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Mietkaution – Alles was Sie wissen müssen

13.02.2018 5:30
Mietkaution – Alles was Sie wissen müssen

Bei so gut wie allen Mietverträgen ist sie Teil der Vereinbarung: Die Mietkaution. Alles was Sie dazu wissen müssen, können Sie hier nachlesen. Ein Gastbeitrag von MOVU.

Die Vermietenden verlangen von den Mietenden eine Mietkaution – häufig auch Mietzinsdepot genannt – um sich finanziell abzusichern. Sie ist ein vorab festgelegter Geldbetrag, welcher der Mieter dem Vermieter vor dem Einzug überweisen muss, beim Auszug jedoch wieder zurückerhält. Die Mietkaution ermöglicht dem Wohnungsbesitzer, dass dieser im Fall einer Nichtzahlung von Miete, Nebenkosten oder Sachschäden finanziell entschädigt wird, ohne dass rechtlicher Beistand hinzugezogen werden muss. Die Mietkaution darf maximal drei Monatsmieten (inklusive Nebenkosten) betragen.

Mietkaution auf einem Sperrkonto sichern

Ihr Vermieter muss die Kaution auf ein separates Konto mit Ihrem Namen – ein sogenanntes Sperrkonto – überweisen und darf das Geld nicht für eigene Zwecke nutzen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt Sie als Mieter, falls Ihr Vermieter insolvent gehen sollte und damit zahlungsunfähig wird. Denn ist die Mietkaution auf einem Sperrkonto mit Ihrem Namen angelegt, so wird es im Fall einer Insolvenz nicht angerührt und Sie bekommen Ihr Geld beim Auszug wieder zurück.

Falls Sie sich unsicher sind, ob Ihre Mietkaution auf einem Sperrkonto oder auf dem Privatkonto des Vermieters gelandet ist, so fragen Sie am besten zunächst beim Vermieter nach. Denn er ist verpflichtet, Ihnen den genauen Namen der Bank und den Namen des Sperrkontos mitzuteilen.

Mietkaution überweisen und zurückbekommen

Überweisen Sie die Mietkaution bis spätestens zu Beginn der Mietdauer. Falls Sie die Zahlungsfrist nicht einhalten, kann Ihnen Ihr Vermieter den Einzug in die Wohnung verweigern.

Zurückerhalten sollten Sie die Mietkaution spätestens nach dem Ende des Mietverhältnisses und/oder wenn Ihre Wohnung vom Vermieter abgenommen wurde. Gibt es keine Schäden oder ausstehenden Beträge, die Sie zahlen müssen, sollte eine Auszahlung innerhalb von 30 Tagen möglich sein. Falls nach einem Monat die Mietkaution immer noch nicht auf Ihrem Konto eingetroffen ist, sprechen Sie zunächst Ihren Vermieter an, da ein Missverständnis vorliegen könnte. Erhalten Sie gar keine oder keine ausreichende Antwort, so bleiben Ihnen folgende zwei Möglichkeiten: Entweder Sie warten ein Jahr und lösen dann das Konto selbstständig – ohne den Vermieter – auf. Denn nach dem Gesetz können Vermietende die Mietkaution bis zu einem Jahr zurückhalten. Oder Sie wenden sich an die Schlichtungsbehörde der Gemeinde. Die haben in solchen Situationen das nötige Know-How und kennen sich mit Fällen von ausstehender Mietkaution aus.

Die Kaution ernst nehmen

Viele Mieter nehmen die Sache mit der Mietkaution nicht so ernst – obwohl es sich um mindestens drei Monatsmieten handelt und damit eine Menge Geld ist. Das Problem bei der Mietkaution ist, dass wenn Ihnen als Mieter ein Fehler unterläuft, dass Geld schnell weg ist und Sie rechtlich alleine dastehen. Schauen Sie also in Ihrem Mietvertrag genau an, was dort zum Thema Mietkaution steht. Unterschreiben Sie den Mietvertrag nur dann, wenn Sie diesen genau geprüft haben und Sie sich sicher sind, was von Ihnen als Mieter verlangt wird. Wenn Sie das getan haben, steht dem Einzug in Ihre neue Wohnung nichts mehr im Wege.

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