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5 Tipps: Steuern sparen mit den eigenen vier Wänden

23.10.2017 8:24
5 Tipps: Steuern sparen mit den eigenen vier Wänden

Wenn Sie geschickt vorgehen, können Sie als Immobilieneigentümer Steuern sparen. Dabei gilt es, richtig zu kalkulieren und vorausschauend zu planen – mit diesen 5 Tipps werden Sie zum Steuerprofi!

Tipp 1: Steuertechnisch lohnt es sich, Schulden zu machen

Je höher Ihr Hypothekarbetrag ist, desto mehr Schuldzinsen können Sie von den Steuern abziehen. Beachten Sie jedoch, dass Sie stets die Belehnungsgrenze von 80 Prozent einhalten müssen. Auch sollte Ihnen bewusst sein, dass sich eine hohe Verschuldung auf die Tragbarkeit im Alter auswirkt. Wägen Sie daher die Steuerersparnisse, monatlichen Belastungen und die Tragbarkeit im Alter vorausschauend ein. Eine Beratung bei einem Experten kann Ihnen dabei helfen, diese Faktoren nach Ihren individuellen Verhältnissen und Bedürfnissen unter die Lupe zu nehmen und die beste Lösung zu finden. Die unabhängigen Hypothekarspezialisten bei MoneyPark unterstützen Sie gerne. Jetzt Beratung anfordern!

Tipp 2: Steuern sparen durch indirekte Amortisation

Aus steuerlicher Sicht lohnt sich die freiwillige Amortisation über die geforderten 66 Prozent hinaus praktisch nie. Dennoch gibt es Möglichkeiten auch bei der Rückzahlung von Hypothekarschulden Steuern zu sparen. Bei der indirekten Amortisation zahlen Sie die Kreditraten nicht direkt an die Bank oder Versicherung zurück, sondern zahlen diese regelmässig in die dritte Säule ein. Das kann entweder ein 3a Sparkonto sein oder eine Fondlösung. Alternativ können Sie auch in eine kapitalbildende Lebensversicherung einzahlen. Am Ende der Hypothekarlaufzeit können Sie das angesparte Kapital für die Rückzahlung nutzen. Zwischenzeitlich dient es der Bank als zusätzliche Sicherheit. Der Vorteil: Die Hypothekarschuld bleibt konstant. Zudem können Sie die Einzahlungen in die dritte Säule bis zum geltenden Maximalbetrag abziehen.

Tipp 3: Aufgepasst vor Steuerprogression

Sie möchten für den Immobilienkauf Pensionskassengelder vorbeziehen? Behalten Sie im Hinterkopf, dass Sie diese – wenn auch zu einem reduzierten Steuersatz – bei Auszahlung versteuern müssen. Durch die Steuerprogression erhöht sich die Steuerbelastung überproportional zum vorbezogenen Betrag. Für eine Summe von 100’000 Franken werden so je nach Wohnort 4 bis 7 Prozent Steuern fällig. Als Immobilienkäufer müssen Sie in der Lage sein, diese Steuer zusätzlich zum notwendigen Eigenkapital zu begleichen.

Tipp 4: Sanierungen geschickt planen und Steuern sparen

Als Immobilieneigentümer wissen Sie, wie wichtig stetiger Unterhalt ist. Sofern die Renovations- und Unterhaltskosten den Wert Ihrer Immobilie erhalten und nicht vermehren, können Sie die Kosten von den Steuern abziehen. Werterhaltend bedeutet zum Beispiel, eine defekte Heizanlage zu ersetzen. Ihren Dachstock auszubauen ist hingegen eine wertvermehrende Investition. Möglich ist ein pauschaler oder ein effektiver Abzug. In vielen Kantonen können Sie in jedem Jahr neu entscheiden, ob Sie vom Pauschalabzug Gebrauch machen möchten, oder ob sich ein effektiver Abzug lohnt. Wenn Sie also eine grössere Renovation planen, ist es vorteilhaft, die Kosten auf mehrere Jahre zu verteilen. So profitieren Sie gleich in mehreren Steuerjahren von einem Abzug. Der Joker: In der Schweiz sind energiesparende Investitionen an Ihrem Eigenheim abzugsfähig – unabhängig davon, ob diese als wertvermehrend oder werterhaltend angesehen werden.

Tipp 5: Ordnung ist das halbe Leben – auch steuertechnisch

Es lohnt sich, alle Quittungen für Reparaturkosten und –arbeiten aufzubewahren. Diese sind nämlich oft abzugsfähig (siehe Tipp 4). Auch die Prämien für Ihre Sachversicherungen, wie beispielsweise die Glasbruchversicherung oder auch die Gebäudehaftpflichtversicherung können Sie von den Steuern abziehen. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt Ihre Immobilie mit Gewinn verkaufen, fällt zudem die sogenannte Grundstückgewinnsteuer an. Wertvermehrende Investitionen werden hierbei zum vormaligen Kaufpreis dazugezählt und mindern so die Steuerbelastung. Bewahren Sie also alle Papiere sorgfältig auf, damit Ihnen kein Abzug entgeht.

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