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Q4 2017 Investment Ausblick Europa

16.10.2017 9:24
Q4 2017 Investment Ausblick Europa

Europa glänzt schon seit längerem mit starken Wachstumszahlen. Die europäischen Länder profitieren von einer anziehenden globalen Wirtschaft insbesondere im asiatischen Raum. Selbst die ehemaligen Sorgenkinder wie Spanien, Portugal und Griechenland erholen sich zusehends und können, trotz nach wie vor hohen Arbeitslosenzahlen, auch wieder ein positives Wirtschaftswachstum rapportieren. Das Wachstum in Europa wird zwar weiterhin grossmehrheitlich vom Schwergewicht Deutschland angeschoben, aber auch von Frankreich wird ein Wachstum von rund 2 Prozent erwartet. Sollte zudem das ewige Sorgenkind Italien die Arbeitsmarktreformen und die Bankensanierung wie geplant eintüten, ist auch hier mit positiven Stimuli zu rechnen.

Europa überrascht zudem Anfang Oktober mit der Meldung, dass die Produzentenpreise im August im Vergleich zum Vorjahr um 2.5 Prozent gestiegen sind. Angestossen wurden die steigenden Produzentenpreise nicht zuletzt durch höhere Rohstoffpreise.

Investment Ausblick Europa

Quelle: Datastream Thomson Reuters

Ende September erreicht auch der Einkaufsmanager Index einen neuen Höchststand von fast 58 Punkten.

Investment Ausblick Europa

Quelle: Datastream Thomson Reuters

Und auch die europäischen Konsumenten sind äusserst optimistisch, auch wenn der französische Konsumentenvertrauens-Index den Peak von 108 Punkten nicht mehr erreicht. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die unmittelbar nach der Präsidentschaftswahl vorherrschende Euphorie einer ausgewogeneren Einschätzung gewichen ist.

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Quelle: Datastream Thomson Reuters

Gerade die geplante Arbeitsmarktreform Macrons scheint den Franzosen Kopfschmerzen zu bereiten. Mehr als 130’000 Menschen demonstrierten in den vergangenen Monaten gegen die geplante Lockerung des Kündigungsschutzes, von der sich der Präsident Stimuli für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze erhofft. Befindet sich die Arbeitslosigkeit in Frankreich doch nach wie vor auf hohen 9 Prozent.

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Quelle: Datastream Thomson Reuters

Die insgesamt dennoch guten Aussichten schlagen sich auch in einem erstarkenden Euro nieder. Alleine in diesem Jahr kann der Euro einen Kursgewinn von 11 Prozent gegenüber dem US-Dollar verzeichnen.

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Quelle: Datastream Thomson Reuters

Der stärkere Euro nährt die Hoffnungen, dass die EZB an der Sitzung im Oktober einen Fahrplan für die Abkehr vom Anleihenaufkaufprogramm bekannt geben wird und einen kleinen Schritt zur Eindämmung der aufgeblähten Bilanz wagt. Auch wenn Draghi gleichermassen signalisiert, dass eine konjunkturstützende Geldpolitik nach wie vor notwendig sei.

Müdigkeit im Euro Stoxx scheint überwunden

Nachdem der Euro Stoxx 600 Index im Sommer einen kurzen Einbruch erlitt, stieg er im September wieder an und näherte sich der 390 Punkte Marke. Trotz der kleinen Schwächephase konnten Anleger YTD knapp 8 Prozent Kursgewinne einfahren. Angeschoben wird der Index von Titeln der Industrie wie bspw. Fiat und Pharmatiteln wie Stada.

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Bank of England drückt aufs Gaspedal

Die Bank of England möchte gemäss eigenen Angaben bis Ende Jahr eine Regelung für die Zeit nach dem Brexit vorliegen haben. Zu gross ist gemäss BoE die Gefahr eines ungeordneten Abgangs von Personen und Unternehmen, wenn zum Zeitpunkt des definitiven Austritts im Jahr 2019 noch kein klarer Fahrplan vorliegt. Schon seit Anfang Jahr schlägt sich der Brexit-Koller auf den Pfundkurs nieder. Für ein Pfund müssen die Europäer aktuell gerade einmal 1.12 Euro bezahlen, zu Jahresbeginn waren es noch um die 1.18 Euro gewesen.

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Quelle: Datastream Thomson Reuters

Für die Insulaner werden durch das schwache Pfund Importgüter vergleichsweise teurer, was sich wiederum auf die Kauflaune auswirkt. Im ersten Halbjahr wuchs die britische Wirtschaft denn auch so schwach wie seit 2012 nicht mehr.

Seitwärtsbewegung am englischen Aktienmarkt

Während beim SMI eine Endjahres-Rally erwartet wird, zeigt sich der FTSE lethargisch. YTD konnten sich Anleger über ein Plus von gerade einmal 4.9 Prozent freuen. Im Vergleich: der SMI hat im gleichen Zeitraum um 12.7 Prozent zugelegt.

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Politische Ränkespiele belasten die spanischen Finanzmärkte

Während sich die meisten europäischen Aktienmärkte im Aufwärtstrend befinden, schwächelt der spanische Finanzmarkt und zeigt seit April 2017 einen Abwärtstrend. Anleger haben alleine in den letzten drei Monaten rund 3 Prozent verloren. Und auch der Obligationenmarkt ist im Tief. Die Anleger wenden sich von spanischen Staatsanleihen ab, was die Renditen in die Höhe schiessen lässt. Die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen steigen um 13 Basispunkte.

Fazit: Europäische, zyklische ETFs versprechen auch weiterhin gute Renditeaussichten.

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