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AHV: Ergänzungsleistungen – das müssen Sie wissen

28.02.2017 9:53
AHV: Ergänzungsleistungen – das müssen Sie wissen

Reichen Renten und/oder Erwerbseinkommen nicht, um die grundlegenden Bedürfnisse einer Person zu decken, dann hat diese Anspruch auf Ergänzungsleistungen der AHV. Diese sind übrigens keine Sozialhilfe oder Fürsorge, sondern stellen einen Rechtsanspruch dar.

Die Ergänzungsleistungen der AHV werden auf kantonaler Ebene von den jeweiligen Ausgleichskassen verwaltet und müssen auch dort beantragt werden. Ergänzungsleistungen erhalten kann dabei nur, wer AHV-versichert ist, einen Anspruch auf eine Rente hat oder eine Hilflosenentschädigung der IV bezieht bzw. während mindestens 6 Monaten IV-Taggelder erhalten hat und in der Schweiz wohnhaft ist. Sollte die betreffende Person nicht Schweizer Staatsbürger sein, so wird eine Mindestaufenthaltsdauer in der Schweiz von 10 Jahren verlangt, welche sich bei Flüchtlingen und Staatenlosen um die Hälfte reduziert. Selbst wenn aufgrund mangelnder Einzahlungen kein Anspruch auf eine AHV-Rente besteht, können in einigen Fällen Ergänzungsleistungen geltend gemacht werden – ausführliche Erkundigung bei der zuständigen Ausgleichskasse ist also Pflicht.

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Unterschieden wird zwischen monatlichen Ergänzungsleistungen und Sonderleistungen

Die Ergänzungsleistungen der AHV lassen sich in zwei Kategorien einteilen: monatliche Leistungen und Sonderleistungen, welche im Krankheits- und Behinderungsfall zusätzlich ausgezahlt und – genau wie die jährlichen Leistungen – jedes Jahr neu berechnet werden. Zur Berechnung der jeweiligen Ergänzungsleistungen wird vereinfacht gesagt bestimmt, wie hoch der Bedarf des Antragstellers wirklich ist – hierzu werden seine Ausgaben (welche die Einnahmen übersteigen müssen) zugrunde gelegt, die Einnahmen davon abgezogen und schliesslich der Differenzbetrag als Bedarf angenommen. Bei Personen, die Im Spital oder im Heim leben, wird hierbei noch einmal ein höherer Bedarf angenommen als bei denjenigen Antragstellern, die zu Hause leben. Wichtig bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen ist vor allem, dass sowohl die Ausgaben als auch die Einnahmen anerkannt sein müssen. Bei den Einnahmen sind dies vor allem Renten der AHV und IV, Mieteinnahmen sowie die gleichmässige Aufzehrung persönlicher Vermögenswerte, welche CHF 37 500 (Alleinstehende) bzw. CHF 60 000 (Eheleute) übersteigen. Ein Sonderfall sind hierbei Immobilien, welche nur zum Teil als Vermögen angerechnet werden. Auch Erwerbseinkommen sind nach Abzug von Sozialabgaben und Berufsauslagen anerkannte Einkommen im Sinne der Ergänzungsleistungen. Als Ausgaben anerkannt werden Mietzahlungen von maximal CHF 13 200 jährlich für Alleinstehende bzw. CHF 15 000 für Eheleute oder Personen mit Kindern. Für den allgemeinen Lebensbedarf werden jährlich CHF 19 290 bei Alleinstehenden anerkannt, bei Eheleuten sind es CHF 25 000. Zusätzliche anerkannte Ausgaben sind Krankenversicherung, AHV, Alimente, Berufsauslagen und Hypothekarzinsen.

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