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Wissenswertes zum Umwandlungssatz in der beruflichen Vorsorge

09.05.2017 8:16
Wissenswertes zum Umwandlungssatz in der beruflichen Vorsorge

Sofern die Altersvorsorge 2020 vom Volk angenommen wird, wird der BVG-Umwandlungssatz von 6.8 auf 6 Prozent sinken. Durch diese Massnahme reduzieren sich auch die Renten aus der zweiten Säule.

Der Umwandlungssatz ist die entscheidende Grösse, welche bestimmt, wie hoch die Renten aus der beruflichen Vorsorge ausfallen. Ist beispielsweise ein Vorsorgekapital von CHF 100’000 vorhanden und liegt der Umwandlungssatz wie momentan bei 6.8 Prozent, so beträgt die jährliche Rente CHF 100’000 x 6.8 Prozent = CHF 6’800. Hieraus werden die Konsequenzen einer Senkung direkt ersichtlich: mit dem neuen Umwandlungssatz von 6 Prozent würde die Rente nämlich nur noch CHF 6’000 betragen. Diese Änderung soll vor allem dafür sorgen, dass den Pensionskassen wieder mehr Kapital zur Verfügung steht, um ihre Leistungen zu finanzieren. Betrachtet man die letzten Jahrzehnte, so zeigt sich ein klarer Abwärtstrend beim Umwandlungssatz.

Bauernhaus_Schweiz

Der Umwandlungssatz von 6.8 Prozent gilt nur in der obligatorischen Vorsorge

Der minimale BVG-Umwandlungssatz von 6.8 Prozent bezieht sich übrigens nur auf den obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge. Im Überobligatorium darf hingegen jede Kasse selber ihren eigenen Umwandlungssatz sowie die Einkaufsmöglichkeiten festlegen, was detaillierte Erkundigungen bei der eigenen Vorsorgeeinrichtung in jedem Fall unumgänglich macht. Bereits heute führen viele Pensionskassen eine Mischkalkulation: Da nämlich laut einer Schätzung des Bundesamtes für Sozialversicherungen rund 55 Prozent des gesamten PK-Kapitals im Überobligatorium liegen, ist es möglich, den eigentlich zu hohen Mindest-Umwandlungssatz nach BVG im Obligatorium durch einen niedrigeren Satz in der überobligatorischen Vorsorge auszugleichen. Bei Sammelstiftungen ist hierbei eine Mischrechnung mit zwei verschiedenen Umwandlungssätzen eher üblich als bei Pensionskassen, welche vermehrt auf das sog. Anrechnungsprinzip zurückgreifen. Ist die entsprechende Vorsorgeeinrichtung nämlich eine sog. umhüllende Pensionskasse und bietet bei der Bildung des Sparguthabens Leistungen, welche über das gesetzliche Minimum hinausgehen, dann darf sowohl in der obligatorischen als auch in der überobligatorischen Vorsorge ein Umwandlungssatz unter 6.8 Prozent zur Anwendung kommen. Einzige Bedingung: die ausbezahlte Rente darf nicht jene Rente unterschreiten, welche zustande käme, wenn die minimalen gesetzlichen Sparleistungen mit dem BVG-Umwandlungssatz von 6.8 Prozent kombiniert würden.

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