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ETF: Die 10 wichtigsten Fragen & Antworten

20.05.2016 11:04
ETF: Die 10 wichtigsten Fragen & Antworten

ETF sind günstige und transparente Anlageprodukte. Doch vielen fehlt das Wissen. Hier finden Sie Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen.

Exchange Traded Funds – kurz ETF – sind in der Schweiz immer noch keine Volksanlage: Gerade mal 7 Prozent der Bevölkerung hat Geld in dieses Anlageprodukt investiert. Dabei sind ETF ausserordentlich günstige, praktische und transparente Investments. Im Ausland, z.B. in Deutschland oder den USA, ist die Quote denn auch weitaus höher. Der Grund für die Schweizerische Zurückhaltung liegt laut Umfragen insbesondere im fehlenden Wissen. Im Folgenden geben wir Ihnen Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen.

Frage 1: Was sind ETF und was sind deren Vorteile?

Antwort: ETF sind passiv verwaltete Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden. Deren Zweck ist es, die Wertentwicklung eines Wertpapierindex möglichst genau abzubilden. Einem ETF-Index kann also z.B. der Swiss Market Index (SMI) zugrunde liegen, oder aber der US-Amerikanische Dow Jones, der deutsche DAX etc. Man kann via ETF ferner in Rohstoffe wie Gold oder Erdöl, in Immobilien, Anleihen und in viele sonstige Vermögenswerte investieren.

Erfahren Sie hier mehr zu den Vorteilen von ETF.

Lesen Sie hier unsere Antwort auf die Kundenfrage „Was halten Sie von ETF?“.

Frage 2: Was ist ein Index?

Antwort: Sinn und Zweck eines Börsenindex ist es, die Marktentwicklung von Wertpapieren zu dokumentieren. Indizes sind z.B. der deutsche DAX oder der chinesische Shanghai Composite Index. Indizes unterliegen strengen Regeln, die die Auswahl der Bestandteile definieren und die Berechnung festlegen. Ausserdem werden Indizes regelmässig von den Aufsichtsbehörden überprüft. Berechnet werden Indizes meistens von unabhängigen Anbietern.

Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Anlegen Frage Antwort

Frage 3: Wie finde ich den passenden ETF?

Antwort: Ja nach Risiko-Appetit können Sie sich für ETF entscheiden, die z.B. die Entwicklung des weltweiten Aktienmarkts nachvollziehen oder die auf einen volatilen Index wie z.B. den Ölpreis ausgerichtet sind. Häufig haben allerdings mehrere Anbieter Fonds auf den gleichen Marktindex aufgelegt. Profis wählen hierbei nach einer Vielzahl von Kriterien aus (Lesen Sie hier unseren ausführlichen Fachartikel zum Thema), für Laien sind aber insbesondere die Kosten ausschlaggebend, denn sie schmälern die Rendite. Die Kosten werden gemeinhin unter dem Begriff „Total Expense Ratio“, kurz TER, zusammengefasst und sind beim Kauf meist einfach ersichtlich. Alle Angaben zum vorliegenden ETF finden Sie im so genannten Factsheet (zu Deutsch „Faktenblatt“) oder in der Investoren-Dokumentation. Beides sollten Sie via Online-Suchmaschine finden.

Frage 4: Bilden ETF immer Indizes nach?

Antwort: Die meisten Exchange Traded Funds sind passiv, bilden also einen Index so nah wie möglich nach. Einige Finanzinstitute bieten aber spezielle ETF an, die z.B. Aktien mit tiefer Volatilität übergewichten oder die auf Titel setzen, die aktuell (mutmasslich) unterbewertet sind. Solche ETF nennt man dann häufig „Smart Beta“. Der Nachteil: ETF, die keine gängigen Marktindizes abbilden, sind in der Regel teurer in der Verwaltung.

Frage 5: Wie werden ETF gehandelt?

Antwort: Exchange Traded Funds werden wie Aktien an der Börse gehandelt. ETF können Sie folglich immer zu den Handelszeiten der Börse kaufen oder verkaufen, an der der ETF gelistet ist. An der Schweizer Börse SIX sind mittlerweile über 1000 ETF gelistet. Den ersten ETF gab es hierzulande im Jahr 2000 im Angebot.

Frage 5: Kaufe ich mit meinem ETF automatisch die Wertschriften im Index?

Antwort: Nein. Die ETF-Anbieter, die das Geld der Investoren anlegen, tun dies zwar oft, aber nicht immer „physisch“. Es gibt auch ETF mit „synthetischer Abbildung“, die dann zumindest teilweise in Derivate investieren, z.B. via Index-Swaps. Manche Anbieter lassen zudem Wertschriften im Index weg, wenn diese nicht gut handelbar sind. Das senkt die Kosten, jedoch sinkt die Genauigkeit der Abbildung des Index, die mit den Kennzahlen „Tracking Error“ und „Tracking Difference“ gemessen werden.

ETF

Frage 6: Schüttet mein ETF Dividenden aus?

Antwort: Manche tun dies, manche nicht. ETF, die die Dividenden – oder im Fall von Obligationen-ETF Coupon-Zahlungen – reinvestieren, sind entsprechend als „thesaurierend“ gekennzeichnet. Mehr zu den Vorteilen der beiden Optionen lesen Sie im Fachartikel unter Punkt 3.

Frage 7: Gibt es Sparpläne, mit denen ich in ETF investieren kann?

Antwort: In der Schweiz sind die Optionen hierzu rar gesät. MoneyPark bietet zusammen mit der Glarner Kantonalbank GLKB und dem ETF-Spezialisten iShares einen entsprechenden Sparplan an, mit dem Sie auf ein gewisses Ziel hin sparen können.

Mehr Informationen zum MoneyPark Sparplan finden Sie hier.

Frage 8: Ermöglichen ETF überdurchschnittliche Kursgewinne?

Antwort: In über 2/3 der Fälle erzielen ETF langfristig eine höhere Rendite als aktive Anlagefonds. Der Grund liegt hauptsächlich in den tiefen kosten – und daran, dass Fondsmanager den Markt selten schlagen. So war die Performance des SMI vom Jahr 2000 bis und mit 2014 rund 25 Prozentpunkte besser, als die der aktiven Fonds mit ähnlichem Anlagefokus im Durchschnitt (siehe Grafik).

Fonds vs. ETF Index

Basis der Erhebung der aktiven Fonds ist die Performance von durchschnittlich rund 120 in der Schweiz verfügbaren Fonds mit SMI-ähnlichem Benchmark. Inklusive sind nur die Fonds, die per Ende 2014 aktiv waren. D.h. es können auch Fonds enthalten sein, die z.B. 2012 lanciert wurden. Ist aber ein Fonds unterdessen eingegangen, ist er aus dem Datensatz rausgeflogen. Quelle: MoneyPark.

Frage 9: Was kostet ein ETF?

Wie bei Aktien fallen beim Kauf von ETF Börsengebühren und Handelsgebühren der Bank an. Dazu kommt die Depotgebühr. Die Verwaltungskosten des Fonds gehen jährlich direkt vom Kurs ab. Sie werden wie oben beschrieben mit der Kennzahl TER gemessen. Der TER liegt bei einfachen Aktien-Index-ETF auf westliche Märkte in der Regel bei 0,1 Prozent oder darunter. Bei ETF, die z.B. in Schwellenländer oder Obligationen investieren, sowie bei Smart Beta ETF liegen die Kosten etwas höher.

Frage 10: Wie sind ETF reguliert?

Sowohl die ETF selber als auch deren Herausgeber sind in der Schweiz von der Finanzmarktaufsicht Finma geprüft und zugelassen. Fonds, die nicht an der Schweizer Börse SIX kotiert sind, unterstehen der Finanzmarktaufsicht vor Ort.

Exchange Traded Funds

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