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Invaliditätsgrad – was ist das?

07.03.2017 10:41
Invaliditätsgrad – was ist das?

Der Invaliditätsgrad ist in der Schweiz ein häufiges Diskussionsthema, denn nach ihm wird entschieden, ob die Voraussetzungen für eine IV-Rente vorliegen bzw. wie hoch diese angesetzt wird.

Häufig wird fälschlicherweise angenommen, dass sich der Invaliditätsgrad nach der Schwere der Behinderung eines Menschen richtet. Dieser Aspekt ist jedoch nicht, bzw. nur indirekt relevant für die Festlegung des Invaliditätsgrades. Denn letzterer bemisst sich in Wahrheit nach der Frage, inwiefern die normale Berufsausübung durch die Behinderung beeinträchtigt wird. Sehr deutlich sieht man dies zum Beispiel daran, dass es im Büro arbeitende Querschnittsgelähmte gibt, welche trotz ihrer Behinderung keine IV-Rente bekommen. Zusätzlich ist zu bedenken, dass bei Vorliegen einer Behinderung oder Beeinträchtigung zunächst Eingliederungsmassnehmen durchgeführt werden, welche von medizinischen Massnahmen bis hin zu Hilfsmitteln oder Kursen reichen können. Diese haben das Ziel, die betroffene Person wieder ins Berufsleben einzugliedern und ihre Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.

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Der Invaliditätsgrad wird nach Höhe der Erwerbseinbussen berechnet

Erreichen die Eingliederungsmassnahmen ihr Ziel – also die erfolgreiche Wiedereingliederung der betroffenen Person ins Berufsleben – nicht oder nicht vollständig, liegt eine Invalidität vor. Nun kann der Invaliditätsgrad bestimmt werden, nach welchem sich auch die Höhe der IV-Rente bemisst. Hierfür wird zunächst mit statistischen Durchschnittswerten bestimmt, wie hoch das zu erwartende Erwerbseinkommen der betreffenden Person ohne Beeinträchtigung wäre. Danach wird in einem zweiten Schritt berechnet, welches Erwerbseinkommen unter Berücksichtigung der Beeinträchtigungen und nach abgeschlossenen Wiedereingliederungsmassnahmen zu erwarten ist. Im Falle des erwähnten querschnittsgelähmten Angestellten kann das Einkommen mit Behinderung das gleiche sein wie ohne, wohingegen beispielsweise ein Handwerker mit Bänderriss oder Leistenbruch beachtliche Einschränkungen hinnehmen bzw. sogar den Beruf wechseln muss. Interessant ist hierbei, dass sich der Invaliditätsgrad nicht nach den tatsächlichen Einbussen richtet, sondern nach einem statistisch ermittelten Wert. Liegt das neue Einkommen beispielsweise bei 70 Prozent des vorherigen, so beträgt der Invaliditätsgrad 30 Prozent. Im Falle von Nichterwerbstätigen gestaltet sich die Festlegung des Invaliditätsgrades etwas schwieriger, denn in diesem Fall muss ein sogenannter Betätigungsvergleich durchgeführt werden, bei welchem Vertreter der zuständigen Behörde vor Ort Einsicht in die alltäglichen Tätigkeiten der betreffenden Person nehmen. Der Invaliditätsgrad wird dann nach der Beeinträchtigung im Alltag bemessen, beispielsweise bei Haushaltstätigkeiten oder Gartenarbeit.

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