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Diese 5 Tücken birgt die Eigentumsübertragung einer Immobilie

29.11.2017 8:45
Diese 5 Tücken birgt die Eigentumsübertragung einer Immobilie

Der Kauf einer Immobilie ist nicht mit dem tatsächlichen Immobilieneigentum gleichzusetzen. Erfahren Sie hier, welche 5 Stolpersteine Sie beim Erwerb Ihres Immobilieneigentums vermeiden können und wie die Eigentumsübertragung vonstatten geht.

Wussten Sie, dass der Kauf einer Immobilie nicht mit dem Eigentum derselben gleichgesetzt werden kann? Oder dass sogenannte Nutzen und Gefahren nicht automatisch auf den neuen Besitzer übertragen werden, sobald das Geld überwiesen ist? Diese und weitere Unklarheiten zum Thema Eigentumsübertragung behandeln wir in diesem Beitrag.

1. Stolperstein: Kaufzeitpunkt

Um einen reibungslosen Übergang von der alten in die neue Immobilie zu gewährleisten, sollte erst folgende Frage geklärt werden: Soll ich zuerst die neue Immobilie kaufen, soll ich sie erst nach dem Verkauf meiner alten Immobilie kaufen oder mache ich beides gleichzeitig? Die Vor- und Nachteile des jeweiligen Kauf- respektive Verkaufszeitpunktes sind hier nachzulesen. Ist der Kauf erst einmal beschlossen und das Geld überwiesen, steht die Eigentumsübertragung an.

2. Stolperstein: Beurkundungstermin

Der Vertrag muss nun offiziell von allen beteiligten Parteien vor dem Notar unterschrieben werden, sodass die Unterschriften ihre Rechtsgültigkeit haben. Der Notar liest in der Regel den Vertrag vor und beantwortet offene Fragen. Danach wird alles vertraglich beurkundet, ist somit rechtsgültig und kann nicht mehr verändert werden.

☞ Hinweis: Die Kosten für eine solche Übertragung sind kantonal geregelt.

3. Stolperstein: Grundbuchanmeldung

Aber erst nachdem die Grundbuchanmeldung beim zuständigen Grundbuchamt vonstatten ging, darf man sich stolzer Eigentümer der gekauften Immobilie nennen und frei über sie verfügen.

☞ Hinweis: Allein durch den Abschluss eines Kaufvertrags werden Sie nicht automatisch der neue Eigentümer.

4. Stolperstein: «Nutzen und Gefahren»

Nach Übergang von Nutzen und Gefahren kann der Käufer seine Immobilie frei nutzen, ihm stehen ab diesem Zeitpunkt z.B. die Mietzinserträge zu. Gleichzeitig trägt er aber auch das Risiko (Gefahren) einer zufälligen Wertverminderung (etwa bei Naturereignissen, Beschädigung durch Dritte usw.).

Die Nutzen und Gefahren gehen mit der Vertragsbeurkundung beim Notar auf den Käufer über. Sollten Eigentumsübertragung und Besitzantritt nicht gleich nach der Vertragsbeurkundung erfolgen, kann der Übertrag von Nutzen und Gefahren auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Das sollte aber unbedingt vertraglich geregelt werden.

☞ Hinweis: Schliessen Sie den nötigen Versicherungsschutz vor der Übertragung von Nutzen und Gefahren ab, da Sie ab dem Moment der Übertragung haftpflichtig sind.

5. Stolperstein: Eigentumsform

Für den Eintrag im Grundbuch muss die Eigentumsform festgelegt werden, weshalb künftige Eigentümer sich im Vornherein Gedanken zu dieser machen sollten.

Neben dem Alleineigentum gibt es noch das Miteigentum und das Gesamteigentum. Beim Gesamteigentum werden beide Partner gleichberechtigt als Eigentümer eingetragen. Im

Gegensatz zum Miteigentum spielt es dabei keine Rolle, wer sich zu wie vielen Teilen finanziell am Erwerb der Immobilie beteiligt hat. Beim Alleineigentum wird ein einziger Eigentümer im Grundbuch eingetragen, der dann frei über die Liegenschaft verfügen kann.

☞ Hinweis: Erwirbt man Stockwerkeigentum, ist man rechtlich gesehen Miteigentümer mit örtlich begrenztem, sprich auf Ihre Wohnung beschränktem, Sonderrecht.

Im Live-Talk mit dem Beobachter hat Michael Hartmann, Leiter Beratung bei MoneyPark, User-Fragen zum Thema Immokauf und -finanzierung beantwortet.

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