Tipps zu Geldmarkt- oder Festhypothek

von / 04 August 2021
MoneyPark Ratgeber - Immobilien und Hypotheken

MoneyPark Ratgeber Geldmarkt- oder Festhypothek: Was passt besser? Lange galt die Geldmarkt-Hypothek als die günstigste Finanzierungsform fürs Eigenheim. Geeignet für all jene, die mit Zinsschwankungen umgehen können. Wer sich für eine Libor – oder neu Saron-Hypothek – entschied, konnte in den letzten zehn Jahren von sinkenden Zinsen profitieren. Jetzt aber scheint die Festhypothek den Siegeszug anzutreten. Hier einige Tipps, was bei der Entscheidung bedacht werden sollte.

Die rollierende Festlegung des Zinssatzes auf Basis des Libor – oder ab Ende 2021 des Saron – gewährleistet einen marktnahen Zinssatz. Bei sinkendem Zinsniveau eine feine Sache, schliesslich sinken damit die Wohnkosten laufend. Aber: Mit der Einführung von Negativzinsen fiel der Libor im Januar 2015 unter null. Seither besteht der Hypothekarzinssatz ausschliesslich aus der Marge des Finanzierungsinstituts, womit kaum mehr Zinssenkungspotenzial vorhanden ist. Parallel wurden die Festhypotheken in den letzten Jahren immer günstiger und sie haben weiteres Zinssenkungspotenzial, weil der administrative Aufwand für das Finanzierungsinstitut geringer ist.

Bringt mir eine Geldmarkthypothek mehr Flexibilität?

Mit Rahmenkreditverträgen bei Libor- und auch bei den bisher meisten Saron-Hypotheken – schränken die Anbieter die von Kundinnen und Kunden gewünschte Flexibilität für einen Anbieterwechsel oder eine Rückzahlung ein. Ursprünglich war eine Anpassung auf das Ende jeder Libor-Periode möglich, also üblicherweise alle drei Monate. Wie die Anbieter die neuen Saron-Verträge ausgestalten, bleibt abzuwarten – die bereits auf dem Markt befindlichen haben in der Regel Laufzeiten von zwei, drei oder fünf Jahren. Es gibt bei einigen Anbietern zwar weiterhin die Möglichkeit, beim Verkauf der Liegenschaft kostengünstig auszusteigen und mehrheitlich die Option auf das Ende der nächsten Libor/Saron-Periode kostenfrei in eine Festhypothek beim gleichen Anbieter zu wechseln. Dies ist aber kein Alleinstellungsmerkmal.

Gibt es die Möglichkeit, aus einer Festhypothek auszusteigen?

Festhypotheken sind an fixe Laufzeiten gebunden und entsprechend muss bei vorzeitigem Ausstieg in der Regel eine Vorfälligkeitsprämie bezahlt werden. Es gibt aber zunehmend Anbieter, wie beispielsweise Pensionskassen, die bei sehr langen Laufzeiten einen kostengünstigen oder gar kostenlosen Ausstieg ermöglichen. Vermehrt werden auch Switch-Optionen zum kostenfreien Wechsel in neue Festhypotheken angeboten. Diese Option ermöglicht während der Laufzeit einer Festhypothek jederzeit in eine länger laufende Festhypothek umzusteigen, sofern der neue Zinssatz höher ist. So haben Sie die Möglichkeit, beispielsweise bei einem erwarteten Zinsanstieg, vor Ablauf der bestehenden Hypothek eine neue Festhypothek abzuschliessen.

Solche Angebote sind sehr beliebt. Es erstaunt also nicht, dass sich die Nachfrage nach Libor-Hypotheken in den letzten fünf Jahren halbiert hat. Abgelöst wurden sie vorwiegend durch Festhypotheken von sechs bis zehn Jahren Laufzeit. Der Siegeszug der Festhypotheken wird im aktuellen Zinsumfeld weiter voranschreiten.

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