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Taggeld bei Erwerbsunfähigkeit: die Unfallversicherung

17.03.2017 12:53
Taggeld bei Erwerbsunfähigkeit: die Unfallversicherung

Wird ein Arbeitnehmer in der Schweiz erwerbsunfähig, dann ist der Arbeitgeber zunächst während einer nach Dienstjahren gestaffelten gesetzlichen Frist zur Lohnfortzahlung verpflichtet, nach deren Ablauf Anspruch auf Taggeld besteht.

Seit dem 20. März 1981 ist die obligatorische Unfallversicherung in der Schweiz über das UVG geregelt. Demnach sind alle Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihre Arbeitnehmer gegen Berufskrankheiten und Berufsunfälle zu versichern. Zusätzlich hierzu müssen ab einer Wochenarbeitszeit von mindestens 8 Stunden für denselben Arbeitgeber auch Nichtberufsunfälle abgedeckt werden. Der Zweck dieser Versicherungspflicht ist das Wiedergutmachen von Schäden, welche ein Unfall oder eine Krankheit in Bezug auf die Erwerbstätigkeit der betreffenden Person und in Bezug auf ihre Gesundheit verursachen. Je nach Art der Tätigkeit muss die Unfallversicherung entweder bei der SUVA abgeschlossen werden (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, welche vor allem Angehörige des Baugewerbes und generell Handwerksberufe versichert) oder bei einem privaten Versicherer bzw. einer Krankenkasse oder einer öffentlichen Unfallversicherungskasse.

Währungsrisiken

Taggeld wird zeitlich unbegrenzt ausgezahlt

Die Unfallversicherung greift bei Unfall oder Krankheit nach einer Frist von 3 Tagen und stellt die Fortzahlung von 80 Prozent des Lohns sicher. Eine Begrenzung zeitlicher Natur bei der Auszahlung der Taggelder gibt es nicht. Solange der Arbeitnehmer arbeitsunfähig ist, bezieht er die Gelder, welche im Falle einer festgestellten Invalidität (lesen Sie auch unseren Fachartikel zum Thema Invaliditätsgrad) und nicht oder nicht hinreichend erfolgreicher Eingliederungsmassahmen durch die IV-Rente ersetzt werden können. Sollte kein IV-Rentenanspruch bestehen, wohl aber der Anspruch auf Taggelder infolge der Beeinträchtigung fortbestehen, so endet deren Zahlung spätestens bei Erreichen des gesetzlichen Rentenalters (aktuell 65 Jahre für Männer und 64 Jahre für Frauen). Bezüglich der Rente einer unfall- oder krankheitsbedingt erwerbslosen Person ist allerdings Vorsicht geboten: während des Taggeldbezugs müssen keine AHV-Beiträge entrichtet werden, da die Taggelder kein Lohn sind. Dies kann dem Versicherten zunächst finanziellen Spielraum verschaffen, wirkt sich allerdings später in Form einer Kürzung der Rente aus der ersten Säule aus. Was die zweite Säule betrifft, hängt es vom Reglement der jeweiligen Pensionskasse ab, ob bzw. wie viel während des Taggeldbezugs eingezahlt werden kann oder muss. Auch hier lohnt sich ab Beginn des Taggeldbezugs definitiv ein detailliertes Überdenken der eigenen Vorsorgesituation.

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