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6 Tipps zur Säule 3a

29.08.2016 4:02
6 Tipps zur Säule 3a

Die Säule 3a ist ein wichtiger Bestandteil Ihrer Vorsorge. Hier finden Sie sechs Tipps, die Ihnen dabei helfen, Ihre Einzahlungen zu optimieren.

Einer von drei Einwohnern der Schweiz sorgt privat nicht vor. Häufig verlassen sie sich deshalb rein auf die staatlichen Rentengelder, weil ihnen das Wissen um die Säule 3a und weitere Vorsorgeprodukte fehlt. Im Folgenden finden Sie unsere 6 Top Zipps zur Einzahlung in die Säule 3a sowie weiterführende Links.

Tipp 1: Trotz niedriger Zinsen: Einzahlen in die Säule 3a lohnt sich

Banken und Versicherungen zahlen aktuell im Schnitt rund 0.5% Zinsen auf Säule 3a Vorsorgekonten (Stand: August 2016). Das mag auf den ersten Blick als mager erscheinen, berücksichtigt man jedoch die aktuell negative Jahresinflation von -0.4%, ist der Zins durchaus attraktiv. Dies wird deutlich, wenn man z.B. auf das Jahr 2008 zurückblickt: Hier war die Teuerung höher als der Zins auf den meisten Vorsorgekonten.

Die staatliche Vorsorge deckt in der Regel nur rund zwei Drittel Ihres gewohnten Lebens-Standards, den Rest müssen Sie durch Erspartes decken – oder aber den Gürtel enger schnallen. Durch den Zinseszins auf dem Säule 3a Konto sparen sie sich Jahr für Jahr eine stattliche Summe an.

Hinzu kommt, dass bei einem Vorsorgekonto nicht nur der Zinssatz für die Vermögensvermehrung massgebend ist, sondern auch die attraktiven steuerlichen Vorteile (vgl. Tipp 4).

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Säule 3a

Tipp 2: Früh mit Einzahlungen beginnen, notfalls mit niedrigen Beträgen

Gerade für jüngere Arbeitnehmer oder Personen mit geringem Einkommen ist das Einzahlen des gesetzlichen Maximalbetrags von aktuell CHF 6’768 (Stand 2016) oft nur schwer zu stemmen. Statt deshalb ganz auf Einzahlungen in die dritte Säule zu verzichten, sollte man konstant einen so hohen Betrag einzahlen, wie es das eigene Budget erlaubt. Andernfalls profitiert man nicht vom Zinseszins-Effekt, zudem können Verpasste Zahlungen aufgrund der Beschränkung durch den Maximalbetrag nicht nachgeholt werden. Deshalb lohnt es sich immer, jedes Jahr wenigstens einen geringen Betrag in die Säule 3a einzuzahlen.

Tipp 3: Die dritte Säule bevorzugt nicht die Reichen

Man hört immer wieder, dass die dritte Säule vor allem Bürger mit sehr hohem Einkommen bevorzugt. Betrachtet man jedoch die Statistik der Eidgenössischen Steuerverwaltung, ergibt sich ein anderes Bild: Von den prozentual höchsten Steuervorteilen profitieren Haushalte mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 60’000 bis CHF 130’000. Bei höheren Einkommen schwinden die relativen Steuervorteile aufgrund der in Tipp 2 erwähnten Begrenzung des einzahlbaren Maximalbetrags dahin.

Tipp 4: Je höher der Gemeindesteuersatz, desto höher der mögliche Abzug

Da die Säule 3a die Einkommenssteuern reduziert, sind in Gemeinden mit hohem Steuersatz auch höhere Abzüge möglich. Am Beispiel einer alleinstehenden Person, welche über ein Steuerbares Einkommen von CHF 70’000 verfügt, ergibt sich folgendes Bild: Im Kanton Genf würde diese Person mit einer Einzahlung der 3a-Maximalsumme CHF 2’140 an Steuern sparen, im Kanton Zug hingegen nur CHF 780. Je höher das Einkommen, desto geringer wird der Unterschied: Verdoppelt man das Einkommen auf CHF 140’000, beträgt die Ersparnis CHF 2’670 (Genf) bzw. CHF 1’600 (Zug).

Säule 3a

Tipp 5: Gute Planung zahlt sich aus

Auch wenn die dritte Säule relativ einfach aufgebaut ist, können Sie Ihre Ersparnis über die Jahre optimieren. So lohnt es sich, bei grösseren Summen mindestens zwei Vorsorgekonten zu führen. Diese können über mehrere Jahre gestaffelt aufgelöst werden, um so die Steuerprogression zu brechen.

Ausserdem macht es für jüngere Personen Sinn, bevorzugt in die Säule 3a einzuzahlen und erst ungefähr 10 Jahre vor dem Eintritt ins Rentenalter Kapital in die berufliche Vorsorge zu führen. Dies kommt daher, dass Sie Einkäufe in die Pensionskasse frei gestalten können, während Sie bei der Säule 3a wie bereits erwähnt an einen jährlichen Maximalbetrag gebunden sind und verpasste Einzahlungen nicht nachholen können.

Tipp 6: Vorsorgefonds statt Vorsorgekonto

Die grosse Mehrheit setzt bei der persönlichen Vorsorge auf ein Vorsorgekonto. Jedoch bieten zahlreiche Anbieter auch Vorsorgefonds an, welche potenziell höhere Erfolgschancen bieten, dafür aber auch riskanter sind als die Kontolösung.

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