MoneyPark - Ihre Hypothek

Einschätzung Hypothekarzinsen September 2019

Die Rezessionsängste haben sich in den letzten Wochen aufgrund der zunehmend zurückgehenden Handelsumsätze nochmals verschärft. Die düsteren Wirtschaftsprognosen führten sogar zu einem neuen Allzeittief bei den Swap-Sätzen aller Laufzeiten. Der zehnjährige Swap beispielsweise verlor innert Monatsfrist 25 Basispunkte und notiert per Ende August bei -0.61 Prozent. Die Hypothekarzinsen hingegen verzeichneten nur einen geringen Rückgang. Die Hypothekargeber scheinen diesen Umstand entweder genutzt zu haben, um ihre Marge auszubauen resp. zu sichern, oder die Zinsen erreichten den von den Instituten definierten Mindestzins. Diese Tatsache lässt vermuten, dass die Konkurrenzsituation unter den Hypothekargebern noch nicht genug angespannt ist, um weitere Preiseingeständnisse zu gewähren.Weiterlesen

Zinsprognose bis 2021 – Hypozinsen bleiben noch mehrere Jahre tief

Wir sehen bis Mitte 2021 weiterhin ein Negativzinsumfeld und Hypothekarzinsen, die nur ganz leicht über dem heutigen Niveau liegen. Vielschichtige Gründe sprechen für dieses Szenario: Aufgrund der aktuellen pessimistischen Weltwirtschaftsprognosen wird die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst nicht von ihrer expansiven Geldpolitik loskommen. Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind damit ihrerseits die Hände gebunden.

Ausblick

Entwicklung Schweizer Wirtschaft

Die Schweizer Wirtschaft hat im ersten Halbjahr 2019 stark an Dynamik eingebüsst. Die Prognosen gehen insgesamt von einem deutlichen Wachstumsrückgang aus. In der Eurozone mehren sich die Anzeichen gar, dass die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten in Richtung einer sich anbahnenden Rezession entgleiten.

Diese Situation dürfte weiteren Aufwärtsdruck auf den Schweizer Franken verursachen. Die SNB kommuniziert zudem äusserst verhaltene Inflationsaussichten. Jüngst korrigierte sie ihre Prognose für 2019 nach unten und erwartet nun erst für 2020 eine Inflation von einem Prozent.

Entwicklung Zinsen

Im Juli 2019 senkte die US-Notenbank Fed das erste Mal seit über zehn Jahren ihren Leitzins um 0.25 Prozent. Die EZB kündigte ihrerseits implizit eine weitere Öffnung der Geldschleusen und eine mögliche Leitzinssenkung für den Herbst 2019 an. Die SNB würde bei einem solchen Schritt unter Zugzwang geraten: Es wäre zwar möglich, dass die SNB in einem solchen Fall trotzdem den SNB-Leitzins bei -0.75 Prozent belässt. Dies wäre aber mit beträchtlichen Aufwertungsrisiken des Schweizer Frankens verbunden. Die Wahrscheinlichkeit ist deshalb hoch, dass die SNB ihren Leitzins trotz niedrigem Inflationsdruck bis Ende 2019 ebenfalls um 0.25 Prozent senken muss.

Was bedeutet das für die Hypothekarnehmer?

Entwicklung Hypothekarzinsen

Eine allfällige Leitzinssenkung hätte zum aktuellen Zeitpunkt nur noch bedingt Einfluss auf die Hypothekarzinsen, da weitere Abwärtstendenzen nur noch beschränkt möglich sind. Die kurzfristigen Hypothekarzinsen dürften aufgrund des Margenschwunds bei den Banken bald ihren Boden erreicht haben. Langfristige Hypothekarzinsen weisen weiteres, zumindest kurzfristiges, Senkungspotential auf. Ein Ende des Niedrigzinsumfeldes ist derzeit nicht abzusehen. Eine Normalisierung des Zinsniveaus innert der nächsten zwei bis drei Jahre ist derzeit sehr unwahrscheinlich. Wir erwarten, dass zehnjährige Festhypotheken Mitte 2021 lediglich rund 0.3 bis 0.4 Prozent höher notieren als heute.

Entwicklung Eigenheimpreise

Wir erwarten, dass sich das nachfragegetriebene Wachstum zukünftig zwar leicht abschwächt, aber weiterhin einen wichtigen Impuls für den Immobilienmarkt geben wird. Das Angebot dürfte sich durch die derzeit abnehmende Bautätigkeit auf einem leicht tieferen Niveau stabilisieren. Daraus ergibt sich ein moderat ansteigendes Preisniveau für selbstgenutztes Wohneigentum in der Schweiz, wobei vermehrt Faktoren wie Mikrolage, Infrastruktur, Zustand des Objektes etc. eine wichtige Rolle spielen.

Hypothekarprodukt

Durchschnittl. Richtsatz

Zinsband bis Ende 2019

Zinsband bis Juni 2020

Zinsband bis Juni 2021

Libor-Hypothek 3 Mte

0.97%

0.95% – 1.00%

0.95% – 1.00%

0.95% – 1.00%

Festhypothek 2 Jahre

0.92%

0.83% – 0.98%

0.88% – 1.03%

1.00% – 1.15%

Festhypothek 5 Jahre

0.94%

0.85% – 1.00%

0.90% – 1.05%

1.05% – 1.20%

Festhypothek 10 Jahre

1.04%

0.97% – 1.17%

1.10% – 1.30%

1.30% – 1.50%

Treiber des Hypothekarzinses

Konjunktur- und Zinsentwicklung weltweit

Die Schweiz ist als exportorientiertes Land in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung in hohem Masse von der Weltwirtschaft und insbesondere von der EU abhängig. Sie ist unser wichtigster Handelspartner, und die Geldpolitik der EZB hat direkten Einfluss auf den Wechselkurs EUR/CHF. Für unsere Prognose beleuchten wir daher insbesondere auch die Situation in der EU.

Folgende Indikatoren sind relevant:

  • Geldpolitik des Fed, der EZB und der SNB
  • Politische Diskussionen (z.B. Handelskonflikt zwischen den USA und China, Brexit, Rahmenabkommen Schweiz/EU)
  • Entwicklung des Bruttoinlandproduktes, der Inflation, der Verbraucherpreise sowie des Einkaufsmanagerindexes
  • Entwicklung der Schweizer Arbeitslosenquote

Konjunkturentwicklung in der Schweiz

Die hiesige Wirtschaftsentwicklung weicht in vielerlei Hinsicht von der EU ab. Das Wachstum ist momentan grösser, die Arbeitslosenquote tiefer. Trotzdem hat das, was in der EU geschieht, direkten Einfluss auf uns. Die Geldpolitik der EZB ist für die SNB deshalb von zentraler Bedeutung. Jede Annäherung des Schweizer Leitzinses an denjenigen der EU wertet den Franken gegenüber dem Euro noch stärker auf, was wiederum unsere Exportwirtschaft negativ beeinflussen würde.

Kein Ende der Negativzinsen absehbar

Nach der Finanzkrise senkten die Notenbanken die Zinsen weltweit massiv, um mit günstigem Geld die Wirtschaft anzukurbeln. Das Fed hob die Zinsen in den letzten Jahren zwar schrittweise an, vollzog nun aufgrund der Wirtschaftsprognosen Ende Juli 2019 die erste Zinssenkung seit zehn Jahren. Auch die EZB wird voraussichtlich im September 2019 eine weitere Zinssenkung kommunizieren, was die SNB in Zugzwang bringt. Nach der Aufhebung der Wechselkursuntergrenze zum Euro anfangs 2015 musste die SNB die kurzfristigen Zinsen massiv in den negativen Bereich drücken, um den Franken gegenüber dem Euro nicht noch stärker werden zu lassen. Einen Ausweg aus dieser Negativzinssituation bleibt der SNB aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses nun vorerst verwehrt. Banken, die ihre Guthaben bei der SNB anlegen, zahlen einen Negativzins. Dieser wird vermehrt auf die vermögenden Kunden überwälzt. Eine breite Negativverzinsung von Sparguthaben findet jedoch gegenwärtig nicht statt.

Welche Hypothek soll ich wählen?

Welches Hypothekarmodell Sie wählen, hängt nicht nur vom aktuellen Zinsniveau und den Zinsprognosen ab, sondern auch von Ihrer persönlichen Situation und Ihrer Risikofähigkeit und -toleranz. Kurzfristige Hypotheken sind aktuell nicht viel günstiger als langfristige. Wer heute eine fünfjährige Hypothek abschliesst und diese bei Fälligkeit verlängert, geht das Risiko ein, dass dies nur zu (deutlich) höheren Zinsen möglich sein wird. Mit einer langfristigen Hypothek reduzieren Sie dieses Risiko, sind hingegen länger an Ihr Finanzierungsinstitut gebunden. 

Hypothekarmodelle

Festhypothek

Eine Festhypothek wird mit einem fix definierten Zinssatz und für eine gewisse Laufzeit abgeschlossen, normalerweise für zwei bis zehn Jahre. Immer mehr Anbieter offerieren auch längere Laufzeiten bis zu 25 Jahre. Der Zinssatz bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert, unabhängig von der Entwicklung der Hypothekarzinsen am Markt.

Eine Festhypothek kann je nach Anbieter bis zu zwei Jahre vor Laufzeitbeginn abgeschlossen werden. Dies ermöglicht die vorzeitige Fixierung der Hypothek zu den aktuell gültigen Zinssätzen gegen Bezahlung eines Forward-Zuschlages. Ein Forward-Abschluss macht demnach dann Sinn, wenn steigende Hypothekarzinsen erwartet werden. Gewisse Institute bieten gegenwärtig vorzeitige Fixierungen mit keinem oder nur geringen Zuschlägen an.

Geldmarkt-Hypothek

Bei einer Geldmarkt-Hypothek werden die Zinsen während der Laufzeit der Hypothek regelmässig angepasst bzw. basieren auf einem Referenzzinssatz für kurzfristige Kredite am Geldmarkt. Der Hypothekarzinssatz setzt sich dabei aus dem aktuellen, meist drei Monate geltenden Referenzzinssatz und einer Marge zusammen. Die Geldmarkt-Hypothek wird in einem zwei- bis fünfjährigen Rahmenkreditvertrag abgeschlossen. Momentan dient der Libor (London Interbank Offered Rate) als Referenzzinssatz. Dieser wird jedoch per Ende 2021 eingestellt. Als Ersatz prüfen die Hypothekargeber momentan den Saron (Swiss Average Rate Over Night). Wie die Geldmarkt-Hypotheken basierend auf dem Saron zukünftig ausgestaltet werden, ist noch nicht abschliessend definiert. Für den Hypothekarnehmer dürfte sich aber nicht viel ändern. Trotzdem bieten diverse Anbieter in der Übergangsphase keine Libor-Hypotheken mehr an.


Hier können Sie die Prognose als PDF downloaden: Zinsprognose bis 2021


Einschätzung Hypothekarzinsen August 2019

Aufgrund der schwächelnden Weltwirtschaft hat das Fed im Juli die Leitzinsen um 0.25 Prozent gesenkt. Die EZB dürfte im September mit einer Zinssenkung folgen. Die Entwicklungen auf dem Markt liessen die Swap-Sätze und somit die Hypothekarsätze auch im Juli weiter sinken. Der durchschnittliche Richtsatz für zehnjährige Festhypotheken liegt auf einem Rekordtief von 1.13 Prozent. Auffällig ist, dass kaum noch ein Aufpreis für lange gegenüber kurzen Laufzeiten in Kauf genommen werden muss. So liegen die Preisdifferenzen zwischen 2 und 15-jährigen Festhypotheken aktuell vielfach unter 0.50 Prozent.

Makroökonomische Lage

Weiter schwächelnde Weltwirtschaft

In seiner Lageanalyse letzte Woche hat Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), betont, dass der Wirtschaftsmotor in Europa zwar stottert, aber noch immer mit hoher Geschwindigkeit dreht. Aber er führte auch aus, dass sich der Ausblick von Woche zu Woche zusehends verdüstere. Gerade der Industriesektor leide besonders und die Vernetzung der Zulieferketten verbreite das Problem in der ganzen Euro-Zone. Gemeint sind damit v.a. die Autohersteller, die unter der Nachfrageflaute aus China leiden. Dementsprechend sank auch die Inflationsrate im EU-Raum im Juli auf 1.1 Prozent, den tiefsten Wert seit Februar 2018.

Auch die Schweizer Exportindustrie ist von den weltweiten Entwicklungen stark betroffen. Dagegen glänzt die Pharmaindustrie mit ausgezeichneten Halbjahresresultaten. Und auch der Frühindikator des KOF, der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, ist zwar im Juli das erste Mal seit März wieder gestiegen. Zum Aufatmen ist es allerdings noch zu früh. Das Barometer zeigt nach wie vor eine unterdurchschnittliche Dynamik an, was auf eine weiterhin schwächelnde Schweizer Konjunktur hindeutet. 

Nationalbanken beginnen mit Leitzinssenkungen

Was Mario Draghi Ende Juli mit seinen Ausführungen implizit für September ankündigte, hat die US-Notenbank Fed am 31. Juli bereits umgesetzt: eine Leitzinssenkung. Das Fed reduzierte ihr Zinsband um 0.25 Prozent auf neu 2 bis 2.25 Prozent. Die bereits seit längerem angedeutete und von den Marktteilnehmern erwartete Kehrtwende hin zu einer expansiven Geldpolitik ist daher nun auch in den USA vollzogen. Von einer Senkung in höherem Ausmass, wie US-Präsident Donald Trump gefordert hatte, sehen die US-Notenbanker allerdings (vorerst) ab (siehe «Fed beschliesst Senkung des Leitzinses um 0.25 Prozent»).

Entwicklung der Zinssätze

Kreditabsicherungskosten (Swap) erneut gesunken

Die Ankündigung einer Leitzinssenkung durch die EZB und die entsprechende Umsetzung des Fed kam nicht überraschend und wurde daher von den Marktteilnehmern zum Teil bereits in den Kapitalmarktzinsen antizipiert. Vor allem die langfristigen Swap-Sätze sanken im Juli nochmals stark. Der zehnjährige Swap-Satz reduzierte sich um weitere zehn Basispunkte und liegt per Ende Juli auf -0.35 Prozent. Der 15-jährige Swap-Satz rutschte sogar das erste Mal seit knapp drei Jahren in den negativen Bereich. Aber auch die kurzfristigeren Laufzeiten verloren an Terrain: Der fünfjährige Swap liegt im Monatsvergleich zehn Basispunkte tiefer bei -0.73 Prozent, der zweijährige Swap bei -0.84 Prozent (- 5 Basispunkte).

Richtsätze sinken weiter

Die Richtsätze, also die durchschnittlich publizierten Sätze von über 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen, sind gegenüber den Swap-Sätzen im Juli leicht weniger gesunken. Trotzdem erreichten sie neue Tiefstwerte: Der zehnjährige Richtsatz lag letzten Monat bereits bei tiefen 1.18 Prozent, sank im Juli jedoch um weitere fünf Basispunkte. Auch die kurzfristigen Richtsätze sind gegenüber dem Vormonat gesunken.

Weitere Ausdehnung der Marge und der Bandbreiten

Die Finanzierungspartner haben im Juli ihre Hypothekarmarge leicht ausgedehnt, da sie nicht den ganzen Rückgang der Swap-Sätze an die Kunden weitergegeben haben. Die Differenz zwischen dem Richtsatz und dem durch MoneyPark nachverhandelten Top-Satz hat sich bei den längeren Laufzeiten einige wenige Basispunkte verengt, während der günstigste Anbieter bei der zweijährigen Festhypothek überdurchschnittlich günstiger wurde.

Eine zehnjährige Festhypothek mit guter Bonität kann beispielsweise aktuell bei MoneyPark zu einem Top-Satz von 0.68 Prozent abgeschlossen werden, ganze 0.45 Prozent pro Jahr tiefer als bei einem Hypothekarabschluss zum Richtsatz.    

Prognose: Hypothekarzinsen bleiben noch mehrere Jahre tief

Die SNB wird auf Zinssenkungen reagieren müssen

Indirekt hat die EZB eine Zinssenkung angekündigt, als Mario Draghi mitteilte, den Leitzins noch länger auf aktuellem Niveau «oder tiefer» zu halten. Die jüngsten Inflationsraten der EU sowie die Reduktion des Leitzinses durch die Fed setzen die EZB nun noch mehr unter Druck, nebst anderen geldpolitischen Massnahmen auch eine Leitzinssenkung ernsthaft in Betracht zu ziehen. Experten sind sich einig, dass die EZB im September die Zinsen senken wird.

Dies wiederum wird auch die SNB nicht einfach ignorieren können: Unlängst hat sich der Franken gegenüber dem Euro weiter aufgewertet und im Juli sogar kurzzeitig die psychologisch wichtige Marke von 1.10 Franken pro Euro unterschritten. Sollte die EZB ihren Leitzins senken, dürften weitere Interventionen der SNB am Devisenmarkt zur Schwächung des Schweizer Frankens unumgänglich sein. Bereits letzte Woche hat die SNB mutmasslich interveniert, wie die als Indikator für Interventionen geltende Zunahme der Sichtguthaben von Banken zeigt. Aber nicht nur der Druck auf den Schweizer Franken erhöht sich im Falle einer Leitzinssenkung durch die EZB: Die verkleinerte Zinsdifferenz zwischen dem Euro und dem Schweizer Franken könnte die SNB dazu bringen, ihrerseits den bereits tiefen Leitzins von -0.75 Prozent um einen weiteren Viertel zu senken.

Einfluss auf die Hypothekarzinsen bleibt verhalten

Eine allfällige Leitzinssenkung hätte jedoch nur noch bedingt Einfluss auf die Hypothekarzinsen. Zum einen sind gewisse Erwartungen der Marktteilnehmer bereits in den heutigen Swap-Sätzen antizipiert. Zum anderen sind weitere Abwärtstendenzen nur noch beschränkt möglich. Die kurzfristigen Hypothekarzinsen dürften aufgrund des Margenschwunds bei den Banken bald ihren Boden erreicht haben. Langfristige Hypothekarzinsen weisen weiteres, zumindest kurzfristiges, Senkungspotential auf. Wie in unserem Fachbeitrag «Negative Hypothekarzinsen – Utopie oder bald Realität?» dargelegt, gehen wir aber auch in einem Extremszenario nicht davon aus, dass die Hypothekarzinsen für Privatpersonen unter einen Mindestzins von rund 0.30 Prozent fallen würden.

Sparpotenzial

Empfehlung

  • Wer jetzt eine Hypothek abschliessen möchte oder eine bald fällige Hypothekartranche hat, erwischt einen guten Zeitpunkt zum Abschluss. Nie waren die Zinsen tiefer und die Zinskurve flacher. Das bedeutet, dass die langfristigen Hypothekarzinsen nur marginal über den kurzfristigen Sätzen liegen.
  • Festhypotheken mit kurzen und mittleren Lauzeiten sind gerade im Vergleich mit Geldmarkt-Hypotheken klar zu favorisieren. Hier empfehlen wir kein weiteres Zuwarten mit dem Abschluss, da nur wenig Senkungspotential vorhanden ist.
  • Aber die Entwicklungen im Juli zeigen es: Die Zinsen reagieren sehr affin auf Veränderungen am Markt und können kurzfristig problemlos 10 bis 20 Basispunkte nach oben oder unten ausschlagen.
  • Wer taktische Hypothekarabschlüsse vornehmen will, ist daher gut beraten, die Hypothekarzinsen täglich zu beobachten, um den optimalen Abschlusszeitpunkt zu finden.

 

Hier unsere Einschätzung als PDF herunterladen.


Einschätzung Hypothekarzinsen Juli 2019 – Hypothekarzinsen weiter im Sinkflug

Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet die Weltwirtschaft und hat auch Einfluss auf die Schweizer Konjunkturentwicklung. Sowohl die US-Notenbank (Fed) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) könnten im Juli bereits eine Zinssenkung vornehmen. Allein durch die Ankündigung dieser Möglichkeit verloren die Swap-Sätze im vergangenen Monat bis zu zehn Basispunkte.

Makroökonomische Lage

Waffenstillstand zwischen den USA und China

Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist fortschreitend Besorgnis erregend. Vor allem die negativen Auswirkungen des Handelskonfliktes zwischen den USA und China zeigen sich nun in rückläufigen Handelsvolumen. Viele US-Firmen, die Produktionsteile aus China beziehen, glauben nicht mehr an eine nachhaltig verbesserte Situation. Exemplarisch zeigt sich dies daran, dass laut einer Umfrage bereits über ein Viertel eine Verlagerung der Lieferkette in andere Länder entschieden hat oder zumindest ein solches Vorgehen prüft. Das bilaterale Gespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatsoberhaupt Xi Jinping am Rande des G-20-Treffen von Ende Juni bedeutet zwar ein Schritt in die richtige Richtung und bildet Boden für weitere Verhandlungen, eine finale Einigung im Handelsstreit ist jedoch weit entfernt.

Nationalbanken kündigen Zinssenkungen an

Aufgrund der fortschreitenden Eintrübung der Weltkonjunktur und des internationalen Handelsstreits hat nicht nur der Fed-Chef Jerome Powell, sondern auch der EZB-Präsident Mario Draghi im Juni die Bereitschaft signalisiert, jede geldpolitische Möglichkeit auszuschöpfen, um die aufkommenden Rezessionsängste einzudämmen. Damit entflammten Spekulationen über eine mögliche Leitzinssenkung in den USA und in Europa. Das Fed behielt im Juni den Leitzins zwar noch in der Spanne von 2.25 bis 2.5 Prozent. An den Märkten wird jedoch bereits für Ende Juli mit einer Zinssenkung gerechnet. Und auch in Europa könnte es in den nächsten Monaten zu einem Zinsschritt nach unten kommen: Mario Draghi kündigte an, Massnahmen umzusetzen, sollte sich die Situation für die Eurozone nicht verbessern.

Entwicklung der Zinssätze

Kreditabsicherungskosten (Swap) erneut gesunken

Die Ankündigung einer möglichen Leitzinssenkung in Europa reichte, um die Erwartungen der Marktteilnehmer auch in der Schweiz entsprechend zu beeinflussen. Die Swap-Sätze in Schweizer Franken sind in der Folge stark gesunken. Der zehnjährige Swap-Satz erreichte am 25. Juni einen neuen Dreijahres-Tiefpunkt und lag bei - 0.22 Prozent, was einem Rückgang gegenüber Ende Mai von zehn Basispunkten entspricht. Aber auch die kurzfristigeren Laufzeiten verloren an Terrain: Der fünfjährige Swap liegt im Monatsvergleich acht Basispunkte tiefer bei -0.63 Prozent, der zweijährige Swap bei -0.79 Prozent (- 8 Basispunkte).

Durchschnittliche Richtsätze brechen jeden Monat Negativrekorde

Die Richtsätze, also die durchschnittlich publizierten Sätze unserer über 100 Partner, sind gegenüber den Swap-Sätzen im Juni leicht weniger gesunken. Trotzdem brechen sie Monat für Monat Rekorde: Lagen die zehnjährigen Richtsätze letzten Monat mit 1.25 Prozent auf einem Allzeittief, wurde dieser Wert im Juni mit 1.18 Prozent (- 7 Basispunkte) nochmals klar unterboten. Auch die kurzfristigen Richtsätze sind gegenüber dem Vormonat gesunken.

Weitere Ausdehnung der Marge und der Bandbreiten

Die Finanzierungspartner haben im Juni ihre Hypothekarmarge leicht ausgedehnt, da sie nicht den ganzen Rückgang der Swap-Sätze an die Kunden weitergegeben haben. Und auch die Bandbreiten zwischen dem teuersten und dem günstigsten Anbieter vergrösserten sich: Während der teuerste Anbieter seine Konditionen auf Niveau des Vormonats beliess, hat der günstigste Anbieter seine Konditionen gesenkt. Eine zehnjährige Festhypothek kann daher mit guter Bonität bei 0.72 Prozent abgeschlossen werden (- 6 Basispunkte), eine fünfjährige bei 0.48 Prozent (- 7 Basispunkte).

Prognose: Hypothekarzinsen bleiben noch mehrere Jahre tief

Weitere Zinssenkungen zu erwarten

Sollten das Fed und die EZB ihre Leitzinsen tatsächlich senken, setzt dies auch die SNB stark unter Druck. Am Gängelband der EZB wird die SNB vermutlich kaum eine Möglichkeit haben, sich diesem Strudel zu entziehen. Ansonsten drohte eine weitere Aufwertung des Schweizer Frankens, der gegenüber dem Euro bereits teuer bewertet ist. Aber auch wenn keine weitere Zinssenkung in der Schweiz bevorsteht: Die Swap-Sätze, allen voran die langfristigen, können aufgrund der weltweit rückläufigen Konjunkturprognosen gut und gerne noch 20 bis 30 Basispunkte sinken. Ob das die Richtsätze, also die durchschnittlichen Hypothekarzinsen der MoneyPark-Partner, im gleichen Masse betrifft, bleibt jedoch zu bezweifeln. Viel eher erwarten wir eine Verengung der Bandbreiten: Während die günstigsten Anbieter auf ihrem bereits tiefen Niveau verbleiben (und somit ihre Marge ausdehnen), könnten die teuersten Anbieter Zinssenkungen vornehmen. Dadurch verschiebt sich der durchschnittliche Richtsatz nach unten und die Bandbreite wird enger. Dies gilt für langfristige Hypothekarzinsen mehr als für kurzfristige, bei denen mit den heute bereits sehr tiefen Sätzen bald der Boden erreicht sein dürfte. Durch diese Entwicklung flacht die Zinskurve noch mehr ab. Bereits heute offerieren Institute zehnjährige Hypothekarzinsen, die nur unwesentlich über den zweijährigen Sätzen liegen.

Grössere anbieterspezifische Unterschiede

Die aussergewöhnliche Negativzinssituation wird sich daher in den nächsten Monaten noch akzentuieren. Mehr denn je ist die Entwicklung der Hypothekarzinssätze abhängig von der Konditionsgestaltung der einzelnen Finanzierungsinstitute. Dabei werden sich die Unterschiede zwischen den Anbietergruppen, vor allem aufgrund ihrer unterschiedlichen Voraussetzungen in Bezug auf Kosten und Rendite, verstärkt zeigen (siehe auch unser Blog-Beitrag «Die Unterschiede der Anbietergruppen im Hypothekarmarkt»).

Unsere Prognose per Ende 2019 passen wir aufgrund der aktuellen Entwicklungen wie folgt an: Senkung des Zinsbandes für zehn Jahre um 45 Basispunkte auf 1.02 bis 1.22 Prozent, für fünf Jahre um 25 Basispunkte auf 0.85 bis ein Prozent und für zwei Jahre um 17 Basispunkte auf 0.83 bis 0.98 Prozent.

Empfehlung

Wer jetzt eine Hypothek abschliessen möchte oder eine bald fällige Hypothekartranche hat, erwischt einen guten Zeitpunkt zum Abschluss. Nie waren die Zinsen tiefer und die Zinskurve flacher. Das bedeutet, dass die langfristigen Hypothekarzinsen nur marginal über den kurzfristigen Sätzen liegen. Der Abschluss einer langjährigen Festhypothek lohnt sich daher gleich doppelt. Die Hypothekarzinsen können zwar, getrieben von weltwirtschaftlichen Entwicklungen, kurzfristig 10 bis 20 Basispunkte nach oben oder unten ausschlagen. Wer taktische Hypothekarabschlüsse vornehmen will, ist daher gut beraten, die Hypothekarzinsen zurzeit täglich zu beobachten.

Sparpotenzial

Hier unsere Einschätzung als pdf herunterladen.


Hypothekarzinsen

Einschätzung Hypothekarzinsen Juni 2019

Handelszölle und politische Ungewissheiten trüben die Prognosen für die Weltwirtschaft weiter ein. Vor dieser Entwicklung wird sich auch die Schweizer Exportwirtschaft nicht verschliessen können. Daher notiert der durchschnittliche Richtsatz für 10-jährige Festhypotheken per Ende Mai auf dem Allzeittief von 1.25%. Dank den Nachverhandlungen durch MoneyPark können Kunden mit guter Bonität  10-jährige Festhypotheken sogar für einen Zinssatz ab 0.78% abschliessen.

Makroökonomische Lage

Weltwirtschaft mit tiefsten Wachstums-Prognosen seit 30 Jahren

Die konjunkturellen Aussichten bleiben weiterhin verhalten. Die OECD senkte ihre Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf unterdurchschnittliche 3.2 Prozent. Für das kommende Jahr werden unverändert 3.4 Prozent vorausgesagt. Sollten diese Prognosen eintreffen, wären das die tiefsten Wachstumsraten der letzten 30 Jahre. Zu den Gründen, die zu diesen tiefen Prognosen führen, zählen längerfristig höhere Handelszölle zwischen den USA und China, zusätzliche Zölle auf den Handel zwischen den USA und der EU sowie eine stärkere Konjunkturabkühlung in China. Ebenfalls das Wachstum dämpfen könnten die weitere Ungewissheit über den Brexit sowie finanzielle Risiken wegen der hohen Verschuldung in Europa.

Die Schweiz im Soge der Weltwirtschaft

Die Schweizer Wirtschaft wuchs dieses Jahr bisher robust. Im ersten Quartal ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal überraschenderweise um 0.6 Prozent gestiegen, gegenüber dem Vorjahr sogar um 1.4 Prozent. Unterstützt wurde dieses Wachstum von allen BIP-Komponenten. Trotzdem sind auch die Prognosen für die Schweizer Wirtschaft eingetrübt. Den Einflüssen der weltweiten Unsicherheiten und speziell des Handelsstreites wird sich vor allem auch die Schweizer Exportindustrie nicht entziehen können.

Entwicklung der Kapitalmarkt-Zinssätze

Kreditabsicherungskosten (Swap) sanken stark

Nach dem starken Rückgang der Swap-Sätze im vergangenen März und der darauffolgenden Stabilisierung im April sind die langfristigen Swap-Sätze im Mai nochmals und überraschend markant gefallen. Der zehnjährige Satz verlor innert Monatsfrist 19 Basispunkte und liegt nun bei minus 0.12 Prozent, einem neuen 24-Monate-Tief. Die Ursache dieses Rückgangs mag in den politischen Unsicherheiten liegen, die das Weltwirtschaftsklima belasten: Wider erwarten zieht sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China in die Länge und noch immer ist der Ausgang des Brexits völlig unklar. Des Weiteren sind keine Indikatoren in Sicht, die demnächst verstärkte Inflationsängste aufflammen lassen könnten.

10-jähriger Richtsatz so tief wie noch nie

Der Rückgang der Swap-Sätze lässt auch die Richtsätze sinken: Der durchschnittliche Zinssatz für zehnjährige Festhypotheken liegt per Ende Mai bei 1.25 Prozent, der tiefste je bei MoneyPark ermittelte Satz. Aber auch die fünfjährigen Festhypotheken sinken um vier Basispunkte und liegen nun bei 1.01 Prozent.

Ausdehnung der Marge und der Bandbreiten

Die Finanzierungspartner haben im Mai ihre Hypothekarmarge leicht ausgedehnt, da sie nicht die ganze Reduktion der Swap-Sätze auf die Kundenzinssätze überwälzt haben. Und auch die Bandbreiten zwischen dem teuersten und dem günstigsten Anbieter vergrösserten sich: Während der teuerste Anbieter seine Konditionen auf Niveau des Vormonats beliess, hat der günstigste Anbieter seine Konditionen sogar überdurchschnittlich gesenkt. Eine zehnjährige Festhypothek kann daher mit guter Bonität bei 0.78 Prozent abgeschlossen werden (- 7 Basispunkte), eine fünfjährige bei 0.55 Prozent (-8 Basispunkte).

Prognose: Hypothekarzinsen bleiben günstig

Es gibt keinerlei Anzeichen, die eine signifikante Zinssteigerung vor dem Sommer des nächsten Jahres ankündigen. Die Prognosen für die Weltwirtschaft – die USA ausgeschlossen – sind weiterhin schwach. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China ist ungelöst und die weltweiten Inflationsprognosen bleiben niedrig. Diese Entwicklungen veranlassen die EZB und demnach auch die SNB, weiterhin an ihrer lockeren Geldpolitik festzuhalten.

Unsere langfristige Prognose passen wir daher nur marginal an: Bis Ende Jahr erwarten wir bei den fünfjährigen Festhypotheken einen Zinssatz zwischen 1.05 und 1.20 Prozent (vorher 1.10% bis 1.25%), bei den zehnjährige Festhypothek einen Zinssatz zwischen 1.30 und 1.60 Prozent (vorher 1.35% bis 1.65%).

Empfehlung

Die Entwicklungen der letzten Monate haben es gezeigt: Die Hypothekarzinsen können trotz dem tiefen Zinsniveau volatil bleiben und innert Kürze um 10 bis 20 Basispunkte sinken respektive steigen. Verändern sich die konjunkturellen Prognosen oder flammen kurzfristig Inflationsängste auf, werden sich die Hypothekarzinsen schnell wieder auf dem Niveau von Februar 2019 einfinden, als die langfristigen Kapitalmarkt-Sätze rund 20 Basispunkte höher lagen. Die aktuellen Ausschläge nach unten sollten daher für taktische Abschlüsse von langjährigen Festhypotheken genutzt werden.

 


Hypothekarzinsen

Ausblick Hypothekarzins 2020 – weiterhin freundliches Umfeld

Wir sehen bis Ende 2020 weiterhin ein Negativzinsumfeld und Hypothekarzinsen, die nur leicht über dem heutigen Niveau liegen. Vielschichtige Gründe sprechen für dieses Szenario: Aufgrund der aktuellen Wachstumsschwäche in der Eurozone wird die Europäische Zentralbank (EZB) nicht komplett von ihrer expansiven Geldpolitik loskommen. Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind damit ihrerseits die Hände für Zinserhöhungen gebunden.


Update der Zinsprognose per 19. August 2019: Zinsprognose bis 2021 – Hypozinsen bleiben noch mehrere Jahre tief


Ausblick

Entwicklung Schweizer Wirtschaft

Die Schweizer Wirtschaft hat gegen Ende 2018 an Dynamik eingebüsst. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Wachstumszahlen enorm anziehen, ist bescheiden. Ganz im Gegenteil: Die Zeichen einer längeren Wachstumsabkühlung in der Schweiz wie auch in der Eurozone mehren sich. Das Risiko, dass anhaltende geopolitische Unsicherheiten weiteren Aufwärtsdruck auf den Schweizer Franken verursachen, ist beträchtlich.
Die SNB kommuniziert zudem äusserst verhaltene Inflationsaussichten. Jüngst korrigierte sie ihre Prognose für 2019 nach unten und erwartet nun erst für 2020 eine Inflation von einem Prozent.

Entwicklung Zinsen

Die EZB ihrerseits bestätigte schon mehrfach, bis Mitte 2019 keine Zinserhöhungen vorzunehmen. Vor allem aufgrund des erheblichen EZB-Einflusses auf den Schweizer Markt sind der SNB faktisch die Hände gebunden. Eine erste Zinserhöhung durch die SNB vor der EZB wäre zwar möglich, aber mit
beträchtlichen Aufwertungsrisiken des Schweizer Frankens verbunden. Die Wahrscheinlichkeit ist deshalb hoch, dass die SNB ihren Leitzins von aktuell -0.75 Prozent nicht vor Anfang 2020 erhöhen wird – auch unter Berücksichtigung der niedrigen erwarteten Inflation.

Was bedeutet das für die Hypothekarnehmer?

Entwicklung Hypothekarzinsen

Ein grosser Aufwärtsdruck bei den Hypothekarzinsen ist nicht zu befürchten, umgekehrt allerdings auch keine weitere
Abwärtsbewegung. Wir gehen von Seitwärtstendenzen mit leichten Verteuerungen am langen Ende aus und sehen das Zinsniveau für zehnjährige Festhypotheken Ende 2020 rund 0.3 bis 0.5 Prozent höher als heute.

Wir schätzen die Chancen als hoch ein, dass Wohneigentum auch im Jahr 2020 noch zu sehr günstigen Konditionen finanziert werden kann.

Entwicklung Eigenheimpreise

Wir erwarten, dass das nachfragegetriebene Wachstum zukünftig zwar leicht abschwächt, aber weiterhin einen wichtigen Impuls für den Immobilienmarkt geben wird. Im langfristigen, historischen Vergleich tiefe Hypothekarzinsen werden weniger positiven Konjunkturdaten und einem moderat ansteigenden Preisniveau gegenüberstehen.

Das Angebot dürfte sich durch die derzeit abnehmende Bautätigkeit auf einem leicht tieferen Niveau stabilisieren. Daraus ergibt sich ein moderat ansteigendes Preisniveau für selbstgenutztes Wohneigentum in der Schweiz, wobei vermehrt Faktoren wie Mikrolage, Infrastruktur, Zustand des Objektes etc. eine wichtige Rolle spielen.

Hypothekarprodukt Durchschnittl. Richtsatz Zinsband bis Ende Juni 19 Zinsband bis Ende 2019 Zinsband bis Ende 2020
Libor-Hypothek 3 Mte 0.99% 0.95% – 1.10% 0.95% – 1.10% 0.95% – 1.10%
Festhypothek 2 Jahre 1.02% 1.00% – 1.15% 1.00% – 1.15% 1.10% – 1.30%
Festhypothek 5 Jahre 1.06% 1.05% – 1.20% 1.10% – 1.25% 1.20% – 1.40%
Festhypothek 10 Jahre 1.50% 1.50% – 1.70% 1.55% – 1.75% 1.80% – 2.00%
Datengrundlage: Richtsätze von über 100 Banken und Versicherungen im Durchschnitt. Stand: 31.12.2018    

Die Treiber des Hypothekarzinses

Konjunkturentwicklung in der Europäischen Union

Die Schweiz ist in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung stark von der Europäischen Union (EU) abhängig. Die EU ist unser wichtigster Handelspartner und die Geldpolitik der EZB hat direkten Einfluss auf den Wechselkurs des Schweizer Frankens und des Euros. Für unsere Prognose beleuchten wir
daher auch die Ausgangslage in der EU, unter Berücksichtigung folgender Indikatoren:

  • Geldpolitik der EZB
  • Entwicklung des Bruttoinlandproduktes
  • Entwicklung der Verbraucherpreise sowie des Einkaufs-
    managerindex
  • Entwicklung der Arbeitslosenquote
  • Offene politische Diskussionen, wie das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union, bestehende Handelskonflikte und die noch offene Umsetzung des Brexit

Konjunkturentwicklung in der Schweiz

Die Wirtschaftsentwicklung der Schweiz weicht in vielen Punkten von der EU ab. Das Wachstum ist momentan grösser, die Arbeitslosenquote tiefer. Trotzdem ist die Schweiz mit der EU eng verbunden, und was in der EU geschieht, hat direkten Einfluss auf uns. Die SNB passte ihre Zinsentscheide daher bisher mehrheitlich denjenigen der EZB an. Eine Abweichung zur Strategie der EZB hätte zur Folge, dass sich der Franken gegen den Euro aufwertet, was wiederum die hiesige Wirtschaft stark beeinflussen würde.

Wie die Negativzinsen entstanden sind

Nach der Finanzkrise senkten die Notenbanken weltweit massiv die Zinsen, um günstiges Geld auf den Markt zu spülen und damit die Wirtschaft anzukurbeln. Die Notenbanken der USA und England haben die Zinsen aber mittlerweile wieder angehoben. Die EZB hingegen belässt die Zinsen vorderhand noch im Minusbereich. Nach der Aufhebung der Wechselkursuntergrenze zum Euro anfangs 2015 musste die SNB die kurzfristigen Zinsen massiv in den negativen Bereich drücken, um den Franken gegenüber dem Euro nicht noch stärker werden zu lassen.

Banken, die ihre Guthaben bei der SNB anlegen, zahlen daher einen Negativzins. Dieser wird zum Teil von den Banken auch an grosse Kunden weiterverrechnet. Da die kurzfristigen Zinsen im negativen Bereich liegen, sind auch die langfristigen Zinsen massiv zurückgekommen. Dies schlägt sich insgesamt auf die Hypothekarzinsen nieder.

Welche Hypothek soll ich wählen?

Welches Hypothekarmodell Sie wählen, hängt nicht nur von der aktuellen Zinssituation und den Zinsprognosen ab,
sondern auch von Ihrer persönlichen Situation und Ihrer Risikofähigkeit und -toleranz. Kurzfristige Hypotheken sind zwar günstiger als langfristige; wer aber heute eine fünfjährige
Hypothek abschliesst und diese bei Fälligkeit verlängern muss, geht das Risiko ein, dass dies nur zu deutlich höheren Zinsen möglich sein wird.

* Hypothekarzins basierend auf dem 3-Monats-Libor plus einer Marge von 1% (durchschnittliche Marge unserer Partner) / Quelle: SNB  

Hypothekarmodelle

Festhypothek

Eine Festhypothek wird mit einem fix definierten Zinssatz und für eine gewisse Laufzeit abgeschlossen, normalerweise zwischen zwei und zehn Jahren. Einzelne Anbieter offerieren auch Laufzeiten bis 25 Jahre. Der Zinssatz bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert, unabhängig von der Entwicklung der Hypothekarzinsen am Markt.

Eine Festhypothek kann je nach Anbieter bis zu zwei Jahre vor Laufzeitbeginn abgeschlossen werden. Dabei wird dem Zins zwar einerseits ein so genannter Forward-Zuschlag hinzugerechnet, andererseits kann die Hypothek in der Folge zu den aktuellen Zinssätzen abgeschlossen werden. Eine Forward-
Hypothek macht demnach dann Sinn, wenn steigende Hypothekarzinsen erwartet werden.

Geldmarkt-Hypothek

Bei einer Geldmarkt-Hypothek werden die Zinsen während der Laufzeit der Hypothek regelmässig angepasst und basieren auf einem Referenzzinssatz für kurzfristige Kredite am Geldmarkt. Der Hypothekarzinssatz setzt sich dabei zusammen aus dem aktuellen Referenzzinssatz und einer Marge. Je nach
Modell, aber üblicherweise alle drei Monate, wird ein neuer Zinssatz definiert. Die Geldmarkt-Hypothek wird normalerweise in einem Rahmenkreditvertrag von drei bis fünf Jahren abgeschlossen.

Momentan dient der Libor (London Interbank Offered Rate) als Referenzzinssatz, dieser wird jedoch per Ende 2021 eingestellt. Als Ersatz prüfen die Hypothekargeber momentan den Saron (Swiss Average Rate Over Night). Wie die Geldmarkt-Hypotheken basierend auf dem Saron zukünftig ausgestaltet werden, ist noch nicht abschliessend definiert. Für den Hypothekarnehmer dürfte sich aber nicht viel ändern. Trotzdem bieten diverse Anbieter in der Übergangsphase keine Libor-Hypotheken mehr an.



Einschätzung Zinsmarkt November 2018

Die Richtsätze sanken im Oktober über alle Laufzeiten hinweg teils deutlich. Dies entgegen den Kreditabsicherungssätzen, die nach einem anfänglichen Aufwärtstrend in der zweiten Monatshälfte wieder sanken und Ende Oktober leicht unter den Sätzen von Ende September notierten. Der Konkurrenzkampf erhöhte sich somit wie schon im Vormonat auch im Oktober. Einzelne Anbieter nahmen weitere Margeneinbussen in Kauf, um kompetitiv zu bleiben. Weiterlesen
Einschätzung Zinsmarkt Oktober

Einschätzung Zinsmarkt Oktober 2018

Im September verteuerten sich die Hypothekarzinsen am mittleren und langen Ende teils deutlich. Die Richtsätze für kurzfristige Festhypotheken widersetzten sich diesem Trend und notierten gegenüber dem Vormonat praktisch unverändert. Wir beobachten bei den Kreditabsicherungssätzen Aufschläge, die klar über den Anstiegen bei den Hypothekarzinsen liegen. Einzelne Anbieter nahmen folglich eine Margeneinbusse in Kauf und vergünstigten somit ihr Angebot im vergangenen Monat. Weiterlesen
Hypothekarzins - quo vadis? Ausblick bis Ende 2020

Hypothekarzins – quo vadis? Ausblick bis Ende 2020

Ein Ausblick bis 2020: Wir sehen für die kommenden rund zweieinhalb Jahre weiterhin ein Negativzinsumfeld und Hypothekarzinsen, die nur leicht über dem heutigen Niveau liegen. Vielschichtige Gründe sprechen für dieses Szenario: Es zeichnet sich eine schwächelnde Konjunktur in Europa ab und die Europäische Zentralbank (EZB) wird daher nicht von ihrer expansiven Geldpolitik loskommen. Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind damit ihrerseits die Hände für Zinserhöhungen gebunden.Weiterlesen

Zinsmarkt

Einschätzung Zinsmarkt August 2018

Die Volatilität des Zinsmarktes für überjährige Laufzeiten nahm im abgelaufenen Monat deutlich ab. Die Richtsätze für Festhypotheken für mittlere und lange Laufzeiten erhöhten sich gegenüber dem letzten Stichtag leicht. Diese Entwicklung dürfte nicht zuletzt in Zusammenhang stehen mit der (vorläufigen) Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und der EU und des steigenden Zinsniveaus in den USA und England.Weiterlesen
Einschätzung Zinsmarkt Juli

Einschätzung Zinsmarkt Juli 2018

Der Zinsmarkt im überjährigen Bereich präsentiert sich weiterhin volatil. Die Richtzinsen für mittel- und langfristige Festhypotheken haben sich im letzten Monat leicht reduziert. Dies dürfte insbesondere damit zusammenhängen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) und die Schweizerische Nationalbank ihr künftiges Festhalten an einer expansiven Geldpolitik bekräftigt haben. Weiterlesen
Einschätzung Zinsmarkt Juni 2018

Einschätzung Zinsmarkt Juni 2018

Die Richtzinssätze für Festhypotheken haben sich im letzten Monat sehr volatil verhalten. Zinsanstiege wechselten sich mit Zinssenkungen ab - ein Spiegelbild der weiterhin positiven Konjunkturaussichten verbunden mit deutlich sichtbaren Risiken. Verglichen mit dem Stand von Ende April sind die Richtzinssätze für Festhypotheken über alle Laufzeiten hinweg gesunken. Allerdings ist die Reduktion bei den langen Laufzeiten deutlich geringer ausgefallen als bei den SWAP-Sätzen. Ein Hinweis darauf, dass die Anbieter ihre Margen zu optimieren versuchen. Weiterlesen
Einschätzung Zinsmarkt Mai 2018

Einschätzung Zinsmarkt Mai 2018

Frühlingsgefühle erreichen den Zinsmarkt: Nachdem Anfang Jahr ein deutlicher Anstieg bei den mittel- bis langfristigen Festhypotheken verzeichnet werden konnte, korrigierte das Zinsniveau am Ende des ersten Quartals wieder etwas nach unten. In den ersten zwei April-Wochen schwächte sich die Volatilität am Zinsmarkt deutlich ab, bevor die Kreditabsicherungskosten in der letzten April-Woche analog den sommerlichen Temperaturen sprunghaft anstiegen und bei den Banken und Versicherungen über alle Laufzeiten hinweg zu Erhöhungen der Richtzinsen führten. Weiterlesen
Einschätzung Zinsmarkt April

Einschätzung Zinsmarkt April 2018

Tauwetter an der Zinsfront: Nachdem sich in den ersten zweieinhalb Monaten des neuen Jahres ein deutlicher Aufwärtstrend bei mittel- bis langfristige Festhypotheken gezeigt hat, haben sich die Zinssätze in den letzten Wochen nun wieder spürbar erholt. Vor allem bei Festhypotheken mit langen Laufzeiten wurden dadurch ein Teil der Zinssteigerungen seit Anfang Jahr wieder korrigiert. Im Vergleich zum Vormonat sinken 10-jährige Festhypotheken im Schnitt um 10 Basispunkte und erreichen im Mittel 1.67 Prozent. Weiterlesen
Einschätzung Zinsmarkt

Einschätzung Zinsmarkt März 2018

Der im neuen Jahr aufgekommene eisige Wind hat sich zwar abgeschwächt, dafür hat sich inzwischen ein raues und wechselhaftes Klima an der Zinsfront installiert. Die Aufwärtstendenz setzte sich in der ersten Hälfte des Februars fort. Im weiteren Verlauf stabilisierten sich die Zinsen auf diesem Niveau und schwächten sich in den letzten Tagen wieder leicht ab. Erhöhungen resultieren vorwiegend bei Festhypotheken mit langen Laufzeiten. Im Vergleich zum Vormonat ziehen 10-jährige Festhypotheken im Schnitt um 7 Basispunkte an und erreichen im Mittel 1.77 Prozent. Weiterlesen
Zinsprognose

Zinsprognose Dezember 2017: Abkühlung am Zinsmarkt hält an

Im November sinken die Hypothekarzinsen über alle Laufzeiten hinweg. Besonders stark gibt die Libor-Hypothek nach – innerhalb eines Monats verliert sie 7 Basispunkte. Mit einem Abschlag von jeweils 5 Basispunkten werden die mittleren und langen Laufzeiten von 5 und 10 Jahren ebenfalls nochmals attraktiver. Eine gute Chance also, sich die günstigen Konditionen noch dieses Jahr zu sichern. Weiterlesen
Zinsprognose November

Zinsprognose November 2017: Abkühlung am Zinsmarkt

Nicht nur das Wetter zeigt sich winterlich, auch die Temperaturen am Zinsmarkt sinken im Oktober leicht. Besonders die 2-jährigen Festhypotheken werden im November etwas günstiger und fallen um 6 Basispunkte. Am Swap-Markt zeigt sich derweil ein verhaltener Aufwärtstrend. Die Reduktion des Anleiheaufkaufprogramms per Ende Jahr könnte hier jedoch nochmals für etwas Bewegung sorgen. Weiterlesen
Zinsprognose Oktober

Zinsprognose Oktober 2017: Auf und Ab an der Zinsfront

Nachdem im August die Zinsen regelrecht dahingeschmolzen sind, ziehen sie im September wieder an. Die 10-jährige Festhypothek steigt um 7 Basispunkte auf durchschnittlich 1.63 Prozent und auch die mittleren Laufzeiten verteuern sich um 3 Basispunkte. Während die Zinsen Achterbahn fahren, sind die Wachstumsaussichten in der Eurozone durchaus stabil. So zeigte sich EZB Chef Draghi denn auch betont positiv was das Inflationsziel anbelangt. Weiterlesen

Zinsprognose September 2017: Alles auf Anfang

Nachdem sich das Zinstableau im Juli erstmals deutlich nach oben bewegt hat, setzt der August alles wieder auf Anfang. Die Festhypotheken mit Laufzeit 2, 5 und 10 Jahre geben wieder nach und korrigieren den starken Anstieg im Juli. Auch die Kreditabsicherungskosten sinken im August wieder und bescheren den Hypothekarnehmern attraktive Hypozinsen. Ähnlich unentschlossen wie das Zinstableau präsentieren sich die weltweit wichtigsten Notenbanken am Klassentreffen in Jackson Hole. Wer richtungsweisende Entscheide erwartet hatte, wurde einmal mehr vertröstet.

Nach einem kurzen Aufbäumen im Juli, kehrt die Zurückhaltung an den Zinsmarkt zurück. Der starke Anstieg der Richtzinsen im Juli wird im August gleich wieder einkassiert. Im August bewegen sich die 10-jährige Festhypotheken um 9 Basispunkte nach unten. Und auch die kürzeren Laufzeiten über 5 bzw. 2 Jahre geben um 3 bzw. 1 Basispunkt nach. Datengrundlage: Richtzinsen von über 60 Banken und Versicherungen im Durchschnitt. Stand: 28.08.2017. Gleichermassen unentschlossen zeigen sich die weltweit wichtigsten Notenbanker am Pilgersymposium der Federal Reserve Bank of Kansas City in Wyoming – besser bekannt als „Jackson Hole“. Die mit Spannung erwartete Rede von Yellen vermochte nur den Dollar kurzzeitig zu bewegen – die Gemüter der Marktteilnehmer blieben ansonsten unbeeindruckt. Wie die Fed den Abbau der 4.5 Billionen Dollar Bilanz in Angriff nehmen möchte, blieb ebenso offen, wie der nächste geplante Zinsschritt fragllich scheint. Auch Draghi zeigte sich in den Rocky Mountains wenig gesprächig und unterliess diesmal jedwede Anspielungen auf ein mögliches Ende des Europäischen Anleihenaufkaufprogramm. Praktisch richtungs- und ideenlos ging damit das Kollegentreffen der wichtigsten Geldpolitiker weltweit zu Ende.

Richtungslosigkeit auch am Swap-Markt

Die Kreditabsicherungskosten sind schon seit Monaten auf Berg- und Talfahrt. Nach dem Anstieg im letzten Monat folgt im August auch schon der Abstieg. Die Absicherungskosten für 10-jährige und 2-jährige Verpflichtungen sinken im August wieder leicht und machen die Konditionen für Hypothekarnehmern nochmals attraktiver. Quelle: Thomson Reuters

Trotz tiefer Zinsen sind die Zinsunterschiede extrem hoch

Die Unterschiede zwischen dem durchschnittlich günstigsten und dem durchschnittlich teuersten Anbieter steigen per Ende August 2017 weiter an. Für 10-jährige Festhypotheken klettert die Zinsdifferenz um ganze 13 Basispunkte von 80 auf 93 Basispunkte. Die Unterschiede zwischen den Anbietern erreichen damit beinahe den Höchststand Anfang Jahres von 99 Basispunkten. Als Hypothekarnehmern bergen die hohen Zinsunterschiede grosse Einsparpotenziale. Dabei gilt: je länger die Laufzeit und je höher die Kreditsumme, desto entscheidender sind bereits geringe Zinsunterschiede von wenigen Basispunkten. Wer die langlaufende Festhypothek beim günstigsten Anbieter abschliesst, spart bei einer Hypothekarsumme von 500‘000 Franken fast 5000 Franken pro Jahr.   Datengrundlage: Richtzinsen von über 60 Banken und Versicherungen im Durchschnitt. Stand: 28.08.2017. In einem persönlichen Beratungsgespräch zeigt Ihnen Ihr MoneyPark-Berater auf, wie hoch Ihr persönliches Einsparpotenzial ist. Einen ersten Vergleich von verschiedenen Schaufensterkonditionen erhalten Sie gleich online über den MoneyPark Zinsvergleich.

Auch die Zinskurve macht einen Schritt zurück

Nachdem sich die Zinskurve im vergangenen Monat nach oben verschoben hat, wird dieser Anstieg im August gleich wieder nivelliert. Die Zinskurve liegt für die Laufzeiten zwischen 2 und 50 Jahren wieder praktisch auf demselben Niveau wie Ende Juni. Quelle: Thomson Reuters Datastream   Die durchschnittlichen Hypotheken Referenzzinsen liegen per 28.08.2017 bei folgenden Ständen:  
Hypothekarprodukt Durchschnittlicher Richtzins Delta zum Vormonat in bps
Libor-Hypotheken 1.08%  + 1
2-jährige Festhypotheken 1.16% - 1
5-jährige Festhypotheken 1.29%  - 3
10-jährige Festhypotheken 1.56% - 9
 
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Prognose: Ein Schritt vor ein Schritt zurück

Die Sommerflaute auf dem Zinsmarkt wird von einem Wechselspiel steigender und sinkender Zinsen abgelöst. Der Zinsanstieg im Juli wird im August gleich wieder einkassiert und auch der Swap-Markt zeigt sich unbeständig. Nichtsdestotrotz rechnen die Experten von MoneyPark bis Ende Jahr nochmals mit leicht steigenden Zinsen. Datengrundlage: Richtzinsen von über 60 Banken und Versicherungen im Durchschnitt. Stand: 28.08.2017. Für 10-jährige Festhypotheken rechnen die Experten von MoneyPark mit Richtzinsen zwischen 1.62 und 1.76 Prozent, bei einem derzeitigen Stand von 1.56 Prozent.
Hypothekarprodukt Durchschnittlicher Richtzins 3M Zinsband (Durchschnitte) 6M Zinsband (Durchschnitte) 12M Zinsband (Durchschnitte)
Libor-Hypotheken 1.07% 1.08% - 1.20% 1.09% - 1.22% 1.10% - 1.24%
2-jährige Festhypothek 1.17% 1.15% - 1.24% 1.15% - 1.25% 1.16% - 1.27%
5-jährige Festhypothek 1.32% 1.27% - 1.36% 1.27% - 1.37% 1.27% - 1.39%
10-jährige Festhypothek 1.65% 1.61% - 1.75% 1.63% - 1.80% 1.65% - 1.86%
Datengrundlage: Richtzinsen von über 60 Banken und Versicherungen im Durchschnitt. Stand: 28.08.2017.   Steht bei Ihnen bald die Ablösung einer laufenden Hypothek an? Dann lohnt es sich bereits frühzeitig einen Überblick über die aktuellen Konditionen im Markt zu erhalten. Wer eine einfache Möglichkeit sucht, die bestehende Hypothek abzulösen, kann in wenigen Schritten mit dem online-Refinanzierungstool von MoneyPark die Angebote im Markt vergleichen und direkt abschliessen. Weiter zur Online-Refinanzierung.
Zinsprognose

Zinsprognose August 2017: Zinsen ziehen an

Nachdem sich das Zinstableau in den vergangenen Monaten äusserst träge präsentiert hat, ziehen die Zinsen im Juli deutlich an. Die 10-jährigen Festhypotheken steigen um 12 Basispunkte auf durchschnittlich 1.65 Prozent. Aber auch die kürzeren Laufzeiten legen deutlich zu. Und auch auf dem Swap-Markt verteuern sich die Kreditabsicherungskosten im Vergleich zum Vormonat.  Weiterlesen
Zinsprognose

Zinsprognose Juli 2017: Die Lethargie im Zinsmarkt hält an

Die Sommermüdigkeit hält auch im Juni weiter an und das Zinstableau zeigt sich wenig beweglich. Die wenigen zinsseitigen Veränderungen werden mehrheitlich durch die kompetitivsten Anbieter bestimmt. Sprich die durchschnittlich günstigsten Anbieter senken ihre Zinsen tendenziell eher leicht, während sich die durchschnittlich teuersten Anbieter wenig dynamisch zeigen. Auch am Swap-Horizont lassen sich keine Anzeichen für ein baldiges Anziehen der Zinsen erkennen. Auch wenn das Fed bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr an der Zinsschraube gedreht hat und den Leitzins mittlerweile zwischen 1.00 und 1.25 Prozent liegt. Aufhorchen lässt gleichwohl die jüngste Draghi Rede, die sich der US-Position zumindest verbal annähert, während SNB ihre Position erst jüngst zementieren musste. Weiterlesen
Zinsprognose

Zinsprognose Juni 2017: Am Zinsmarkt macht sich Sommermüdigkeit breit

Nach einem turbulenten April zeigt sich der Mai zinsseitig eher träge. Per Ende Monat liegen die Zinsen praktisch auf gleichem Niveau wie im Vormonat. Trotz mehrheitlich unveränderter Schaufensterkonditionen im Mai, sinkt per 2. Juni der Referenzzinssatz für Mieten auf 1.5 Prozent. Mieter können nun eine Mietzinsreduktion bei ihrer Hausverwaltung geltend machen und sich zumindest theoretisch über einen Senkungsanspruch in Höhe von 2.91 Prozent freuen. Nichtsdestotrotz bleibt Wohneigentum angesichts der äusserst attraktiven Konditionen im Zinsmarkt vorteilhaft, lassen sich die Wohnkosten als Eigentümer im Vergleich zum Mieter doch um 10 bis 50 Prozent reduzieren. Weiterlesen
Zinsprognose

Zinsprognose Mai 2017: Wechselhafte Zinsen prägen den April

Zinsprognose Mai 2017: Der April zeigt sich nicht nur wettertechnisch launisch und wechselhaft. Auch die Zinsen schlagen teilweise heftig aus. Die 5-jährigen Festhypotheken legen eine regelrechte Achterbahnfahrt hin und steigen und fallen im Wochenrhythmus. Auch bei den 10-jährigen Festhypotheken zeigt sich ein starker Rückgang der durchschnittlichen Richtzinsen. Nur die kurzen Laufzeiten und die Libor-Hypothek zeigen sich unbeeindruckt und bleiben praktisch konstant. Weiterlesen
Prévision

Zinsprognose April 2017: Der April steht im Zeichen der Politik, Hypozinsen mit leichter Aufwärtstendenz

Am 23. April wählen die Franzosen einen neuen Präsidenten. Zwar wird kaum einer der vier Kandidaten im ersten Anlauf die mehr als 50 Prozent zum Wahlsieg benötigten Stimmen erhalten, dennoch steht mit der Kandidatur von Marine Le Pen auch für die internationalen Finanzmärkte ein Risikoszenario zur Wahl, das den ohnehin schon unterbewerteten Euro weiter schwächen könnte, mit entsprechend negativen Folgen für die Schweizer Nationalbank. Weiterlesen
Zinsprognose

Zinsprognose März 2017: Attraktive Hypozinsen im Februar

Zinsprognose März 2017: Die letzte Februarwoche bescherte den Hypothekarnehmern nochmals äusserst attraktive Hypothekarzinsen. Die Abschläge für 5- bzw. 10-jährige Festhypotheken betrugen zwischen 3 und 6 Basispunkten im Vergleich zur Vorwoche. Während sich Hauskäufer über tiefe Zinsen freuen, profitieren Mieter weitaus weniger von dem ultratiefen Zinsumfeld. Zwar sinkt auch der Referenzzinssatz für Mieten kontinuierlich, die Mieten indes steigen weiter. Weiterlesen

Zinsprognose Februar 2017

Neue Anbieter mischen den Markt auf und konkurrenzieren Banken nicht nur bei langlaufenden Hypotheken, sondern vermehrt auch bei kürzeren Laufzeiten. Für Hypothekarnehmer ist das heterogene Anbieterfeld auf den ersten Blick zwar herausfordernd, bietet aber auch viele attraktive Chancen, eine günstige Finanzierung oder Refinanzierung zu realisieren – insbesondere zu Beginn des Jahres stehen die Chancen äusserst gut, vorausgesetzt man vergleicht und verhandelt professionell. Weiterlesen
Zinsprognose_Januar

Zinsprognose Januar 2017

Die Eidgenossen testen 2017 die Null-Prozent-Marke und verteuern somit in den kommenden Monaten auch langlaufende Hypothekarforderungen. Auch auf den Swap-Märkten zeigt sich dieser Trend: die 10-jährigen Swap-Sätze sind bereits seit einigen Wochen in den positiven Bereich gerutscht. Nichtsdestotrotz ist auch 2017 eine Anhebung der Leitzinsen durch die SNB, aufgrund der uneingeschränkt expansiven Geldpolitik der EZB, wenig wahrscheinlich. Zinsen bleiben folglich (sehr) tief. Die aktuellste Version unserer Einschätzung Hypothekarzinsen finden Sie jeweils hier.Weiterlesen

Zinsprognose November 2016

Die Zinsen für Festhypotheken haben im Oktober auf tiefem Niveau stagniert. Bei den Libor-Hypotheken gab es einen deutlichen Sprung nach oben. In unserer Zinsprognose November 2016 rechnen wir für die nächsten Monate mit einem volatilen Zinsumfeld und empfehlen bei aktuellem Zinsniveau weiter mit Nachdruck langfristige Hypotheken. Weiterlesen

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