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Q1 Investment Ausblick Global

24.01.2017 11:09
Q1 Investment Ausblick Global

Die US-Wirtschaft könnte 2017 vom Trump-Sieg profitieren, wenn Steuererleichterungen und Infrastrukturprogramme wie angekündigt umgesetzt werden. Investoren fürchten aber auch protektionistische Massnahmen und die Wiedereinführung von Zöllen, was langfristig die Wachstumschancen trübt.

Politische Entwicklungen wie die Wahlen in Europa und die ersten politischen Gehversuche des amerikanischen Präsidenten Donald Trump werden die Finanzmärkte 2017 in Atem halten und für Volatilität sorgen. Die angekündigten protektionistischen Massnahmen aus dem Trump-Lager haben die Märkte jedoch nur kurz verunsichert.

 

 

Zyklische Werte werden interessant

Optimisten messen den anfänglichen Verunsicherungen an den Finanzmärkten nach der Trump-Wahl indes keine allzu hohe Bedeutung zu und sehen stattdessen Kursgewinne aufgrund der angekündigten Senkung der Unternehmenssteuer. Konjunkturelle Stimuli versprechen sich Experten zudem von umfangreichen Infrastrukturprogrammen, die von einer expansiven Wirtschaftspolitik begleitet werden.

Anleger sollten sich überlegen, ETFs aus zyklischen Sektoren ins Portfolio zu legen, um vom konjunkturellen Aufschwung überproportional zu profitieren. In Boom-Phasen profitieren meist die Konsum- Bau- und Rohstoffsektoren. Zudem liefern der IT- und der Finanzsektor die benötigten Dienstleistungen.

 

ZyklischeSektoren

DefensiveSektoren

Quelle: UBS/MSCI

Defensive Anlagen zeichnen sich dagegen durch ihre Robustheit aus und erwirtschaften auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten meist stabile Erträge. Falls die Konjunktur in den Staaten 2017 jedoch anzieht, erzielen Anleger mit zyklischen ETFs bessere Renditen.

Schon 2016 waren Anleger mit Dow Jones ETFs auf der Gewinnerseite. Sie erzielten mit Dividenden-Re-Investments mehr als 16 Prozent Rendite. Neben Dow Jones ETFs gewichten auch viele World-ETFs die amerikanische Industrie in ihrem Index überproportional und sind deshalb für Anleger auch 2017 interessant.

MSCI WORLD U$ Index seit Januar 2016 in Punkten

 

MSCI World US

Für Anleger hätte sich ein Einstieg im Januar 2016 trotz kleinen Spitzen nach unten gegen Jahresende ausgezahlt. Trotz Korrekturen ist ein Wachstumspfad zu erkennen.

Aufpassen bei Schwellenländern: nicht von der Rendite blenden lassen

Nicht alle Länder profitieren von einem Konjunkturaufschwung in den USA. Ein starker Dollar könnte gemäss der Bank für Internationale Zusammenarbeit (BIZ) für einige Schwellenländer die ihre Verbindlichkeiten in Dollar notiert haben ein Problem darstellen. Insgesamt jedoch konnten Anleger 2016 in Schwellenländern eine Rendite von rund 10 Prozent erreichen, beispielsweise mit dem iShares MSCI EM UCITS ETF USD.

MSCI Emerging Market Index seit Januar 2016 in Punkten

 

MSCI EM

Brasilien nahm die Rolle des Spitzenreiters ein und legte im zurückliegenden Jahr den grössten Handelsüberschuss seiner Geschichte hin. Der Ibovespa-Index stieg in Euro gerechnet um 70 Prozent an. Sollte der neue Präsident Michael Temer zudem die aufgeblähten Staatsausgaben in den Begriff bekommen, könnte dies in Begleitung mit steigenden Rohstoffexporten die Konjunktur kräftig ankurbeln und Brasilien somit auch 2017 zum Glücksgriff für Anleger werden.

China bereitet Analysten Kopfzerbrechen

Trotzdem lauern in den Schwellenländern auch Gefahren. Insbesondere sehen internationale Organisationen die Entwicklung in China mit Sorge: In den letzten Jahren ist dessen BIP zwar stetig gestiegen, so etwa in den ersten drei Quartalen 2016 im YoY-Vergleich um 6,7 Prozent, jedoch ging dies einher mit einer starken Zunahme der staatlichen Verschuldung. Diese nahm in den letzten Jahren um 60% zu, zudem wurde im zweiten Jahr in Folge ein Rückgang der Exporte verzeichnet. Gerade für den Exportweltmeister dürfte ein Wiederaufflammen von protektionistischen Tendenzen schmerzhaft werden. China kämpft zudem mit Kapitalabflüssen und einer Abwertungsspirale des Yuans. Das Problem: Viele Investoren suchen ausserhalb des Landes nach höheren Renditen und der Möglichkeit, Risiken zu diversifizieren. Eine Aufwertung des Yuans würde jedoch den Schuldendienst erhöhen, weswegen China lieber auf Kapitalkontrollen zurückgreift.

Einen Bogen sollten Anleger auch um Mexiko machen, dessen Exporte in das Nachbarland USA unter Trump zurückgehen dürften.

Was passiert mit dem Ölpreis?

Analysten rechnen 2017 nur mit einem leichten Anstieg des Ölpreises. Eine starke Preiszunahme würde die amerikanische Fracking-Industrie ankurbeln, die bei einem höheren Ölpreis wieder Gewinne einfahren dürfte. Zudem sind sich Experten uneins, ob sich alle OPEC-Staaten an die vereinbarten Abmachungen halten und die Ölproduktion drosseln werden. Politische Feindseligkeiten untereinander und die Abhängigkeit einiger hochverschuldeter Staaten von den Exporteinnahmen dürften Zweiflern Aufwind geben.

Entwicklung des Ölpreises (Brent) in USD seit Januar 2016

 

Ölpreis

Öl hat sich auch 2016 gelohnt: Mit dem UBS Öl ETF hätten Anleger in den letzten 12 Monaten etwa 23 Prozent Wertentwicklung einstreichen können. 2017 wird sich dieser Trend gemäss vielen Ökonomen fortsetzen. Auch Gold steht bei vielen Investoren derzeit hoch im Kurs. Gerade in Zeiten von volatilen Märkten und politischen Umbrüchen wird es von risiko-aversen Anlegern als Portfolio-Absicherung nachgefragt. Weniger aus ertragstechnischer Sicht, sondern eher aus Diversifizierungsgründen gibt es hinreichend makroökonomische Gründe, sein Portfolio im nächsten Jahr damit abzusichern. Für die meisten Analysten führt 2017 daher kein Weg an Gold vorbei.

Fazit: Zyklische ETFs die den amerikanischen Industrie-Sektor und den globalen Ölpreis abbilden sind in Kombination vielversprechend. Für etwas risikobewusstere Anleger ist auch ein Blick nach Brasilien interessant. China untergewichten.

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