MoneyPark - Ihre Hypothek

Einschätzung des SNB-Berichts zur Finanzstabilität

29.06.2018 9:17
Einschätzung des SNB-Berichts zur Finanzstabilität

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sich in ihrem jährlichen Bericht zur Finanzstabilität auch zum Hypothekar- und Immobilienmarkt geäussert. Einige Punkte der SNB hat MoneyPark aufgegriffen und mit Stefan Heitmann, CEO und Gründer, diskutiert.

Die SNB beobachtet ein weiterhin starkes Wachstum bei den Hypothekarkrediten. Wie schlägt sich MoneyPark hinsichtlich Wachstum gegenüber den 4% der inlandorientierten Banken?

Heitmann: «Wir sehen ebenfalls einen starken Anstieg bei den Immobilienkrediten. Unsere Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 zeigen ein Wachstum, das sehr deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt, aber natürlich als noch junges Unternehmen von einer anderen Basis ausgeht als die etablierten Player».

Die SNB zeigt sich bezüglich des Marktwachstums aber auch beunruhigt, implizieren die neuesten Zahlen doch eine Verschlechterung der durchschnittlichen Tragbarkeit. Dies legt den Verdacht nahe, dass die Finanzinstitute die Kriterien für eine Hypothekarvergabe lockerten und tendenziell schlechtere Risiken in die Bücher nehmen. Stefan Heitmann, ist dies eine Beobachtung, die MoneyPark ebenfalls macht?

«Nein, sicherlich nicht in dieser Pauschalität. Wir wenden unverändert sehr strenge Vergabekriterien an und beobachten daher bezüglich der Tragbarkeiten keinerlei Qualitätsverschlechterungen in unseren Portfolios. Wir sehen aber auch, dass merkliche Abweichungen zwischen den einzelnen Banken bestehen und hier lokal und regional zum Teil mehr Risiko genommen wird».

Besonders im Segment der Wohnliegenschaften, die zu Renditezwecken gekauft werden, wittert die SNB aufgrund der starken Preiszunahme in den vergangenen Jahren Gefahr für eine Preiskorrektur. Wie schätzt MoneyPark die generellen Risiken am Immobilienmarkt ein?

«Insgesamt präsentiert sich der Immobilienmarkt für selbst genutzte Liegenschaften in einer sehr robusten und aus unserer Sicht völlig unproblematischen Verfassung. Seit Anfang 2016 verharren die aggregierten Risiken für diesen Marktbereich auf unverändert tiefem Niveau. Wir teilen aber die Auffassung der SNB zum Markt für Renditeobjekte. In diesem Segment sind die Risiken für Investoren markant höher als bei selbst genutzten Liegenschaften. Wir beobachten den Schweizer Immobilienmarkt insgesamt sehr aktiv und publizieren hierzu auf Quartalsbasis unseren Real Estate Risk Index (RERI)».

Die SNB beobachtet im Weiteren, dass weniger als 20% der Neuhypotheken innert der nächsten 12 Monate wieder fällig werden. Eigenheimkäufer entscheiden sich also nicht für kurzfristige Laufzeiten. Welche Hypothekarmodelle sind denn aktuell die beliebtesten?

«Der Entscheid für längerfristige Laufzeiten liegt angesichts der historisch tiefen Zinsen und der geringen Differenz zu kurzfristigen Finanzierungen auf der Hand. Viele unserer Kunden wählen aktuell eine Laufzeit von 10 Jahren. Wichtig ist es neben der aktuellen Zinslage allerdings immer, die individuelle Finanz- und Lebenssituation im Auge zu behalten. Etwas, das seriös nur mit einer umfassenden, persönlichen und unabhängigen Beratung gewährleistet werden kann. Oder anders gesagt mit dem Beratungsansatz von MoneyPark».

Laut den der SNB vorliegenden Daten wurden im 2017 fällige Hypotheken zu durchschnittlich 1.24% verlängert. Wie sieht diese Kennzahl bei MoneyPark aus?

«Die Zinshöhe wird primär von der Vertragslaufzeit beeinflusst. MoneyPark handelt aus über 100 Anbietern den attraktivsten Zins für den Kunden aus unnd kommt so jeweils bis zu 50 Basispunkte unter dem Referenzzinssatz der Banken zu liegen. Anders ausgedrückt: Kunden können durch einen aktiven und unabhängigen Anbietervergleich massiv sparen».

Die SNB stellt fest, dass die Zinsmargen im 2017 weiter rückläufig waren. Wie positioniert sich das Geschäftsmodell von MoneyPark in diesem Gefüge?

«Rückläufige Margen für Banken sind Musik in den Ohren unserer Kunden, resultieren hieraus ja typischerweise günstigere Hypozinsen für sie als Eigenheimbesitzer und -käufer. Das MoneyPark-Geschäftsmodell setzt genau hier an und ermöglicht dank voller Markttransparenz und grösstmöglicher Anbieterauswahl die notwendige Basis für attraktive Konditionen.»

Die neue bedingte Inflationsprognose der SNB zeigt für die kommenden Quartale mit 0.9% eine leicht höhere Inflation (vs. März 2018: 0.6%). Für Q1 2019 liegt die Prognose bei 0.9%, für 2020 bei 1.6%*. Wie wird sich das Hypothekarzinsniveau verändern? Wagt MoneyPark einen Blick in die Zukunft?

«Da die SNB nun hinsichtlich der Teuerung auch auf 2020 kein Überschreiten der relevanten 2%-Schwelle erwartet, sehen wir nur sehr moderaten Aufwärtsdruck bei den Hypothekarzinsen. Nichts desto trotz beobachten wir sehr regelmässig periodische Zinsausschläge, die aber auch wiederum nicht zwingend anbieterhomogen sind, d.h. Anbieter können hier sehr deutlich voneinander abweichen. Ein wachsames Auge auf den Markt, ein umfassender Marktvergleich und eine intensive Beratung scheinen uns daher unabdingbar für den erfolgreichen Abschluss eines Hypothekarvertrages».

* Dies unter der Annahme, dass der 3-Monats-LIBOR über den gesamten Prognosezeitraum bei -0.75% verbleibt.

(Visited 456 times, 1 visits today)

Verwandte Artikel

Der Immobilienmarkt bleibt robust

Der Immobilienmarkt bleibt robust

Der Real Estate Risk Index (RERI)...

Einschätzung des SNB-Berichts zur Finanzstabilität

Einschätzung des SNB-Berichts zur Finanzstabilität

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sich...

Der Immobilienmarkt zeigt sich weiterhin sehr solide

Der Immobilienmarkt zeigt sich weiterhin sehr solide

Der Real Estate Risk Index (RERI)...

Zentralschweizer suchen am längsten nach der Traumimmobilie

Zentralschweizer suchen am längsten nach der Traumimmobilie

Gut jeder zweite Schweizer findet seine...

Sorgenbarometer 2018: Eigentümer fürchten sich vor steigendem Eigenmietwert

Sorgenbarometer 2018: Eigentümer fürchten sich vor steigendem Eigenmietwert

Hohe Kosten wie ein steigender Eigenmietwert...

Wohntraumstudie 2018: Schweizer stören sich an lärmenden Nachbarn

Wohntraumstudie 2018: Schweizer stören sich an lärmenden Nachbarn

37 Prozent der Schweizer fühlen sich...