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Variable Hypothek - einfach erklärt

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Bedeutung der variablen Hypothek: vom Musterknaben zum Mauerblümchen

Während die variable Hypothek vor 20 Jahren noch die meist abgeschlossene Hypothekarform war, beträgt der heutige Marktanteil noch knapp 2%. Heutzutage setzen Hypothekarkunden vermehrt auf festverzinsliche oder Libor-Hypotheken, auch weil die Zinsen für variable Hypotheken vergleichsweise hoch sind. Früher unterlag der variable Zins dem politischen Einfluss. Da er als Grundlage für die Mietzinsberechnung diente, wurde er oft künstlich tief gehalten und war dementsprechend attraktiv. Seit Herbst 2008 ist nicht mehr der variable Zins sondern der Refinanzierungssatz der Schweizerischen Nationalbank SNB massgebend für die Mietzinsberechnung. Seither können Banken und Versicherungen den Zinssatz für variable Hypotheken frei gestalten. Einen schnellen Überblick über die historische Entwicklung verschiedener Zinssätze erhalten Sie mit dem Moneypark Tool Zinsentwicklung.

Wie funktioniert eine variable Hypothek?

Die tatsächliche Zusammensetzung des variablen Zinssatzes ist im Vergleich zur LIBOR-Hypothek sehr intransparent. Oft ist die variable Hypothek in Tiefzinsphasen zu teuer und daher wenig attraktiv. Der variable Hypothekenzinssatz ist bei den meisten Anbietern für jeden Kunden gleich, sprich die Bonität des Kunden spielt – sofern die grundsätzlichen Tragbarkeits- und Belehnungskriterien erfüllt sind – keine Rolle.

Besonderheiten von variablen Hypotheken

Die variable Hypothek hat keine feste Laufzeit sondern unterliegt lediglich einer Kündigungsfrist, die in der Regel 3 oder 6 Monate beträgt. Normalerweise kann der Kunde innerhalb des gleichen Instituts per sofort in eine andere Hypothekarform wie Fest- oder LIBOR-Hypothek wechseln. In diesem Fall wird auf die Kündigungsfrist verzichtet. Falls die variable Hypothek durch ein Fremdinstitut abgelöst wird, beharren die Hypothekargeber häufig auf der Kündigungsfrist. In diesem Fall kann sich der Kunde über eine Terminhypothek die aktuellen Zinssätze für die Zukunft sichern. Unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist kann der Kunde zudem jederzeit amortisieren – also Teile oder auch die gesamte Hypothek zurückzahlen. Im Gegensatz zur Festhypothek und LIBOR-Hypothek besteht oft kein Mindestbetrag, man kann also auch Kleinsttranchen führen.


Variable Hypothek Grafik MoneyPark

Vorteile variable Hypothek

  • Hohe Flexibilität für geplante Rückzahlungen
  • Geeignet bei sinkendem Zinsniveau, da man rasch in eine andere Hypothekarform wechseln kann
  • Kleinsttranchen sind möglich

Nachteile variable Hypothek

  • Intransparenter Zinssatz
  • Zinsänderungsrisiko
  • Im niedrigen Zinsumfeld häufig zu teurer im Vergleich zu Libor- oder Festhypotheken

Fazit und Empfehlung MoneyPark

Die variable Hypothek ist geeignet, für Kunden, die regelmässig grössere Rückzahlungen der Hypothek planen oder vorhaben, die Liegenschaft zu verkaufen. Aufgrund der grossen Flexibilität und der fehlenden festen Laufzeit ist die variable Hypothek zudem eine ideale Zwischenlösung – etwa wenn der Kunde sich noch nicht definitiv für eine Hypothekarlösung entscheiden konnte. Beachten sollte man indes, dass die variable Hypothek anders als die Libor-Hypothek keine transparente Berechnungsgrundlage aufweist und im niedrigen Zinsumfeld häufig zu teuer ist im Vergleich zu einer Libor- oder Festhypothek. In jedem Fall gilt aber, dass eine Hypothek individuell und entsprechend der jeweiligen Lebenssituation ausgewählt werden sollte.

Aktuelle Hypotheken-Zinssätze

LIBOR 3M Hypothek ab

0,58%

Festhypothek 5 Jahre ab

0,79%

Festhypothek 10 Jahre ab

1,08%
Alle Zinsen im Überblick

Die angezeigten Zinssätze sind aktuelle Topkonditionen. Ihr persönlicher Zinssatz kann aufgrund von Belehnung, Tragbarkeit, Hypovolumen und Objektstandort abweichen.