Tipps zur Hypoverlängerung im Alter

von / 23 August 2022
MoneyPark Ratgeber - Immobilien und Hypotheken

MoneyPark Ratgeber – Wir werden nächstes Jahr pensioniert und müssen schon bald unsere laufende Hypothek erneuern. Grundsätzlich möchten wir noch ein paar Jahre in unserem Haus bleiben, möchten uns aber dennoch nicht über Jahre hinaus binden. Was raten Sie uns und worauf müssen wir achten?

Den Wunsch, auch nach der Pensionierung noch einige Jahre im vertrauten Eigenheim zu bleiben, hegen über die Hälfte aller Schweizerinnen und Schweizer. Zu beachten ist dabei, dass Ihre Hypothek mit dem Eintritt ins Rentenalter nur noch maximal zwei Drittel des Immobilienwerts betragen darf und mit einem geringeren Einkommen tragbar sein muss. Entgegen kommt Ihnen, dass immer mehr Hypothekar­anbieter, insbesondere alternative Kapitalgeber wie Pensionskassen, bei frühzeitiger Auflösung einer Festhypothek auf eine Vorfälligkeitsentschädigung verzichten.

Mittels Amortisation die Tragbarkeit im Alter sichern

Nach der Pensionierung verlassen sich viele Eigentümerinnen und Eigentümer auf die berufliche und staatliche Vorsorge und erachten ihr Eigenheim als zusätzliche Altersreserve. Zu beachten ist dabei, dass so nur rund 50 bis 70 Prozent des ursprünglichen Einkommens abgedeckt sind. Ist Ihr Haus eine Million Franken wert, wäre eine Hypothek von maximal CHF 650’000 möglich und dafür benötigen Sie ein Einkommen von CHF 130’000 – unabhängig vom Zinssatz, den Sie abschliessen. Reicht das Einkommen nicht, können Sie beispielsweise mit angespartem Kapital die Hypothek auf CHF 500’000 amortisieren, womit dann CHF 105’000 Einkommen reichen würden. Eine weitere Möglichkeit bei einem zu geringen Einkommen ist der Vermögensverzehr. Dabei bezahlen Sie sich aus dem eigenen Vermögen eine monatliche Rente aus, die dann die Einnahmen aus AHV und Pensionskasse steigert und so die Tragbarkeit im Alter sichert.

Festhypothek mit kostenlosem Ausstieg bei Verkauf

Gerade wenn die Zinsen rasch ansteigen, wie zuletzt im ersten Halbjahr 2022, lohnt es sich umso mehr vor Abschluss oder Verlängerung einer Hypothek verschiedene Offerten zu vergleichen und auch eine unabhängige Zweitmeinung einzuholen. Man kommt so trotz gestiegener Zinssätze immer noch in den Genuss von sehr attraktiven Konditionen – und dies über alle Laufzeiten hinweg. Auch trifft die Wiedereinführung des antizyklischen Kapitalpuffers die Kapitalgeber asymmetrisch. Banken sind direkt betroffen, Versicherungen und Pensionskassen hingegen nicht, was umso mehr zur Einholung von Vergleichsofferten einlädt.

Für eine Festhypothek im Alter spricht, dass wir vermehrt Hypothekaranbieter sehen, welche bei einem vorzeitigen Verkauf der Liegenschaft vor Ablauf der Festhypothek auf eine Vorfälligkeitsentschädigung verzichten und damit langfristige Hypotheken auch fürs Wohnen im Alter sehr attraktiv machen. Insbesondere «gute» Hypothekarkunden mit tiefen Risiken können so ihre Liegenschaft vorzeitig verkaufen, ohne dass dafür die meist sehr hohen Vorfälligkeits­gebühren bezahlt werden müssen.

Hypothek übertragen oder übergeben

Eine weitere Möglichkeit ist der Übertrag der Hypothek auf ein anderes Objekt. Wenn Sie im Alter Eigentümer bleiben, aber in eine andere Immobilie umziehen möchten, dann können Sie die laufende Hypothek in der Regel ohne Folgekosten auf das neue Objekt übertragen. Sollten Sie kein Eigentum mehr wollen, könnten Sie auch die laufende Hypothek an den Käufer übergeben. Jedoch hängt es sehr stark von den Konditionen und dem geltenden Zinssatz Ihrer bestehenden Hypothek ab, ob der Käufer auf dieses Angebot eingeht. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld mit drohendem Zinsanstieg stehen die Chancen dafür aber sehr gut.

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