse 7 stehen vier grosse Beratungsräume zur Verfügung. «Wir sind sehr glücklich in unseren neuen Räumlichkeiten. Jetzt haben wir optimal Platz, um unsere Kundinnen und Kunden auch in diesen ungewöhnlichen Zeiten empfangen zu können.» Es ist auch Platz für mehr Mitarbeitende vorgesehen: MoneyPark sucht in der Region noch zwei weitere Kundenberaterinnen oder -berater für Immobilien und für Hypotheken.

Einzigartiges Kundenerlebnis: Alles rund ums Eigenheim aus einer Hand

Nicht nur die Filiale in Baden hat sich weiterentwickelt, sondern auch MoneyPark erweiterte jüngst seine Geschäftstätigkeit. Neu berät MoneyPark Kundinnen und Kunden nicht nur bei der Finanzierung und Vorsorge, sondern auch in allen Fragen rund um die Suche, den Kauf, Besitz und Verkauf der Immobilie. «Alle unsere Kundenberater wohnen und leben hier in der Region. Darauf bin ich stolz, denn so bringen sie nicht nur das optimale fachliche Knowhow mit, sondern kennen auch die Immobiliensituation und die Finanzierungspartner vor Ort sehr gut», betont Dashnim Sopi. Eine umfassende und transparente Beratung ist damit sichergestellt.

Dashnim Sopi, Filialleiter in Baden, ist seit mehr als zwölf Jahren im Finanzierungs- und Anlagegeschäft tätig.


Real Estate Risk Index

RERI Q3 2020 – Wohneigentumsmarkt unbeeindruckt von erster COVID-19-Welle

Der Real Estate Risk Index (RERI) von MoneyPark sinkt im 3. Quartal 2020 um 0.3 auf 3.8 Indexpunkte. Dies impliziert ein reduziertes, aber immer noch erhöhtes Risiko. Damit hat sich der Index wieder auf das Niveau von vor der Corona-Pandemie Ende 2019 zurück entwickelt. Die Abschwächung ist vor allem der im dritten Quartal erstaunlich schnell fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung geschuldet.

Insbesondere die stark verbesserte Kapazitätsauslastung in der Industrie führte dazu, dass sich eine rasche Stimmungsaufhellung unter den Einkaufsmanagern einstellte und der Purchase Manager Index (PMI) nun gar wieder in die Wachstumszone zurückkehrte. Allerdings ist die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung sehr unsicher. Es ist derzeit schwierig abschätzbar, welche wirtschaftlichen Einschränkungen eine zweite COVID-19-Welle schlussendlich verursachen wird, die die Schweiz, wie auch praktisch alle Länder um uns herum, jüngst erfasst hat. Im Wohneigentumsmarkt sind aufgrund der Pandemie kaum erhöhte Risiken auszumachen. Im Gegenteil, der bereits vorher existierende  Nachfrageüberhang hat eher noch zugenommen. Die Preise von Wohneigentum zeigen sich bislang weitgehend unbeeindruckt von der Corona-Krise. Einfamilienhäuser sind noch gefragter als vor Corona und verzeichnen daher einen Anstieg, welcher im Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt, während bei den Eigentumswohnungen ein leichter Preisrückgang zu verzeichnen ist, der insbesondere auf das Luxussegment zurückzuführen ist.

Real Estate Risk Index, Corona, Wohneigentumsmarkt

Indikatoren zeigen mittlere bis hohe Risiken im Schweizer Immobilienmarkt

Auf einer Skala von 0 (kein Risiko) bis 6 (akute Blasengefahr) reduziert sich der RERI im dritten Quartal 2020 um 0.3 auf 3.8 Punkte. Damit hat der Index den Corona bedingten Anstieg in den ersten beiden Quartalen 2020 fast wieder rückgängig gemacht. Der derzeitige Stand impliziert ein mittleres bis hohes Risiko im Schweizer Immobilienmarkt.

Abflachendes Preiswachstum und mehr Nachfrage nach Einfamilienhäusern aufgrund von COVID-19

Im dritten Quartal 2020 setzte sich die Erholung des konsolidierten
Angebots-Preisindexes für Einfamilienhäuser (EFH) und Eigentumswohnungen (ETW) nicht nur fort, sondern erreichte mit 163.5 Indexpunkten sogleich den höchsten Stand der letzten drei Jahre. Diese Entwicklung ist auf eine höhere Nachfrage und damit höhere Angebotspreise bei den Einfamilienhäusern zurückzuführen, welche im laufenden Jahr um zwei Prozent angestiegen sind. Die Angebotspreise von Eigentumswohnungen gaben im laufenden Jahr um durchschnittlich 0.7 Prozent nach und auch im Luxussegment beider Immobilienklassen sind leichte Preisrückgänge auszumachen.

Transaktionsdynamik erholt sich auf Vorjahresniveau trotz zweiter Corona-Welle

Die sich bereits im Juni abgezeichnete Tendenz der wieder anziehenden Transaktionsdynamik hat sich im abgelaufenen Quartal fortgesetzt. Insbesondere die Nachfrage hat wieder deutlich angezogen, während das Angebot im dritten Quartal rund 10 Prozent unter dem Vorjahresquartal lag. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die angestauten Nachholeffekte aufgrund der sich anbahnenden zweiten Corona-Welle derzeit noch auf sich warten lassen.

Trotz anrollender zweiter Corona-Welle erholt sich der Konsum

Die ansteigenden Coronavirus-Infektionen beunruhigen die Staaten rund um den Globus. In vielen Ländern Europas inklusive der Schweiz sind neue Einschränkungen in Diskussion oder wurden sogar schon (wieder)  eingeführt, um sich gegen die zweite Welle zu stemmen.

Unabhängig davon zeigen Echtzeitdaten in Europa, dass die Menschen zwar branchenabhängig ihr Konsumverhalten schnell adjustiert haben, sich die Menschen aber trotzdem in ihren Wirtschaftsaktivitäten kaum zurückhalten und damit einen wesentlichen Beitrag zu einer schnelleren Wirtschaftserholung leisten. Dadurch konnte die entstandene BIP-Lücke in den letzten Wochen verkleinert werden. Das ist einerseits eine gute Nachricht. Andererseits kann diese Sorglosigkeit auch dazu führen, dass sich durch den vermehrten wirtschaftlichen Austausch die Pandemie wieder stärker ausbreitet. Die Gefahr einer «zweiten Welle» erhöht sich.

Schweiz: Kräftige Konjunkturerholung in den letzten Wochen, aber unsichere künftige Entwicklung

Der für die Schweizer Wirtschaft sehr bedeutende Privatkonsum (macht mehr als die Hälfte des Bruttoinlandproduktes aus) entwickelte sich in den letzten Wochen besonders erfreulich: Nicht nur im Dienstleistungssektor fällt die Erholung stark aus. Dass viele Schweizer ihre Ferien im Land verbrachten, wirkte sich in den Sommermonaten per Saldo positiv auf den Konsum aus. Im Detailhandel zeigte sich sogar, dass der Branchenumsatz im Juli vier Prozent über dem Wert des Vorjahres lag. Erklärt wird das mit Nachholkäufen, welche Privathaushalte aufgrund ihrer Einsparungen im Lockdown (gemäss einer Schätzung im Umfang von über acht Milliarden Franken) nun teilweise tätigten. Bis jetzt gibt es also kaum Anzeichen, dass die Schweizer beim Geldausgeben zurückhaltender geworden wären. Auch das steigende Infektionsrisiko scheint sich nicht negativ auszuwirken. Trotz diesem stärker als erwartet ausgefallenen wirtschaftlichen Aufschwung bleibt die Situation sehr fragil. Auf die kalte Jahreszeit hin dürfte die wirtschaftliche Lage wieder ungemütlicher werden. Womöglich werden sich die Menschen wieder stärker zurückhalten, wenn die Fallzahlen hochschnellen. Zudem könnte die Politik wieder einschneidende Beschränkungen des Alltags- und Wirtschaftslebens ins Auge fassen. Dabei dürfte feststehen, dass die wirtschaftlichen Kosten eines zweiten totalen Lockdowns kaum verkraftbar wären. Eine solche Situation muss mit allen Mitteln vermieden werden. Der zweite Teil des Aufschwungs wird daher weit mehr Kraft und auch Geduld in Anspruch nehmen und ist von vielen Unsicherheiten geprägt.

Zinsen dürften über Jahre auf Extrem-Tiefstwerten verbleiben

In allen grossen Währungsräumen verfolgen die Notenbanken eine Politik des extrem billigen Geldes. Damit hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) keine andere Wahl, als ebenfalls eine ultraexpansive Geldpolitik beizubehalten. Tut sie das nicht, würde sich der Franken stark aufwerten, die exportorientierte Wirtschaft würde abgewürgt und die Preise der Einfuhren würden massiv sinken. Dies würde die Preisstabilität stark gefährden.

Aufgrund der neusten Signale aus den USA und der EU muss damit gerechnet werden, dass das Zinsniveau über Jahre auf dem derzeitigen Extremtief verharren wird. Die gegenwärtige Geldpolitik reicht deshalb möglicherweise nicht aus, um die finanziellen und politischen Risiken abzuwehren, die der nachhaltigen Erholung der Weltwirtschaft entgegenstehen. Die Verschlechterung der Infektionslage in Europa, politische Ereignisse wie der Brexit und die Wahlen in den USA oder auch die Spannungen zwischen China und den USA deuten auf eine eher düstere Entwicklung hin.

Weiterhin tiefe Hypothekarzinskonditionen erwartet

Die Bandbreite der offerierten Konditionen ist weiterhin sehr gross. Bei den günstigsten Anbietern im Hypothekarmarkt sind die Konditionen vielfach an die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen gekoppelt. Damit und in  Kombination mit dem verstärkten Konkurrenzdruck können vergleichende Kunden auch künftig mit sehr attraktiven Hypothekarzinssätzen rechnen.

Verschuldungsgrad von Eigentümerinnen und Eigentümer kaum verändert
Der Anteil an Hypotheken am Gesamtvermögen liegt im dritten Quartal durchschnittlich bei tiefen 46 Prozent. Daraus ergeben sich keine Zusatzrisiken für den Immobilienmarkt.

Details zur Zusammenstellung des MoneyPark Real Estate Risk Indexes und seinen Sub-Indizes finden Sie in der ausführlichen PDF-Publikation.


Irrglaube beim Hauskauf: «Tiefster Zinssatz gleich beste Beratung.»

Beim Thema Immobilienfinanzierung gibt es viele vorgefasste Meinungen. Damit sehen wir uns täglich konfrontiert. Aber was ist wirklich dran? Heute fragen wir Sasa Vranjes, Filialleiter bei MoneyPark in Zürich: Ist wirklich nur der Zinssatz ausschlaggebend? MoneyPark bietet doch deutlich mehr?

Der Preis ist wichtig. Mit unseren mehr als 100 Partnern – darunter Banken, Versicherungen und Pensionskassen – ist die Suche nach den besten Konditionen ein essenzieller Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden. Aber insgesamt betrachtet, ist das nur ein Teil unserer gesamten Dienstleistung. Denn zur besten Lösung gehört deutlich mehr.

Nehmen wir das Beispiel eines Ehepaares: Frau und Herr Hüsli möchten eine Immobilie kaufen. Im ersten Gespräch mit MoneyPark ermitteln wir das Kaufpotential und besprechen Optimierungsmöglichkeiten.

MoneyPark kennt den Hypothekarmarkt mit all seinen verschiedenen Interessensgruppen. Deshalb können wir die Angebote objektiv vergleichen und finden so den am besten passenden Partner für jeden individuellen Fall. Und wir wissen, wo wir in den Verhandlungen den Hebel ansetzen, damit unsere Kunden die bestmöglichen Konditionen bekommen.

Im zweiten Treffen geht es um die steuerlichen Auswirkungen des Liegenschaftserwerbs, die Auswirkungen auf die Vorsorge, sowie um die Budget- und Liquiditätsplanung. Denn: Wer in der Schweiz eine selbstbewohnte Immobilie erwirbt, hat den sogenannten Eigenmietwert als Einkommen zu versteuern. Demzufolge führt der Kauf oft zu einer deutlichen Erhöhung der Steuerrechnung.

Zum Beispiel: Familie Hüsli hat ein gesamtes Bruttoeinkommen von 180'000 Schweizerfranken und kauft im Kanton Zürich eine Liegenschaft für eine Million Franken. Die Steuerverwaltung ermittelt einen Eigenmietwert von 31'500 Franken. Familie Hüsli nimmt für die Finanzierung eine Hypothek von 800'000 Franken auf, zu einem Zinssatz von einem Prozent. Die daraus resultierenden Zinskosten lassen sich vom Eigenmietwert abziehen. Unterhaltskosten, in unserem Beispiel der Pauschalbetrag von 20 Prozent des Eigenmietwerts, ebenfalls. Unterm Strich ist das eine Erhöhung des steuerbaren Einkommens um über 17'000 Franken. Das wiederum führt zu einer Erhöhung der Steuerrechnung um rund 5'000 Franken.

Was tun? Wir erarbeiten gemeinsam eine steueroptimierte und budgetschonende Finanzierungsstrategie. Beispielsweise lässt sich die Erhöhung der Steuerrechnung mit Beiträgen in die Säule 3a sowie mit Pensionskasseneinkäufen mildern.

Wir begleiten unsere Kundinnen und Kunden im gesamten Prozess: Wir übernehmen die administrativen Aufgaben beim Bezug oder der Verpfändung von Vorsorgegeldern, koordinieren die Transaktion mit dem Notar und legen mit dem Hypothekargeber die einzelnen Schritte fest. Unser Kunde spart viel Zeit, muss sich nicht in die administrativen Themen einarbeiten und kann sich so auf das Wesentliche konzentrieren.

Sasa Vranjes
Filialleiter Zürich
sasa.vranjes@moneypark.ch


Irrglaube beim Hauskauf: «Ich muss mein Haus erst verkaufen, um ein anderes zu kaufen.»

Beim Thema Immobilienfinanzierung gibt es viele vorgefassten Meinungen. Unsere Beraterinnen und Berater hören das täglich. Aber was ist dran? Heute fragen wir unsere Beraterin Cynthia Bakels, Filialleiterin in Pfäffikon SZ: Muss ich mein Eigenheim verkaufen, wenn ich ein neues kaufen will?

Sie sind Hausbesitzer oder Hausbesitzerin und möchten umziehen. Vielleicht aus beruflichen Gründen, weil die Familie wächst oder einfach, um eine neue Immobilienchance zu ergreifen. Was ist zu tun und in welcher Reihenfolge?

Eine Vielzahl von Fragen steht jetzt im Raum: Muss ich verkaufen, um kaufen zu können? Wie kann ich eine neue Finanzierung erhalten und gleichzeitig die laufende Hypothek bis zum Verkauf weiter zurückzahlen? Was ist, wenn ich mein aktuelles Eigentum nicht verkaufen kann?

Bei MoneyPark ziehen wir nicht in erster Linie einen Verkauf zum Kauf in Betracht. Wir prüfen zunächst die Möglichkeit, die erste Immobilie zu behalten, um Mieteinnahmen zu erzielen, und die zweite als Hauptwohnsitz zu kaufen.

Im ersten Moment sind unsere Kundinnen und Kunden oft erstaunt: Nur die wenigsten hatten sich vorgestellt, ein Renditeobjekt zu besitzen, mit dem sie dann die finanzielle Belastung des neuen, gemütlichen Nestes finanzieren.

Nehmen wir an, dass Ihr Eigentum vor einigen Jahren gekauft wurde, als die Immobilienpreise tiefer waren. Häufig kann durch eine einfache Wertaktualisierung Ihres Objekts eine zusätzliche Finanzierung von bis zu 80 Prozent der Schulden erreicht werden. Diese Mittel werden als Eigenkapital für Ihr neues Projekt verwendet. Dazu können Sie Ihre Eigenmittel addieren, die Sie in den Neukauf investieren wollten. Falls Sie Ihre Pensionskasse noch nicht in Anspruch genommen haben, kann dies ebenfalls entweder durch einen Vorbezug oder idealerweise durch eine Verpfändung erfolgen. Dasselbe gilt für die Vermögenswerte der 3. Säule. Falls noch Geldmittel fehlen, könnte – je nach persönlicher Situation – eine Schenkung oder ein Familiendarlehen helfen.

Im nächsten Schritt geht es darum, die neue Tragbarkeit zu ermitteln: In welchem Verhältnis stehen die neuen Finanzierungskosten zum Einkommen. Dabei berechnen wir auch die steuerlichen Auswirkungen, welche die neue Situation mit sich brächte.

Häufig passen alle Elemente perfekt zusammen und die anfangs verrückt scheinende Idee – ich verkaufe nicht, ich vermiete stattdessen – wird plausibel. Es lohnt sich immer, alle Möglichkeiten zu prüfen, bevor man loslegt und die scheinbar einzige Lösung umsetzt.

Cynthia Bakels
Filialleiterin Pfäffikon SZ
cynthia.bakels@moneypark.ch

 


«Uns verbinden der Faktor Mensch, unser Hunger nach Erfolg und deepl»

MoneyPark wächst in allen Landesteilen. Vorsorgefragen sind in der Romandie ebenso aktuell, wie in der Deutschschweiz. Im Interview berichten Metti Badawi, Leiter Vorsorge Deutschschweiz, und Arthur Petit, Leiter Vorsorge Westschweiz, von regionalen Besonderheiten und wie sie die sprachlichen Unterschiede meistern.

Ihr beide habt bei MoneyPark als Berater zusammengearbeitet, bevor ihr jeweils die Leitung übernommen habt. Was hieltet ihr damals voneinander?

Arthur: «Für mich war Metti der Mann, den es zu schlagen galt (lacht). Als junger Berater, der aus der Versicherungsbranche kam, hatte ich immer gern Ziele, und er war ein ziemlich guter Gegner. Ich erinnere mich noch an den einzigen Monat, in dem ich mehr Kundinnen und Kunden bedienen konnte als Metti. Mein damaliger Chef lachte mich aus und meinte: «Aber auch nur, weil Metti Ferien hat.»

Metti: «Arthur hat eine starke Persönlichkeit und von Anfang an reichlich Sales-Know-how. Er hat sich in der Romandie schnell etabliert und er fordert mich: Genau das spornt mich ebenfalls zu Höchstleistungen an.»

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf euren Tätigkeitsbereich aus?

Metti: «Corona kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Wir hatten einen super Drive und konnten an unsere sehr guten Q1-Ergebnisse vom Vorjahr anknüpfen. Corona hat uns dann ein wenig ausgebremst. Wir haben schnell reagiert und unsere Prozesse sowie unseren Beratungsdialog an die neuen Herausforderungen angepasst. Wir konnten viele Vertriebs- und Schulungsprozesse intern ebenso wie extern digitalisieren, was uns hilft, die weiteren Herausforderungen in der digitalen Welt zu meistern.»

Arthur: «Positiv ist, dass Corona das Bewusstsein für gewisse Risiken geschärft hat. Unabhängig davon, ob es sich um Tod oder Invalidität handelt, sind die Kunden aktuell sensibilisiert auf Themen wie beispielsweise den Schutz ihrer Angehörigen.»

Welche Herausforderungen liegen vor euch?

Metti: «Wir sind mit wachsender Konkurrenz im Markt konfrontiert. Und wir haben sehr informierte und fordernde Kunden, die uns stets zu Höchstleistungen anspornen. Das erhöht langfristig unsere Beratungsqualität und unser Know-how, was sehr gut ist.»

Arthur: «Ich habe mit Metti gewettet, dass wir in der Romandie dieses Jahr mehr Kunden erreichen als in der Deutschschweiz. Es geht um ein Dinner. Ich bin schon auf der Suche nach dem besten Restaurant von Zürich.»

 

Arthur Petit, Lausanne
Arthur beginnt seine Karriere als Judoka und geht dann in den Sicherheitsbereich. 2011 will er etwas völlig Neues und startet bei den Zürich Versicherungen seine Ausbildung in Versicherung und Vorsorge. 2016 stösst er als spezialisierter Finanzberater zu MoneyPark. Seit 2019 leitet er die Vorsorgeabteilung für die Westschweiz.

Ihr sprecht verschiedene Sprachen und, wie ihr selbst zugebt, nicht ganz fliessend Englisch. Wie schafft ihr es, euch täglich auszutauschen?

Arthur: «Wir sprechen einen sehr eigenen, persönlichen Dialekt; ein Mix aus Deutsch, Englisch und Französisch. Wenn wir gefilmt würden, könnten wir damit einen Preis gewinnen. Aber am Ende sind wir am Ziel, und das ist das Wichtigste.»

Metti: «Die Sprachbarriere ist bei uns beiden gar nicht so stark spürbar, denn wir sprechen eigentlich dieselbe Sprache: die Sprache des Sales (lacht). Und schreiben tun wir mit deepl.» (AdR: deepl.com, ein Online-Übersetzungstool)

Spürt ihr den Röstigraben?

Metti: «Auf dem Weg nach Lausanne verändert sich die Landschaft und ich vermisse nach einigen Minuten bereits Zürich. Nein, Spass beiseite: Die grossen Unterschiede liegen in den Kundenbedürfnissen und in den Gesetzen. Zum Beispiel können in einigen Westschweizer Kantonen Säule-3b-Einzahlungen steuerlich geltend gemacht werden, was in der Deutschschweiz bis anhin nicht möglich ist. Auch die Eigenmietwerte werden unterschiedlich berechnet.»

Arthur: «In der Romandie haben wir zu 100 Prozent Berater, die beides machen: sowohl Hypothekar- als auch Vorsorgeberatungen. In der Deutschschweiz haben wir Berater, die beides tun, aber auch welche, die reine Vorsorge- oder reine Hypothekarberatungen machen. Auch die Produkte sind verschieden: Auf der Vorsorgeseite beispielsweise bieten wir in der Romandie fast nur Sicherheitsprodukte an, also Produkte mit konservativen Anlagen im Hintergrund. In der Deutschschweiz hingegen wächst die Nachfrage nach hybriden Lösungen, also Anlagen die Risiko- und Sicherheitsanlagen kombinieren.»

Was macht es aus, dass ihr so gut miteinander arbeiten könnt?

Metti: «Der Faktor Mensch. Wir verstehen uns sehr gut und verfolgen beide ähnliche Ziele. Der Rest kommt von allein.»

Arthur: «Unser Wunsch, erfolgreich zu sein, und, da wir beide aus dem Vorsorgebereich kommen, unsere Vertriebsseite.»


Metti Badawi, Zürich
Metti kommt 2016 als Vorsorgeexperte von der SwissLife zu MoneyPark. Seit 2018 leitet er die Vorsorgeabteilung für die Deutschschweiz. Aktuell erlebt er MoneyPark nicht nur als Mitarbeiter, sondern auch als Kunde: Mit Unterstützung seiner Hypo-Kollegen verwirklicht er sich seinen Traum vom eigenen Haus.

Prévision taux

Sinkende Kapitalmarktzinsen führen zu tieferen Durchschnitts-Hypothekarzinsen, Bandbreite bleibt aber riesig – Einschätzung Hypothekarzinsen Oktober 2020

Die Fallzahlen der Coronavirus-Infektionen steigen weiter. Trotzdem erholt sich der Konsum und die Lücke im BIP schrumpft. Sinkende Kapitalmarktzinsen führen zu tieferen Durchschnitts-Hypothekarzinsen, die Bandbreite bleibt aber riesig und die Zinsen auf Rekordtief. Die Signale aus allen grossen Währungsräumen deuten darauf hin, dass das für die nächsten Jahre so bleiben wird.

Makroökonomische Lage

Trotz steigender Fallzahlen erholt sich Konsum weiter

Die ansteigenden Coronavirus-Infektionen beunruhigen die Staaten rund um den Globus. In vielen Ländern Europas sind neue Einschränkungen in Diskussion oder wurden sogar schon (wieder) eingeführt, um sich gegen die zweite Welle zu stemmen. Unabhängig davon zeigen Echtzeitdaten in Europa, dass sich die Menschen trotzdem in ihren Wirtschaftsaktivitäten kaum zurückhalten und damit einen wesentlichen Beitrag zu einer schnelleren Wirtschaftserholung leisten. Dadurch konnte die entstandene BIP-Lücke in den letzten Wochen verkleinert werden. Das ist einerseits eine gute Nachricht. Andererseits kann diese Sorglosigkeit auch dazu führen, dass sich durch den vermehrten wirtschaftlichen Austausch die Pandemie wieder stärker ausbreitet. Die Gefahr einer «zweiten Welle» erhöht sich.

Kräftige Konjunkturerholung in der Schweiz

Der für die Schweizer Wirtschaft sehr bedeutende Privatkonsum (macht mehr als die Hälfte des Bruttoinlandproduktes aus) entwickelt sich in den letzten Wochen besonders erfreulich: Nicht nur im Dienstleistungssektor fällt die Erholung stark aus. Dass viele Schweizer ihre Ferien im Land verbrachten, wirkte sich in den Sommermonaten per Saldo positiv auf den Konsum aus.

Im Detailhandel zeigt sich sogar, dass der Branchenumsatz im Juli vier  Prozent über dem Wert des Vorjahres liegt. Erklärt wird das mit Nachholkäufen, welche Privathaushalte aufgrund ihrer Einsparungen im Lockdown (gemäss einer Schätzung im Umfang von über acht Milliarden Franken) nun teilweise tätigen.

Bis jetzt gibt es also kaum Anzeichen, dass die Schweizer beim Geldausgeben zurückhaltender geworden wären. Auch das steigende Infektionsrisiko scheint sich nicht negativ auszuwirken. Selbst die Einführung der Maskenpflicht in den Läden, wie z.B. im Kanton Zürich, zeigt (bisher) keine Eindämmung der Konsumlust.

…aber es wird ein harter und unsicherer Weg zurück

Trotz diesem stärker als erwartet ausgefallenen wirtschaftlichen Aufschwung bleibt die Situation sehr fragil. Auf die kalte Jahreszeit hin dürfte die wirtschaftliche Lage wieder ungemütlicher werden. Womöglich werden sich die Menschen wieder stärker zurückhalten, wenn die Fallzahlen hochschnellen. Zudem könnte die Politik wieder einschneidende Beschränkungen des Alltags- und Wirtschaftslebens ins Auge fassen. Dabei dürfte feststehen, dass die wirtschaftlichen Kosten eines zweiten totalen Lockdowns kaum verkraftbar wären. Eine solche Situation muss mit allen Mitteln vermieden werden.

Der zweite Teil des Aufschwungs wird daher weit mehr Kraft und auch Geduld in Anspruch nehmen und ist von vielen Unsicherheiten geprägt. 

Zinsen verbleiben über Jahre auf Extrem-Tiefstwerten

In allen grossen Währungsräumen verfolgen die Notenbanken eine Politik des extrem billigen Geldes. Damit hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) keine andere Wahl, als ebenfalls eine ultraexpansive Geldpolitik  beizubehalten. Tut sie das nicht, würde sich der Franken stark aufwerten, die exportorientierte Wirtschaft würde abgewürgt und die Preise der Einfuhren würden massiv sinken. Dies würde die Preisstabilität stark gefährden.

Aufgrund der neusten Signale aus den USA und der EU muss damit gerechnet werden, dass das Zinsniveau über Jahre auf dem derzeitigen Extremtief verharren wird.

Hohe wirtschaftliche Risiken

Die gegenwärtige Geldpolitik reicht deshalb möglicherweise nicht aus, um die finanziellen und politischen Risiken abzuwehren, die der nachhaltigen Erholung der Weltwirtschaft entgegenstehen. Die Verschlechterung der Infektionslage in Europa, politische Ereignisse wie der Brexit und die Wahlen in den USA oder auch die Spannungen zwischen China und den USA deuten auf eine eher düstere Entwicklung hin.

Entwicklung der Zinssätze

Kapitalmarktzinsen sinken im September

Die Kapitalmarktzinsen sind seit Ende August über alle Laufzeiten hinweg gesunken. Der Swap-Satz für 10 Jahre steht per 29. September 2020 bei -0.33 Prozent, ganze 10 Basispunkte niedriger als im Vormonat. Die fünfjährige Laufzeit ist ebenfalls um acht Basispunkte auf -0.59 Prozent gesunken.

Auch Richtsätze für Festhypotheken sinken

Die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen (Richtsatz genannt, oft auch Schaufenstersatz) sanken im September analog zur Entwicklung der Kapitalmarktzinsen, beziehungsweise leicht geringer. Die Anbieter haben also ihre günstigeren Refinanzierungskosten an die Hypothekarnehmer weitergegeben.

MoneyPark Top-Satz für 10 Jahre bei 0.67 Prozent

Insgesamt sinken sowohl die Swap-Sätze wie auch die Schaufensterpreise. Die Bandbreite zwischen den verschiedenen Anbietern hat sich ebenfalls bei allen Laufzeiten verringert. Das bedeutet, dass die Richtpreise enger zusammengerückt sind. Allerdings ist der Range mit immer noch rund 50 Basispunkten weiterhin riesig und auch deutlich grösser als beispielsweise im Juni dieses Jahres.

 

Zinsprognose

Tiefe Hypothekarzinsen scheinen über Jahre gesichert

Vor allem zwei sehr starke Argumente sprechen über die nächsten Monate bzw. gar Jahre für ein Hypothekarzinsniveau auf dem derzeitigen ultratiefen Niveau: Erstens ist die Attraktivität der Anlageklasse Hypotheken für neue institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Anlagestiftungen als Substitut zu Anlagen in erstklassige Anleihen aufgrund der besseren Rendite weiterhin sehr hoch. Diese Situation dürfte den Konkurrenzkampf verstärken und das Zinsniveau, insbesondere für stark nachgefragte Laufzeiten ab zehn Jahren, drücken. Zweitens sind die grossen Notenbanken in den nächsten Jahren gezwungen, bei ihrer ultraexpansiven Geldpolitik zu bleiben und werden deshalb kaum Leitzinserhöhungen entscheiden.

Das Zinsniveau am Kapitalmarkt kann allerdings aufgrund der zweiten Corona-Welle in den nächsten Wochen volatil sein. Solange die wirtschaftlichen Einschränkungen nicht zu gross werden, ist es aber auch möglich, dass die Schwankungen nur minim ausfallen. Wir gehen in den nächsten Wochen von einem weiterhin seitwärts tendierenden Hypothekar-Zinsniveau mit leicht tieferen Durchschnittszinssätzen aus.

Vergleichen und verhandeln bleiben wichtig

Weiterhin bleibt es unabdingbar, mehrere Offerten für eine Hypothekarfinanzierung einzuholen. Auch die Aushandlung der Konditionen durch einen Marktspezialisten kann schnell mehrere Tausend Franken Einsparnis pro Jahr bringen. Zudem gilt es auch, allfällige Marktopportunitäten aufgrund sinkender Kapitalmarktsätze oder  Sonderaktionen von Anbietern gezielt zu nutzen.

Empfehlung

  • Weiterhin deuten alle Anzeichen auf niedrige Hypothekarzinsen in den nächsten Wochen hin. Trotzdem kann eine gewisse Volatilität aufgrund der Unsicherheit über den weiteren Verkauf der Corona-Krise erwartet werden. Es empfiehlt sich daher, die Entwicklung der Hypothekarzinsen eng zu beobachten, um Sonderangebote oder  Opportunitäten zu erkennen.
  • Wer seine Hypothek verlängern muss, kann dies bis zu zwei Jahre vor Ablauf tun. Beginnen Sie also frühzeitig mit dem Vergleichen von Offerten – das Marktangebot ist da.
  • Berücksichtigen Sie bei der Offerteinholung nicht nur Banken, sondern auch Versicherungen oder alternative Kreditgeber wie Pensionskassen oder Anlagestiftungen. Unterschiedliche Anbieter offerieren unterschiedliche Vertragskonditionen und Zinssätze. Ein genauer Blick auf die Details lohnt sich!

Hier können Sie die Einschätzung Hypothekarzinsen Oktober 2020 als PDF downloaden.


«Wir möchten die Zusammenarbeit mit unseren Partnern verstärken»

MoneyPark hat soeben bekannt gegeben, sein Geschäftsfeld zu erweitern und neu auch Kundinnen und Kunden in allen Fragen rund um den Immobilienkauf, -besitz und -verkauf sowie wie anhin bei der Eigenheimfinanzierung und der Vorsorge zu beraten (für mehr Informationen: News). Was bedeutet das in strategischer Hinsicht – wird MoneyPark jetzt ein Makler? Stefan Heitmann, CEO und Gründer von MoneyPark, gibt Auskunft.

Stefan Heitmann, erklären Sie doch in drei Sätzen, weshalb Sie neue Dienstleistungen im Immobilienbereich anbieten.

MoneyPark möchte ein völlig neues, datenbasiertes Kundenerlebnis im Immobilienbereich schaffen und dadurch den Kauf und Verkauf von Immobilien vereinfachen. Täglich werden viele Wohnträume zerstört, weil zu wenig Kaufobjekte am Markt sind. Wir wollen mit dem neuen Angebot mehr Transparenz und dadurch mehr Bewegung in den Markt bringen, um noch mehr Wohnträume zu erfüllen.

Um diese Dienstleistungen zu erbringen, lancieren Sie unter anderem auch eine Immobilienplattform. Wie unterscheidet sich die Plattform von MoneyPark von bestehenden Plattformen?

Unsere Plattform bringt zwar Käufer und Verkäufer miteinander in Kontakt, aber sie liefert vor allem Informationen. Wir wollen, dass Käufer, Eigentümer und Verkäufer maximale Transparenz über ihre (Wunsch-)Immobilie erhalten. Eigentümer werden beispielsweise über die Wertentwicklung oder die Finanzierung ihres Eigentums informiert, und sie können diverse Finanzierungs-, Immobilien- und Mikrolokationsdaten, wie z.B. geplante oder laufende Bautätigkeiten in der Umgebung, einsehen. Indem wir modernste Technologie und unser Kerngeschäft, die Immobilienfinanzierung, miteinander verbinden, schaffen wir ein völlig neues Kundenerlebnis «Immobilie & Finanzierung», das den Markt transparenter und dadurch dynamischer macht. Es ist auch wichtig zu betonen, dass die Plattform zwar Kernstück unserer neuen Dienstleistung ist, aber eng mit der persönlichen Beratung durch unsere Hypothekar- und Immobilienexperten verbunden ist. Denn wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass der menschliche Faktor im Immobilienprozess eine wichtige Rolle spielt und immer spielen wird.

Steht MoneyPark beim Einstieg ins Immobiliengeschäft nicht in Konkurrenz zu seinen langjährigen Partnern, den Immobilienmaklern?

Die Entscheidung, unser Dienstleistungsangebot zu erweitern, entspringt der Nachfrage unserer eigenen Kunden und unserer festen Überzeugung, dass der Immobilienmarkt mehr Transparenz braucht. Wir möchten für Käufer, Eigentümer und Verkäufer gleichermassen der Partner sein, der maximale Transparenz mit maximaler Beratungskompetenz verbindet. Wir kopieren nicht die Tätigkeit eines klassischen Immobilienmaklers, sondern nutzen unser Know-how und unsere Daten, um den gesamten Kauf- und Verkaufsprozess transparenter und einfacher zu gestalten. Wir möchten damit den Markt nicht nur verändern, sondern auch vergrössern, in dem sich das Angebot an zum Verkauf stehenden Eigenheimen erhöht.

Wir laden unsere Immobilienpartner ein, die Zusammenarbeit mit uns weiterhin zu suchen und sogar noch zu verstärken. Denn wir werden innerhalb unserer eigenen Datenbank nicht immer die perfekten Käufer für unsere Verkäufer zur Verfügung haben. Und die Traum-Immobilie für einen unserer Käufer ist allenfalls ausserhalb unserer Verkäuferschaft zu finden. Wir werden also sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf weiter auch auf externe Partner setzen.

Wie wird MoneyPark seine Kunden finden, ohne direkt mit Immobilienmaklern zu konkurrieren?

In erster Linie werden wir unsere bei uns finanzierten Eigentümer begleiten, noch bevor sie aktiv den Verkauf planen und unterstützen sie dabei, wenn der Verkaufsentscheid gefallen ist. In einem ersten Schritt konzentrieren wir uns dabei auf unsere eigenen Kunden, und in Zukunft – natürlich einvernehmlich - auch auf Kunden unserer Partnerunternehmen.

Was wird sich in der Zusammenarbeit mit den Partnern ändern?

Wir wollen die Zusammenarbeit mit unseren Partnern nicht nur fortsetzen, sondern auch weiter ausbauen. Wir sind und bleiben offen für vertrauenswürdige und langfristig orientierte Partnerschaften. Der neue Geschäftsbereich bietet neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Partnern – sowohl durch technische Anbindungen und Mitnutzung von uns entwickelter digitaler Kundenservices, als auch durch vertriebliche Kooperation, wie z.B. der Käuferbegleitung und -beratung für Immobilien unserer Partner. Was bereits vorhanden ist, ändert sich nicht: Unsere Datenbank mit qualifizierten Käufern bleibt weiterhin für unsere Partner zugänglich, ebenso wie unsere anderen Möglichkeiten zur Beschleunigung von Verkaufsprozessen, wie z.B. die Finanzsimulationen, die dem Käufer bei der Vorausplanung helfen.

Plant MoneyPark, den Markt auch mit aggressiven Preisen zu revolutionieren?

Nein, wir sind sicherlich flexibler als klassische Makler, aber unsere Provisionen für die Begleitung eines Verkaufs liegen in der Grössenordnung der auf dem Markt üblichen Provisionen, d.h. der Provisionen für eine «traditionelle» Maklertätigkeit. Wir bleiben damit auch unserem im Hypothekargeschäft erfolgreich etablierten honorarbasierten Beratungsangebot treu. Kompetenz hat ihren Preis und das MoneyPark Angebot ist an Kompetenz und Transparenz sicherlich marktführend und standardsetzend. Tatsächlich ist es der Umfang unseres Dienstleistungsangebots, das den Unterschied ausmacht: Wir machen unseren Kunden ein umfassendes, kompetenz- und qualitätsgestütztes Beratungs- und Servicesangebot rund um die Immobilie, von der Suche, über die Finanzierung inklusive Vorsorge und Steuern, das Eigentum bis zum Verkauf.


MoneyPark schafft mehr Transparenz im Schweizer Immobilienmarkt und revolutioniert das Kundenerlebnis Eigenheim

Neues aus dem Hause MoneyPark: Wir erweitern unsere Geschäftstätigkeit und beraten Kundinnen und Kunden ab sofort auch in allen Fragen rund um den Immobilienkauf, -besitz sowie -verkauf und wie bis anhin bei der Eigenheimfinanzierung und der Vorsorge. In Kürze haben Kunden über eine neue Plattform Zugang auf umfassende Daten rund um das gesuchte oder ihr bereits erworbenes Eigenheim. In Kombination mit persönlicher Beratung durch Immobilienexperten vor Ort schafft die Plattform für Suchende, Käufer, Eigentümer sowie Verkäufer ein einzigartiges digital-hybrides Kundenerlebnis. Dank mehr Transparenz und einfacherem Zugang zu Immobiliendienstleistungen soll mehr Bewegung in den seit Jahrzehnten statischen und noch wenig innovativen Schweizer Immobilienmarkt gebracht und dadurch mehr Kundinnen und Kunden der Traum vom Eigenheim erfüllt werden.

Als FinTech haben wir bereits die Eigenheimfinanzierung mit der Kombination aus persönlicher Beratung und innovativer Technologie auf ein neues Transparenzniveau gehoben. Die Ausweitung des Dienstleistungsangebotes entlang der gesamten Immobilien-Wertschöpfungskette ist Resultat der konsequenten Verfolgung unserer Vision. «Wir haben MoneyPark 2012 mit dem Ziel gegründet, den Hypothekarmarkt für jedermann zugänglicher und transparenter zu gestalten. Hier möchten wir nicht stehenbleiben. Unsere Kunden verlangen zurecht auch mehr Transparenz im Immobilienmarkt Schweiz», sagt Stefan Heitmann, CEO und Gründer von MoneyPark. Denn täglich werden Wohnträume zerstört, weil zu wenig Kaufobjekte am Markt sind oder Eigentümer Geld und Zeit verschenken, weil das Finden qualifizierter Käufer und der Verkauf einer Immobilie anspruchsvoll sind. «Als führender unabhängiger Hypothekar- und Immobilienspezialist der Schweiz können und wollen wir dabei nicht einfach zuschauen. Durch Technologie und persönliche Beratung möchten wir den Kauf- und Verkaufsprozess vereinfachen und so mehr Bewegung in den Immobilienmarkt bringen», so Stefan Heitmann.

Einzigartiges Kundenerlebnis für Immobilien aus einer Hand

Bei MoneyPark bieten wir dafür neu datengetriebene Technologie und persönliche Beratung nicht nur für die Finanzierung einer Immobilie an, sondern helfen bereits bei der Suche nach dem passenden Objekt, ermöglichen Eigentümern den Zugang zu mehr Informationen während der gesamten Eigentumsphase und unterstützen bei einem konkreten Verkaufswunsch sowie allfälliger Neuobjekte im Anschluss. Ein neues, schweizweites Team von Immobilienexperten arbeitet dabei Hand in Hand mit den MoneyPark Hypothekarprofis in den Filialen unseres Unternehmens. Dieses Team berät Kundinnen und Kunden in allen Immobilien-Belangen ergänzend zum individuellen technologischen Angebot persönlich. Im Kern des Angebots stehen innovative, datenbasierte Immobilienanalyse- und Bewertungstools, welche unsere Kundinnen und Kunden auf einer neuen, personalisierten Immobilienplattform aufrufen können. «Die Kombination von Daten-Technologie und unabhängigen Hypothekar- und Immobilienexperten, die unsere Kunden bei jedem Schritt unterstützen, ist einmalig am Schweizer Markt. Die auf der Plattform zugänglichen Daten schaffen ein transparentes Kundenerlebnis mit nie dagewesener Informationsdichte und helfen, Kauf- und Verkaufsentscheide leichter zu fällen und einfacher umzusetzen», erklärt Stefan Heitmann.

Innovative digitale Plattform bringt Käufer und Verkäufer zusammen

Die neu entwickelte Plattform gleicht die Suchkriterien von tausenden von Kundinnen und Kunden mit am Markt und im eigenen Kundenbestand verfügbaren Immobilien ab. Sind die Kunden bereits im Besitz eines Eigenheims, erhalten sie u.a. neu die Möglichkeit, auf der Plattform die Wertentwicklung ihrer Immobilie mitzuverfolgen. Ausserdem können sie diverse Finanzierungs-, Immobilien- und Mikrolokationsdaten, wie z.B. geplante oder laufende Bautätigkeiten in der Umgebung, einsehen. Potenziellen Verkäufern zeigt die Plattform beispielsweise auf, wie viele finanziell qualifizierte Käufer sich für ihre Immobilie aktuell interessieren. In einer ersten Phase steht die Plattform exklusiv nur Kundinnen und Kunden von MoneyPark zur Verfügung, bevor attraktive digitalen Services und Dienstleistungen perspektivisch auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Sind Sie bereits MoneyPark-Kunde und wünschen Zugang zur Plattform? In Kürze stehen Ihnen die neuen Dienstleistungen im Kundenbereich zur Verfügung. Nutzen Sie dazu Ihr bisheriges Login oder kontaktieren Sie Ihren Kundenberater oder Ihre Kundenberaterin.

Möchten Sie mehr über die Dienstleistungen von MoneyPark erfahren? Dann setzen Sie sich via E-Mail an Immobilienberatung@moneypark.ch mit uns in Verbindung – wir freuen uns auf Sie!

 

Prévision taux

Verstärkte Wettbewerbssituation bringt Hyponehmern günstigere Konditionen – Einschätzung Hypothekarzinsen September 2020

Die zweite Welle der Corona-Pandemie rollt über den gesamten Globus. Dies führt zu einer Verschärfung der Welthandelskrise und belastet die Weltwirtschaft schwerwiegend. Die Schweiz steht mit einem Rückgang des BIPs im 2. Quartal 2020 von 8.2 Prozent zwar besser da als die umliegenden Länder, aber diese klaffende Lücke dürfte über Jahre kaum aufzuholen sein. Während sich die Swap-Sätze im August über alle Laufzeiten hinweg erhöhten, sind die Richtsätze für Festhypotheken jedoch mehrheitlich stabil geblieben. Dies deutet auf eine Margenverengung aufgrund einer sich verschärfenden Konkurrenzsituation unter den Hypothekaranbietern hin. 

Makroökonomische Lage

Zweite Covid-19-Welle auf dem Vormarsch

Die Spannungen zwischen den beiden Weltmächten USA und China haben sich in den Wirren der Corona-Epidemie massiv erhöht, was die Welthandelskrise in den letzten Wochen weiter verschärft hat.

Derweil breitet sich die Covid-19-Pandemie in Form einer zweiten Welle wieder stark aus. Neue Tageshöchststände an Neuinfektionen sowie verschärfte Massnahmen und Reisebeschränkungen sind das beunruhigende Resultat daraus.

Wirtschaftliche Erholung zwar schneller als erwartet…

Aktuelle Daten zeigen erfreulicherweise, dass die wirtschaftliche Erholung in den umliegenden europäischen Ländern und in der Schweiz stärker als erwartet vorankommt. Dies deutet darauf hin, dass das Jahr 2020 wirtschaftlich womöglich doch nicht so katastrophal wie befürchtet ausfällt. Die neusten Prognosen gehen davon aus, dass die Schrumpfung der Schweizer Wirtschaft im 2020 auf 4 bis 6 Prozent und nicht mehr, wie befürchtet, auf über 8 Prozent zu liegen kommt. Auch wenn die Schweiz mit der Schrumpfung des BIP im zweiten Quartal 2020 besser als die meisten Nachbarländer dasteht, ist diese Einbusse ein noch nie dagewesener Rückschlag.

Die Rücknahmen von Beschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens haben sich bisher positiv auf die Wirtschaftsleistung ausgewirkt. Die Frage bleibt jedoch, welche Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden müssen, um die zweite Welle zu bekämpfen.

…aber BIP-Lücke ist massiv

Trotz den Erholungstendenzen ist die Wirtschaft noch weit von ihrem vollen Potential entfernt. Die Unterauslastung ist weiterhin beträchtlich. Die prognostizierte BIP-Lücke zum Vorjahr ist ein enormer Gap, der laut Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) wohl noch über viele Monate nicht geschlossen werden kann. Es drohen Stellenabbau, vermehrte Konkurse und in der Folge ansteigende Arbeitslosenzahlen und schmerzhafte Investitionsverzichte.  

Entwicklung der Zinssätze

Kapitalmarktzinsen steigen im August an

Die Kapitalmarktzinsen haben sich seit Ende Juli über alle Laufzeiten hinweg erhöht – je länger die Laufzeit, desto stärker die Erhöhung. Der Swap-Satz für 10 Jahre steht per 31. August 2020 bei -0.22 Prozent, ganze 15 Basispunkte höher als im Vormonat. Die fünfjährige Laufzeit ist ebenfalls um sieben Basispunkte auf -0.50 Prozent gestiegen.

Richtsätze für Festhypotheken blieben stabil

Die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen (Richtsatz genannt, oft auch Schaufenstersatz) hingegen blieben im August mehrheitlich stabil. Lediglich die zehnjährige Festhypothek liegt mit 1.21 Prozent vier Basispunkte höher als per Ende Juli 2020. Ein Anstieg der Kapitalmarktsätze bei praktisch gleichbleibenden Richtsätzen bedeutet in der Regel eine Einengung der Marge der Hypothekargeber. Dies dürfte das Resultat vergrösserter Konkurrenz auf dem Hypothekarmarkt sein. Einige Anbieter, die aufgrund der Corona-Krise ihre Hypothekarvergabe gestoppt oder temporär reduziert haben, sind nun wieder an den Markt zurückgekehrt.

[caption id="attachment_19249" align="alignnone" width="749"] Datengrundlage: Richtsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen im Durchschnitt. Stand: 31.08.2020[/caption]

MoneyPark Top-Satz für 10 Jahre bei 0.59 Prozent

Dieser wieder grössere Konkurrenzkampf unter den Hypothekaranbietern lässt sich auch gut an der Differenz zwischen dem Richtsatz und dem Top-Satz ablesen: Ende Juli vergrösserte sich diese Bandbreite aufgrund eines Wiedereinstiegs eines Anbieters enorm. Der aktuell günstigste Hypothekaranbieter im MoneyPark-Universum, eine Anlagestiftung, offeriert seine zehnjährige Festhypothek zu 0.59 Prozent – das ist nur knapp die Hälfte des Richtsatzes für dieselbe Laufzeit.

Zinsprognose

Ein Anstieg der Hypothekarzinsen ist in weiter Ferne

Der von uns prognostizierte, verstärkte Konkurrenzkampf unter den Hypothekaranbietern lässt sich nun beobachten. Viele alternative Kapitalgeber, wie auch Banken und Versicherungen, haben ihre Zinsangebote gesenkt und möchten ihre Marktanteile wieder erhöhen. Dies führt zu (noch) attraktiveren Zinsen für die Hypothekarnehmer.

Wir sind überzeugt, dass sich die Zinssituation in den nächsten Monaten nicht im grossen Stil verändern wird. Ein schnell steigendes Zinsniveau können sich die durch Corona verstärkt verschuldeten Staaten nicht leisten. Ausserdem bleibt die Schweizerische Nationalbank in ihrer Zinspolitik abhängig von der Europäischen Zentralbank. Wir gehen von einem weiterhin seitwärts tendierenden Zinsniveau mit kurzfristigen, krisenbedingten Ausschlägen nach oben und unten aus.

[caption id="attachment_19223" align="alignnone" width="748"] Datengrundlage: Richtsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen im Durchschnitt. Stand: 31.08.2020[/caption]

Vergleichen und verhandeln bleibt wichtig

Weiterhin bleibt es unabdingbar, mehrere Offerten für eine Hypothekarfinanzierung einzuholen. Auch die Aushandlung der Konditionen durch einen Marktspezialisten kann schnell mehrere Tausend Franken Einsparnis pro Jahr bringen. Zudem gilt es auch, allfällige Marktopportunitäten aufgrund sinkender Kapitalmarktsätze oder Sonderaktionen von Anbietern gezielt zu nutzen.

Empfehlungen

  • Nach Rückkehr einiger Hypothekaranbieter, die ihr Angebot während der Corona-Krise temporär eingestellt haben, spielt der Markt nun wieder zugunsten der Hypothekarnehmer.
  • Berücksichtigen Sie daher bei der Offerteinholung nicht nur Banken, sondern auch Versicherungen oder alternative Kreditgeber wie Pensionskassen oder Anlagestiftungen. Unterschiedliche Anbieter offerieren unterschiedliche Vertragskonditionen und Zinssätze. Ein genauer Blick auf die Details lohnt sich!

Hier können Sie die Einschätzung Hypothekarzinsen September 2020 als PDF downloaden.


Berechnung Abschlag

Bis zu 40 Basispunkte Zinsabschlag bei Hypotheken

Die Risikofaktoren sind ein zentrales Element bei der Preisfestlegung einer Hypothek. Ein hoher Eigenfinanzierungsgrad bringt dem Hypothekarnehmer mehr Auswahl und einen Zinsabschlag, während beispielsweise eine hohe Tragbarkeit die Hypothek verteuert. Wichtig ist deshalb, sich mit der eigenen finanziellen Lage auseinanderzusetzen und die angebotenen Schaufensterpreise immer nur als Anhaltspunkte zu verstehen. Denn wer vergleicht, stellt schnell fest, dass es deutlich günstigere Angebote gibt, als es die Richtzinsen vermuten liessen.

Hypothekarnehmerinnen und Hypothekarnehmer haben es schwer, sich bei der Finanzierung des Eigenheims einen Überblick über die verschiedenen Angebote zu verschaffen. Die Bandbreite der in der Werbung angepriesenen Hypothekarzinsen – sogenannte «Schaufensterpreise» – der Schweizer Anbieter ist gross: Bei langen Laufzeiten von beispielsweise 10 Jahren liegt die Differenz zwischen den günstigsten und den teuersten Finanzinstituten bei über einem Prozent (Stand Q2 2020: 1,06 Prozent). Bei einem Kreditvolumen von 800‘000 Franken macht das einen Kostenunterschied von 8’480 Franken pro Jahr! Oder anders gesagt ist der teuerste Anbieter rund zweieinhalbmal so teuer wie der günstigste.

Vergleichen von verschiedenen Anbietern ist ein Muss
Wer die so genannten Schaufensterpreise (auch Richtzinssatz genannt) vergleicht, ist auf dem richtigen Weg. Allerdings gilt es zu beachten, dass diese oft wenig mit den effektiven Preisen zu tun haben, weil sie die sogenannten Risikofaktoren nicht berücksichtigen. In der Deutschschweiz wird eher versucht mit einem tiefen Preis für gute Risiken auf Kundenfang zu gehen, während in der Westschweiz häufig höhere Preise publiziert werden und dann im Gespräch Abschläge angeboten werden. Dieses «Spiel» ohne klare Regeln macht die Verhandlung für den Hypothekarnehmer schwierig. Kommt hinzu, dass einige Institute, insbesondere Banken, Preise nur auf Anfrage bekannt geben und so das Vergleichen zusätzlich erschweren. Wer Offerten für seine Hypothek bei verschiedenen Anbietergruppen wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen einholt, stellt schnell fest, dass es häufig auf Anhieb deutlich günstigere Angebote gibt, als es die Richtzinsen vermuten liessen. Grund dafür sind die sogenannten Abschläge, welchen eine Reihe sogenannter Risikofaktoren zugrunde liegen, die zu kundenindividuellen Zinssätzen führen. Gegenüber Kundinnen und Kunden werden diese Risikofaktoren von kaum einem Anbieter transparent ausgewiesen. Bei der Anbietergruppe der alternativen Kapitalgeber wie Pensionskassen herrscht die grösste Transparenz. Ihre Schaufensterpreise liegen am nächsten bei den effektiven Preisen und beinhalten nur vereinzelte kundenindividuelle Auf- bzw. Abschläge.

Risikofaktoren und Gewinnmarge können beeinflusst werden
Wer versteht, wie sich der Preis einer Hypothek zusammensetzt und welche Faktoren zu Auf- und Abschlägen führen, kann geschickter verhandeln. Grundsätzlich besteht der Preis einer Hypothek aus den Refinanzierungskosten, den Verwaltungskosten, dem Risikozuschlag und der Gewinnmarge. Die beiden letzteren lassen sich vom Hypothekarnehmer beeinflussen.

Vergibt das Finanzierungsinstitut einem Eigenheimbesitzer eine Hypothek, geht es damit das Risiko ein, dass der Hypothekarnehmer beispielsweise aufgrund von Arbeitslosigkeit die Zinsen nicht mehr bezahlen kann. Das Finanzierungsinstitut trägt also das Ausfallrisiko des Hypothekarnehmers und verlangt für die gewährte Sicherheit Geld in Form eines Risikozuschlages. Auch kann sich der Wert der Immobilie verändern. Sei es beispielsweise durch Bautätigkeiten im unmittelbaren Umfeld, nicht sichtbare Schäden, eine Umzonung oder einen regionalen Nachfrageeinbruch.
Nebst der Deckung der Kosten und einer Entschädigung für das eingegangene Risiko möchte der Anbieter auch noch etwas verdienen. Der tatsächliche Preis abzüglich der Kosten gibt also die Gewinnmarge. Sie wird beeinflusst von der Anlagestrategie mit entsprechenden Margen- und Volumenzielen. So kann es sein, dass ein Finanzierungsinstitut in einem bestimmten Marktgebiet Marktanteile gewinnen will und entsprechend bereit ist, die Marge zu senken.

Zinsabschlag von bis zu 40 Basispunkten (0,4 Prozent) möglich
Die Höhe der Belehnung und die Tragbarkeit bilden die beiden wichtigsten «Risikofaktoren» zur Preisfestlegung einer Hypothek. Je höher die Belehnung ist, desto grösser wird das Risiko für das Finanzierungsinstitut. Im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Hypothekarnehmers oder einem Wertverlust der Immobilie werden immer zuerst die Eigenmittel des Hypothekarnehmers als Sicherheit beigezogen. Je mehr davon vorhanden sind, desto kleiner ist die Belehnung und desto geringer das Risiko, dass das Finanzierungsinstitut einspringen muss. Deshalb kennen praktisch alle Anbieter Abschläge für eine tiefe Belehnung, sprich einem Wert von weniger als 67 Prozent Fremdkapital. Der Zinsabschlag dafür bewegt sich im Rahmen von 5 bis 15 Basispunkten (bps).

Die Tragbarkeit bildet den zweiten zentralen «Risikofaktor» der Preisfestlegung. Je höher die Tragbarkeit eines Kunden ausfällt, desto höher ist seine finanzielle Belastung, was ein höheres Ausfallrisiko mit sich bringt. Als Standardwert gilt, dass maximal ein Drittel des Haushaltseinkommens fürs Wohnen aufgebracht werden darf. In der Praxis gibt es bei der Tragbarkeitsberechnung grosse Unterschiede, weshalb sich die Abschläge der verschiedenen Anbieter kaum miteinander vergleichen lassen. Einige Anbieter bilden auf Basis der Tragbarkeit und weiteren Faktoren wie Belehnung und Objektzustand ein eigenes Rating, das dann zu einem entsprechenden Zinsabschlag führt. Grundsätzlich kann man sagen, dass es bei Tragbarkeiten unter 30 Prozent rund 3 bis 5 bps Abschlag geben kann und bei einer Tragbarkeit unter 25 Prozent sogar in der Grössenordnung von 5 bis 10 bps. Umgekehrt ist bei einer erhöhten Tragbarkeit (>33 Prozent) mit einem Zuschlag zu rechnen.

Angegeben ist die Bandbreite der Abschläge, in welcher sich die meisten von den über 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen befinden. Hinweis: Anbieter, welche keine Abschläge aufweisen, einen Pauschalabschlag offerieren oder die Risikofaktoren nicht separat ausweisen, wurden bei der Auswertung nicht berücksichtigt. Anbieter, welche nur einzelne Abschläge gewähren, wurden hingegen einbezogen.

Gerade Versicherungen aber auch Banken kennen Abschläge, wenn der Kunde neben der Hypothek auch weitere Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch nimmt. Hier lohnt es sich als Kunde nachzufragen. Bei Versicherungen sind Abschläge im Rahmen von 10 bps für Sach- und/oder Lebensversicherungen möglich. Bei Banken wird oft ein Asset-Transfer belohnt. Dieser reicht je nach Summe von 5 bis zu 15 bps, wobei für 15 bps mindestens eine Million Franken transferiert werden muss.

Die Höhe der Hypothek kann bei einem grossen Volumen ebenfalls zu einem Zinsabschlag führen, auch wenn ein Kunde mehrere Hypotheken beim gleichen Anbieter besitzt. Gängige Schwellen sind Volumen über CHF 750'000 oder über CHF 1 Mio. und ein dazugehöriger Abschlag um 5 bps. Das Finanzierungsinstitut profitiert bei höheren Hypothekarvolumen von gleichbleibenden Verwaltungskosten und erzielt damit einen höheren Ertrag.

Aufgepasst auf Aufschläge
Umgekehrt können eine Belehnung über 80 Prozent, eine Tragbarkeit über 33 Prozent oder ein Hypothekarvolumen unter CHF 100'000 zu Aufschlägen führen. Geläufig sind auch Preisaufschläge für weit im Voraus fixierte Zinsen. Wer mit steigenden Zinsen rechnet, kann den Zinssatz für eine zukünftige Hypothek bis zu 24 Monate vorab absichern. Man spricht dabei von einer Forward-Hypothek (auch Termin-Hypothek), welche normalerweise einen Aufschlag enthält. Im derzeitigen Negativzinsumfeld sind viele Anbieter bereit, den Zinssatz bis zu 12 Monate oder auch länger im Voraus kostenlos zu fixieren. Darüber hinaus steigt der Aufschlag mit zunehmender Vorlaufszeit.

Tipps für Hypothekarnehmer

  1. Eigene finanzielle Lage beurteilen und mehrere Offerten einholen

Nutzen Sie im Internet verfügbare Tragbarkeits- und Belehnungsrechner, um sich bereits vor dem ersten Beratungsgespräch über die eigenen finanziellen Rahmenbedingungen zu informieren. Mit einer Tragbarkeit unter 30 Prozent und/oder einer Belehnung unter 67 Prozent profitieren Sie von einer grossen Auswahl an Anbietern und haben sehr gute Chancen auf günstige Konditionen, sofern Sie Offerten bei verschiedenen Anbietern einholen.

  1. Belehnung mittels Verpfändung/Bezug von Vorsorgegeldern senken

Wer seine Immobilie über 67 Prozent belehnt hat, sollte prüfen, ob er mit dem Bezug oder besser der Verpfändung von Vorsorgegeldern aus der Pensionskasse oder der Säule 3A unter 67 Prozent kommt. Damit profitiert man von einer breiten Auswahl an Anbietern und einem niedrigeren Zinssatz. Steigen die Immobilienpreise weiter, kann es gut sein, dass sich die Verpfändung nach ein paar Jahren automatisch erübrigt, weil die Belehnung mit steigendem Preis sinkt.

  1. Achtung bei Hypo-Splitting

Eine Staffelung der Festhypothekartranchen macht – völlig unabhängig vom Zinsumfeld – kaum je Sinn. Hypothekarkunden geben sich dadurch in eine denkbar schlechte Verhandlungsposition, wenn die erste Tranche verlängert werden muss. Da praktisch kein Anbieter einen Rangrücktritt akzeptiert, sind sie für die Verlängerung an das bisherige Institut gebunden. Kommt hinzu, dass kein Finanzierungsinstitut am Schweizer Markt zu jedem Zeitpunkt und für jede Laufzeit die attraktivsten Konditionen stellt. Also Finger weg von Splitting, es sei denn, Sie erwarten beispielsweise eine (Vor-)Erbschaft und möchten damit die fällige Tranche zurückzahlen.

 

Die vollständige Analyse können Sie hier nachlesen.


Die SARON-Hypotheken kommen

Eine Analyse der wichtigsten Hypotheken-Anbieter zeigt, dass bisher erst rund zehn Finanzinstitute eine SARON-Hypothek am Markt lanciert haben. Bislang nutzen nur vereinzelte Anbieter die Einführung des SARON für Produktinnovationen, während die meisten die Rahmenbedingungen ihrer auslaufenden LIBOR-Hypotheken übernehmen. In Zeiten von rekordtiefen Zinsen bei Festhypotheken dürfte dies nicht reichen, um den Rückgang der Geldmarkt-Hypotheken zu stoppen.

Nachdem die Glarner Kantonalbank als erste Schweizer Bank anfangs 2020 ihre SARON-Hypothek lanciert hat, folgen nun allmählich weitere Finanzinstitute. Bislang sind es die beiden Grossbanken, die Raiffeisenbanken, fünf Kantonalbanken und eine Bank, welche SARON-Hypotheken anbieten oder demnächst lancieren, während Regionalbanken, Sparkassen, Versicherungen und Pensionskassen noch auf ein entsprechendes Angebot warten lassen. Die Hypothekarinstitute haben aber noch bis Ende 2021 Zeit, die Umstellung zu vollziehen.

Meist alter Wein in neuen Schläuchen

Bei den meisten Anbietern von SARON-Hypotheken sieht man eine Kopie der «alten» LIBOR-Welt. Die Flexibilität des Hypothekarnehmers für einen Anbieterwechsel oder eine Amortisation wird durch einen mehrjährigen Rahmenvertrag von bis zu sechs Jahren eingeschränkt. Was vor über zehn Jahren bei LIBOR-Hypotheken eingeführt wurde, bleibt auch bei SARON-Hypotheken bestehen und nimmt dem neuen Produkt sehr viel Flexibilität. Auch die Preise bewegen sich nicht und so sind heute die günstigsten mittel- und langfristigen Festhypotheken mit bis zu zwölf Jahren Laufzeit gleich günstig wie Geldmarkt-Hypotheken. Zudem locken Festhypotheken mit weiterem Senkungspotenzial, während Geldmarkt-Hypotheken aufgrund des höheren Aufwandes für den Anbieter preislich den Boden erreicht haben dürften. «In Anbetracht von anhaltend sehr günstigen und immer flexibleren Festhypotheken sehe und erwarte ich keine stark steigende Kundennachfrage nach diesem Hypothekartyp», sagt Stefan Heitmann, Gründer und CEO von MoneyPark.

Vereinzelte Institute verzichten auf Rahmenlaufzeit und erhöhen damit die Flexibilität für den Hypothekarnehmer

Zur Steigerung der Attraktivität werden zwar vereinzelt SARON-Hypotheken ohne feste Vertragslaufzeit angeboten. Mit sechsmonatiger oder gar nur einmonatiger Kündigungsfrist bringen diese Anpassungen die einstige Flexibilität zurück. Diese Flexibilität wird aber in der Regel mit einer etwas höheren Marge bezahlt. «Damit wird womöglich ein erster Schritt in Richtung Ablösung der variablen Hypothek gemacht», schätzt Stefan Heitmann die Produktinnovation ein. Letztere kostet deutlich über zwei Prozent, während man bei einer SARON-Hypothek aktuell nur die Marge bezahlt, welche teilweise deutlich unter einem Prozent liegt. Ebenso wird versucht, mit einem Mindesthypothekarvolumen von CHF 25’000 positiv aufzufallen oder die Kunden mit einer einmonatigen Zinsperiode zu überzeugen. Dies sind aber bislang Einzelfälle, während sich bereits wie beim LIBOR eine dreimonatige Zinsperiode und ein Mindestvolumen von CHF 100'000 als Standard abzeichnen.

Flexibilität kann sich auszahlen – aber nur in Einzelfällen

Wer mit dem Gedanken spielt, seine Immobilie zu verkaufen oder ein Erbe erwartet und seine Hypothek rasch amortisieren möchte, sollte die neuen SARON-Produkte genauer anschauen. Auch für eine Bau- oder Überbrückungsfinanzierung könnte sich eine SARON-Hypothek ohne oder mit einjähriger Vertragslaufzeit eignen. Wer sich aber langfristig einen tiefen Zinssatz sichern möchte, für den eignen sich nach wie vor langfristige Festhypotheken. Denn auch Festhypotheken ermöglichen immer öfters eine gewisse Flexibilität: Mittlerweile gibt es Anbieter (z.B. Pensionskassen), welche insbesondere bei Festhypotheken mit langen Laufzeiten einen sehr kostengünstigen oder gar einen Gratisausstieg bei Verkauf des Eigenheims bieten. Andere Anbieter bieten bei Abschluss einer Festhypothek eine Switch-Option, welche während der Laufzeit der Festhypothek jederzeit den Umstieg in eine länger laufende Festhypothek ermöglicht, sofern der neue Zinssatz höher ist. Ein sorgfältiger Vergleich verschiedenster Angebote auf dem Markt ist empfehlenswert, um die auf die persönliche Situation zugeschnittene, optimale Finanzierung zu finden.

Die vollständige Analyse zu den SARON-Hypotheken finden Sie hier.

 

Finanzierungs- und Immobilien Update: 80% der Hypotheken laufen mindestens 10 Jahre

Die Einfamilienhäuser-Preise sind in der Schweiz im 1. Halbjahr 2020 um 1.20 Prozent gestiegen. In der gleichen Zeitperiode haben sich 58 Prozent unserer Hypothekarnehmer für eine Finanzierung bei einer Bank entschieden. Dabei haben 80 Prozent eine Hypothek mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren abgeschlossen. Dies und mehr findet sich in der Publikation Finanzierungs- und Immobilien Update FIMU. 

Das Proptech-Unternehmen PriceHubble und der Hypothekar- und Immobilienspezialist MoneyPark ermöglichen mit dem Finanzierungs- und Immobilien Update FIMU eine regelmässige und effiziente Markteinschätzung. Dabei werden halbjährlich aktuelle Immobilienindizes nach Objekttyp und Regionen verschiedenen Marktdaten zum Finanzierungsmarkt gegenübergestellt.

Wahl des Hypothekarprodukts

Westschweizer mögen lange Laufzeiten

[caption id="attachment_18889" align="alignnone" width="733"] 01. Januar 2020 - 30. Juni 2020[/caption]

Im ersten Halbjahr 2020 wurden bei MoneyPark bereits 80 Prozent der Hypothekarvolumen als Festhypothek mit einer Laufzeit von 10 Jahren oder länger abgeschlossen. Vor allem die Westschweizer mögen langfristige Laufzeiten: Gut ein Drittel schloss eine Laufzeit von 11 oder mehr Jahren ab. Dies ist zwar eine Reduktion im Vergleich zum 2. Halbjahr 2019 (42 %), die aber zu einer Erhöhung der Quote der 10-jährigen Festhypothek führte (2.HJ 2019: 45 %).

Langfristige Hypotheken immer beliebter

Der Trend zu immer länger laufenden Festhypotheken verstärkt sich: Im ersten Halbjahr 2020 nahm der Anteil an Laufzeiten von 10 Jahren und länger weiter zu, während mittelfristige Laufzeiten unattraktiver wurden. Auch die Libor-Hypothek nimmt an Beliebtheit stetig ab – dies kann aber auch mit der baldigen Einstellung des Libors und der Umstellung auf die Saron-Hypothek zu tun haben.

Wahl des Hypothekaranbieters

Banken nach wie vor beliebteste Anbietergruppe

[caption id="attachment_18885" align="alignnone" width="766"] 01. Januar 2020 – 30. Juni 2020[/caption]

In der Schweiz werden noch immer 58 Prozent der von MoneyPark abgeschlossenen Hypotheken an eine Bank vermittelt. Der Anteil an Pensionskassen stieg – zumindest in der Deutschschweiz – von 19 Prozent (2. HJ 2019) auf 24 Prozent im 1. Halbjahr 2020. In der Westschweiz hingegen wurde im 1. Halbjahr 2020 noch vermehrt auf eine Versicherung oder eine Bank gesetzt.

Anteil alternativer Kreditgeber steigt

Die temporäre Schliessung einiger Pensionskassen aufgrund von Corona im 2. Quartal 2020 tat der steigenden Beliebtheit von Versicherungen und Pensionskassen über das gesamte 1. Halbjahr 2020 betrachtet keinen Abbruch. Im Vergleich zum 2. Halbjahr 2019 nahm der Anteil der Banken als Hypothekargeber gar um zwei Prozentpunkte ab.  

Massives Einsparpotenzial

Für Hypothekarnehmende lohnt es sich in jedem Fall, verschiedene Hypothekaranbieter miteinander zu vergleichen und mehrere Offerten einzuholen. Der durchschnittliche Richtsatz für eine zehnjährige Festhypothek lag im ersten Halbjahr 2020 bei 1.17 Prozent. Die effektiv abgeschlossenen Zinssätze nach Verhandlung ermöglichten unseren Kundinnen und Kunden in der Deutschschweiz eine Einsparung von bis zu 54 Basispunkten pro Jahr beim Abschluss einer Hypothek bei einer Pensionskasse. In der Westschweiz konnten beim Abschluss bei einer Pensionskasse bis zu 37 Basispunkte eingespart werden. Der regionale Unterschied resultiert daraus, dass nicht alle Hypothekargeber Finanzierungen für die gesamte Schweiz anbieten und teilweise regional konzentriert sind.

PriceHubble Immobilienpreisindizes

Preisanstieg trotz Corona

[caption id="attachment_18883" align="alignnone" width="2170"] Stand 30. Juni 2020 / 100 = 2013 / Vergleichsbasis 31. Dezember 2019[/caption]

Nach einem Preisrückgang für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser im Jahr 2019 sind die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2020 schweizweit um 0.90 Prozentpunkte, die Einfamilienhäuser gar um 1.20 Prozentpunkte gestiegen. Auch während dem Corona-betroffenen 2. Quartal erhöhten sich die Preise – jedoch wurde das Wachstum, v.a. bei den Einfamilienhäusern, etwas gebremst.

Preise für Einfamilienhäuser steigen schweizweit

[caption id="attachment_18879" align="alignnone" width="2162"] Stand 30. Juni 2020 / 100 = 2013 / Vergleichsbasis 31. Dezember 2019[/caption]

Die Preise für Einfamilienhäuser sind im 1. Halbjahr 2020 in der Deutschschweiz um 1.30 Prozentpunkte, in der Westschweiz um 1.10 Prozentpunkte angestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem auf das erste Quartal zurückzuführen (D-CH: +1 Prozentpunkt, W-CH: +0.80 Prozentpunkte), denn das Wachstum hat im 2. Quartal 2020 aufgrund von Corona wieder etwas nachgelassen.

Preise für Wohnungen entwickeln sich in der Deutsch- und Westschweiz unterschiedlich

[caption id="attachment_18881" align="alignnone" width="2174"] Stand 30. Juni 2020 / 100 = 2013 / Vergleichsbasis 31. Dezember 2019[/caption]

Die Preise für Eigentumswohnungen sind in der Deutschschweiz im 1. Halbjahr 2020 um 1.10 Prozentpunkte gestiegen – dies nach einem rückläufigen Trend in der letzten Betrachtungsperiode. Corona hatte auf den Wachstumskurs keinen grossen Einfluss, denn die Preise erhöhten sich im 1. und 2. Quartal gleichmässig. Die Eigentumswohnungen in der Westschweiz hingegen sind günstiger geworden und verzeichneten einen Rückgang von 0.10 Prozentpunkten.

Rendite und Amortisationsdauer für Wohnungen 

Mittlere Renditen in den Schweizer Gemeinden für Wohnungen variieren zwischen 2.13% und 4.27% (99%- und 1%-Quantile), was Amortisationsdauern zwischen 23 und 47 Jahren entspricht, wobei der Spitzenwert bei 4.82% (Gemeinde St. Niklaus) und der niedrigste Wert bei 1.60% (Gemeinde Rougemont) liegt.

Die mittlere Rendite über alle Gemeinden liegt bei 3.22%, ist also im ersten Halbjahr 2020 etwas gesunken (H2 2019: 3.36%). Auf Ebene der Kantone beobachten wir mit unter 2.72% die geringsten Renditen in Zug, Basel-Stadt und Nidwalden. Die höchsten Renditen sehen wir mit über 3.51% in den Kantonen Jura, Solothurn und Glarus.

Hier können Sie die Analyse als PDF downloaden: Finanzierungs- und Immobilien Update.


Hypothekarmarkt Schweiz: Stetiges Wachstum um drei Prozent

Der Schweizer Hypothekarmarkt gehört zu den grössten der Welt – und er wächst organisch Jahr für Jahr zwischen drei und fünf Prozent. Die MoneyPark-Hypomarktstudie untersucht, wie sich der Hypothekarmarkt 2019 entwickelte und welche Teilnehmer den Markt am meisten geprägt haben. Ausserdem findet sich eine Zusammenstellung des Schweizer Hypothekarmarktes und der Veränderung der Volumina und Marktanteile in den letzten fünf Jahren sowie einen Ausblick auf die erwarteten Entwicklungen im 2020.

Der Hypothekarmarkt 2019

Banken bleiben mit Abstand die grösste Anbietergruppe

Knapp 1'100 Milliarden Franken umfasste der Schweizer Hypothekarmarkt per Ende 2019. Den Löwenanteil daran stemmen noch immer die Banken: Sie beherrschen zusammen knapp 95 Prozent des Schweizer Hypothekarmarktes, wenn auch immer mehr aus nicht nur bankeigenen Vertriebskanälen generiert wird.

Die beiden Nicht-Banken-Anbietergruppen, «Versicherungen» und «Pensionskassen» decken zusammen geschätzt rund fünf Prozent des Marktes ab, verwalten also per Ende 2019 zusammen Hypotheken im Wert von rund 57.5 Milliarden Franken.

Umwälzungen im Markt dauern Jahre

Während das Volumen von Versicherern im Jahr 2019 abgenommen hat, sind Pensionskassen über dem Markt gewachsen. Trotzdem werden noch einige Jahre vergehen, bis der Anteil der Nicht-Banken am Gesamtmarkt signifikant steigt. Denn: Der Aufbau eines Hypothekarportfolios braucht seine Zeit und ist abhängig von alternativen Vertriebskanälen, vor allem Intermediären. Pro Jahr werden durchschnittlich nur rund 150 Milliarden Franken Hypotheken zur Verlängerung fällig, der restliche Betrag bleibt als Bestand in den Büchern der Hypothekargeber. Ausserdem verlängern rund 90 Prozent aller Hypothekarkunden trotz hoher potenzieller Zinsersparnis und einfacher Vergleichbarkeit des Hypothekarproduktes ihre Hypothek noch immer aus primären Bequemlichkeitserwägungen ohne Vergleichsofferten direkt bei ihrer Hausbank.

Der Schweizer Hypothekarmarkt – einer der grössten der Welt

Der gesamte Schweizer Hypothekarmarkt ist im Jahr 2019 um 32 Milliarden Franken oder 3.0 Prozent gewachsen. Gegenüber dem Vorjahr ist damit ein kleiner Rückgang zu verzeichnen (2018: + 34.6 Mia. / +3.4 %). Dabei ist das Wachstum vor allem auf steigende Immobilienpreise zurückzuführen, denn die Wohneigentumsquote in der Schweiz stagniert seit Jahren auf tiefen rund 40 Prozent. Damit ist der Schweizer Hypothekarmarkt einer der grössten der Welt. Die ausstehenden Hypothekarkredite in Deutschland sind mit 1'200 Milliarden Euro beispielsweise nominal fast gleich hoch wie in der Schweiz – Deutschland ist jedoch mit 83 Millionen Einwohner rund zehnmal grösser als die Schweiz und hat zudem eine deutlich höhere Eigentumsquote von über 50 Prozent.

Pensionskassen wachsen prozentual am stärksten

Die Kantonalbanken konnten mit über 15.6 Milliarden Netto-Wachstum nominal am meisten Hypothekarvolumen generieren und sind mit 4.2 Prozent auch über dem Markt gewachsen. Auch die Raiffeisenbanken sowie die Regionalbanken und Sparkassen wuchsen mit je 3.2 Prozent knapp über dem Markt. Das grösste prozentuale Wachstum hingegen konnten die Pensionskassen erzielen: Wir schätzen, dass diese Anbietergruppe 2019 um knapp sieben Prozent gewachsen ist. Dies ist umso bemerkenswerter, da die Pensionskassen typischerweise über keine oder nur sehr limitierte eigene Vertriebskanäle verfügen und daher in hohem Masse vom professionellen Vermittlersegment profitiert.

Versicherungen verlieren Volumen

Wie bereits im vergangenen Jahr haben sich die Grossbanken mit einem Wachstum von lediglich 1.5 Prozent unter dem Markt entwickelt. Die Versicherungen haben ihr Engagement in Hypotheken 2019 gar reduziert. Wir schätzen einen Rückgang um knapp vier Prozent auf knapp 39 Milliarden. Dieser Rückgang muss nicht zwingend darauf beruhen, dass das Hypothekargeschäft für Versicherungen nicht interessant wäre. Denn es gibt einige Versicherungen, die in den letzten Jahren ihren Hypothekarbestand stark ausgebaut haben. Der Rückgang ist eher darauf zurückzuführen, dass sich einerseits die Bilanzsummen der Versicherungen generell verkleinerten, weshalb proportional auch eine Reduktion der Hypo-Bestände folgen musste, andererseits Versicherungen überproportional stark im immer noch sehr renditestarken Direktanlagegeschäft Immobilie exponiert sind.

Die Hypothekarvermittler konnten mit einem geschätzten Volumen von 5.8 Milliarden Franken bereits einen wesentlichen und weiterhin stark wachsenden Anteil an das Wachstum des Schweizer Hypothekarmarktes beisteuern.

Der Vermittlermarkt

Ein stark wachsender Sektor

Die Bedeutung der Hypothekarintermediäre nahm in den letzten Jahren konstant und markant zu. Im Jahr 2018 betrug der Anteil der Vermittler am Wachstum des Hypothekarmarktes bereits beachtliche rund zwölf Prozent. Dieser Anteil konnte im Jahr 2019 auf 18 Prozent gesteigert werden; insgesamt wurden 2019 geschätzt 5.8 Milliarden Franken durch einen Hypothekarintermediär vermittelt. Hier erwarten wir auch für die künftigen Jahre eine im Vergleich zum Marktwachstum deutlich überproportionale Entwicklung.

 

Auch Schweizerinnen und Schweizer vergleichen öfters

Trotz des exponentiellen Wachstums der Hypothekarintermediäre ist der Markt der Vermittler in der Schweiz noch immer vergleichsweise klein und bietet enormes Aufhol- und Wachstumspotenzial im internatioalen Vergleich. Gerechnet am jährlichen Marktvolumen, rund 180 Milliarden Franken (150 Mia. zur Verlängerung anstehende Hypotheken pro Jahr plus das Wachstum von gut 30 Mia.), liegt der Anteil der Vermittler am Markt insgesamt in der Schweiz noch bei rund vier Prozent. Dieser Wert ist im internationalen Vergleich noch immer tief. In Deutschland beispielsweise wird jährlich fast die Hälfte aller Hypothekengeschäfte über Vermittler abgewickelt, in Grossbritannien liegt der Anteil gemäss einer Studie von McKinsey schon bei 70 Prozent.

Das Hypothekarvermittlungsgeschäft ist als eigenständiges, professionell-institutionalisiertes Segment in der Schweiz jedoch erst mit Gründung MoneyPark seit Ende 2012 existent. Dabei etabliert sich MoneyPark als unangefochtener Marktführer unter den Hypothekarintermediären. Mit einem Volumen von drei Milliarden Franken hat MoneyPark 2019 deutlich mehr Hypotheken als alle anderen Anbieter zusammen beraten und vermittelt. Und die Anzahl der Vermittler im Markt wächst: Rund 20 grössere und kleinere Hypothekarvermittler wurden in den letzten Jahren gegründet, und auch renommierte grosse Bank-Player steigen immer öfter mit eigenen Hypothekarvermittlungs/-Vergleichsplattformen auf den Zug auf.

Die Entwicklungen des Hypothekarmarktes von 2014 bis 2019

Regelmässiges Wachstum um drei Prozent pro Jahr

Der Schweizer Hypothekarmarkt ist in den letzten fünf Jahren um knapp 146 Milliarden Franken (+15.4 %) gewachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich drei Prozent entspricht. Pensionskassen sind in den letzten fünf Jahren zwar mehr als doppelt so stark wie der Markt gewachsen (+36.2 %), erreichen aber aufgrund ihres noch immer geringen Volumens lediglich einen Marktanteil von zwei Prozent.

Kantonalbanken

  • Die Kantonalbanken bleiben der grösste Hypothekaranbieter auf dem Markt. Sie konnten ihren Marktanteil weiter leicht ausbauen (von 33 % auf 35 %).
  • Das Hypothekarvolumen der Kantonalbanken stieg um über 22 % auf knapp CHF 386 Mia. (Markt: +15.4 %).
  • Die ZKB als grösste Kantonalbank wuchs im selben Zeitraum nur leicht mehr als der Markt (+ 18 %). Daraus lässt sich schliessen, dass das Wachstum mehrheitlich bei den kleineren Kantonalbanken erfolgte und der Konkurrenzdruck in den grössten Städten der Schweiz durch professionelle Vermittler und konkurrenzierende Banken (Stichwort «Auflösung des Territorialprinzips») überproportional zugenommen hat.

Grossbanken

  • Die Grossbanken sind mit einem Wachstum von lediglich 2.7 % in den letzten 5 Jahren stark unter dem Markt (+15.4 %) gewachsen. Aufgrund des grossen Hypothekarvolumens haben sie aber nur rund 3 Prozentpunkte Marktanteil verloren. Grossbanken haben im Vergleich zu anderen Bankengruppen mehr Möglichkeiten für andere Ertragsquellen als Hypotheken, bei denen auch weniger Kapitalunterlegung nötig ist.
  • Nominal betrachtet ist das Hypothekarvolumen der Grossbanken in den Jahren 2014 bis 2017 jedes Jahr reduziert worden. Erst seit 2018 wachsen die Grossbanken wieder: Mit 1.6 % Wachstum 2018 und 1.5 % Wachstum 2019 sind die Grossbanken zwar noch unter dem Markt gewachsen, haben ihr Hypothekarvolumen aber wieder ausgebaut. Dies ist wohl ein Zeichen dafür, dass dieses Geschäft wieder an Bedeutung gewonnen hat und Grossbanken auch konditionenseitig wieder attackieren.
  • Der Marktanteil der Grossbanken liegt 2019 bei 24.7 % (2014: 27.7 %). Sie verwalten somit ein Hypothekarvolumen von rund CHF 271 Mia.

Raiffeisenbanken

  • Von den Banken am stärksten gewachsen ist die Raiffeisen-Gruppe. Sie steigerte ihr Volumen um über 23 % (+ CHF 35 Mia.) und baute ihren Marktanteil von 15.8 % auf knapp 17 % aus.
  • Mit CHF 185 Mia. Hypotheken sind sie nach den Kantonalbanken und den Grossbanken die drittgrösste Anbietergruppe von Hypotheken.

 Regionalbanken und Sparkassen

  • Die Regionalbanken und Sparkassen haben leicht an Marktanteil verloren (von 9.3 % auf 9.1 %), da sie mit einem Wachstum von 12.8 % unter dem Markt gewachsen sind.

 Versicherungen

  • Die Versicherungen sind nach einem Rückgang im Jahr 2015 stetig gewachsen, haben nun aber im Jahr 2019 ihr Hypothekarvolumen wieder stark reduziert. Aufgrund regulatorischer Vorgaben (Stichwort: gebundenes Vermögen) und traditionell hoher Portfolioallokation im direkten Immobilienanlage-Bereich bleiben die Wachstumsmöglichkeiten für Versicherungen perspektivisch limitiert.
  • 2019 lag das von Versicherungen verwaltete Hypothekarvolumen mit 38.9 Mia. wieder auf dem Niveau von 2014, was ein Rückgang des Marktanteils von 4.1 % auf 3.5 % bedeutet.

Pensionskassen

  • Die Pensionskassen sind die in den letzten fünf Jahren am stärksten gewachsene Anbietergruppe.
  • Mit einem Wachstum von über 36 % bauten Pensionskassen ihr Hypothekarvolumen seit 2014 mehr als doppelt so stark wie der Markt aus und verwalteten Ende 2019 bereits geschätzte 18.6 Mia., was einem Marktanteil von noch lediglich 1.7 % entspricht.
  • Anders als bei Versicherungen ist das Potenzial für weiteres Wachstum im Hypobereich in diesem Segment von Kapitalanlegern noch signifikant ausbaufähig.

Hypothekarmarktentwicklung 2020

Wachstum dürfte nur leicht unter Durchschnitt der letzten Jahre zu liegen kommen

Die Banken erreichten in den ersten vier Monaten 2020 ein Wachstum von rund einem Prozent. Mutmasslich dürfte der Hypothekarmarkt im zweiten Quartal jedoch kaum gewachsen sein. Die Banken waren nebst dem Lockdown stark mit der Gewährung der Corona Notkredite absorbiert und die institutionellen Anbieter hatten ein starkes Liquiditätsbedürfnis, welches Investitionen in Hypotheken weitgehend verunmöglichte.

Das zweite Halbjahr ist allerdings sehr stark angelaufen. Viele Pensionskassen und Anlagestiftungen sind wieder verstärkt in den Hypothekarmarkt zurückgekehrt. Weil mit Anlagen in Hypotheken im Vergleich zu erstklassigen Obligationen wie Staatsanleihen eine bessere Rendite erzielt werden kann, erwarten wir, dass in den nächsten Monaten weitere Pensionskassen/Anlagestiftungen in diese Anlageklasse investieren werden. Bei den Banken und Versicherungen gehen wir davon aus, dass Wachstumsraten anlog des ersten Quartals erreicht werden. Insgesamt dürfte damit ein Wachstum von knapp drei Prozent – und damit lediglich leicht unter den erzielten Wachstumsraten der Vorjahre – erzielt werden.

Fazit

Hypothekarmarkt

Der Hypothekarmarkt bleibt stabil mit einem Wachstum von jährlich rund drei Prozent; dies vor allem aufgrund steigender Immobilienpreise. Da noch immer Kunden ihre Hypothek oft vergleichslos bei ihrer Hausbank verlängern und viele Hypotheken langfristig abgeschlossen werden, sind grundlegende Verschiebungen der Hypothekaranteile erst mittelfristig zu erwarten und nur über mehrere Jahre sichtbar. Aber der Trend ist unumkehrbar: Mittelfristig wird auch der Schweizer Hypothekarmarkt ein von einem breiten Anbietersegment inkl. professionellen Vermittlern dominierten Markt. Von hoher Bedeutung ist hierfür die wachsende Bedeutung der Pensionskassen: Der Einstieg in den Hypothekarmarkt ist für sie aufgrund der Angebote, welche die gesamte Wertschöpfungskette (Akquisition, Vertrieb und Servicing) umfassen, deutlich einfacher und attraktiver geworden.     

Auswirkungen auf Hypothekarnehmer

Die breite und wachsende Anzahl an Hypothekaranbietern ermöglicht den Hypothekarnehmern grundsätzlich freie Wahl bei den Finanzierungsinstituten. Eine repräsentative Umfrage von MoneyPark hat ergeben, dass schweizweit nur noch knapp 70 Prozent (68 %) ihre Hausbank für eine Finanzierungsberatung aufsuchen, in der Deutschschweiz ist der Anteil mit 73 Prozent höher als in der Westschweiz (50 %). Einen unabhängigen Hypothekarvermittler kontaktieren mittlerweile deutlich über zehn Prozent (12 %).

Das zeigt: Die Nachfrage nach transparenter und unabhängiger Beratung steigt Jahr für Jahr, was auch den Markteintritt von diversen neuen Vergleichsplattformen zeigt. Die Vision von MoneyPark, den Hypothekarmarkt für Hypothekarnehmer durch Information und Transparenz zu einem einfacher zugänglichen und vergleichbareren Markt zu machen, scheint in immer realisierbarere Nähe zu rücken.

Download Studie

Laden Sie hier die gesamte Studie: „Schweizer Hypothekarmarkt: Stetiges Wachstum um drei Prozent“ herunter.


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MoneyPark bleibt auf Wachstumskurs und zählt erstmals über 300 Mitarbeitende

Wir befinden uns trotz Corona-Krise weiterhin auf starkem Wachstumskurs: 300 Mitarbeitende schweizweit zählen wir per 1. August 2020 bereits! Auch während des Lockdowns war die Kundennachfrage nach unabhängiger Hypothekarberatung beinahe unverändert hoch, wodurch wir an der Schaffung von 100 neuen Arbeitsplätzen im laufenden Jahr festhalten.

Keine acht Jahre nach der Gründung sind schweizweit über 300 Mitarbeitende für uns tätig. Während der Corona-Lockdown für viele Firmen das Einstellen aller Wachstums- und insbesondere auch Rekrutierungspläne bedeutete, verfolgen wir weiterhin die für das Jahr 2020 gesetzten Ziele. Wir rekrutierten auch während der Corona-Krise und insbesondere der anspruchsvollen Lockdown-Phase mit Vollgas weiter. Damit bleiben wir auf gutem Weg, unser Ziel von 100 neuen Arbeitsstellen für das Jahr 2020 zu erreichen.         

MoneyPark ist trotz Corona auf Zielkurs

Die Realisierung von unserer Vision, einen transparenteren und einfacher zugänglichen Hypothekar- und Immobilienmarkt für Kundinnen und Kunden zu schaffen, beschäftigt uns jeden Tag und lässt unsere Firma operativ und personell stetig wachsen. Wir durften in den ersten sieben Monaten trotz Corona Tausende Kundinnen und Kunden beraten, was uns sehr freut.

Ausbau der bestehenden Filialen

Die personelle Expansion bedingt auch den Ausbau unserer über 25 MoneyPark-Filialen schweizweit. Im ersten Halbjahr 2020 sind bereits die Filialen in St. Gallen, Lausanne, Genf, Chur und Baden in grössere Standorte mit zusätzlichen Beratungsräumen und Platz für mehr Kundenberaterinnen und -berater sowie Kreditspezialisten im Servicing-Geschäft umgezogen oder haben ihre bisherigen Flächen vergrössert. Die Filialen in Basel, Zug und Winterthur werden noch dieses Jahr folgen und ebenfalls an grössere und zentralere Standorte verlegt. Denn: Die Kundennachfrage nach unabhängiger Beratung rund um das Thema Immobilie ist unverändert hoch. Entsprechend suchen wir in diesem Bereich weiterhin Talente. 

MoneyPark als attraktiver Arbeitgeber

Um diese Talente von MoneyPark zu überzeugen, investieren wir noch mehr in die technische und vertriebliche Aus- und Weiterbildung. Die MoneyPark Academy schult neue Mitarbeitende in einer auf dem schweizerischen Markt einzigartig vielfältigen Kombination aus digitalen Plattform- und Toolkenntnissen, Kundendialog und Fachkompetenz und bietet gleichzeitig eine strukturierte Ausbildung für junge Talente aus der Finanzbranche. Wir investieren zudem stetig in attraktive Arbeitsbedingungen.

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