Negativzins: Lohnt sich die Libor-Hypothek noch?

10.04.2015 11:25
Negativzins: Lohnt sich die Libor-Hypothek noch?

Lange waren Libor-Hypotheken günstiger als Festhypotheken. Auf diese Faustregel können sich Eigenheimbesitzer heute nicht mehr uneingeschränkt verlassen. Die Zinsen für Fest- und Libor-Hypotheken haben sich angeglichen; für einen geringen Aufschlag kann sich der Kunde langfristig günstige Zinsen sichern.

Wer sich in den vergangenen Jahren für eine Libor-Hypothek entschieden hat, ist damit in aller Regel günstiger gefahren als mit einer Festhypothek. Haus- bzw. Wohnungsbesitzer haben sich mit ihrer Wahl zwar dem Risiko steigender Zinsen ausgesetzt, die Wette hat sich aber ausgezahlt: seit 1995 lag der Zins für Libor-Hypotheken gerade mal zwei Jahre über dem langfristigen Durchschnitt von knapp 3.6 Prozent. Zwischen 2009 und 2014 lagen die Libor-Zinsen im Schnitt sogar nur bei rund 1.1 Prozent – Traumzinsen also für jeden Eigenheimbesitzer.

  skitch

Quelle: MoneyPark

Ein Blick auf den historischen Zinsverlauf  zeigt, dass in der Zwischenzeit aber nicht nur die Libor-Hypotheken günstiger geworden sind, sondern auch die Festhypotheken.

Ein Eigenheimbesitzer bezahlt Anfang Februar 2015 für eine 10-Jährige Festhypothek über 500‘000 Franken durchschnittlich rund 8200 Franken Zinsen pro Jahr. Zum Vergleich: Mit einer Libor-Hypothek, die aktuell rund 1 Prozent Jahreszins kostet, zahlt ein Wohnungs- bzw. Hausbesitzer mit einer Hypothek über 500‘000 Franken um die 5000 Franken pro Jahr – allerdings nur, wenn die Zinsen auf solch tiefem Niveau bleiben.

Zinsverlauf

Quelle: MoneyPark

Der Hypothekenzins-Aufschlag für Festhypotheken gegenüber den Libor-Hypotheken ist heute so gering wie kaum je zuvor: Anfang Februar betrug die Zinsdifferenz zwischen Libor-Hypothek und 5-jähriger Festhypothek im Schnitt 0,23 Prozentpunkte. Zum Vergleich: Im Februar 2014 war die durchschnittliche Zinsdifferenz noch rund dreimal so gross.

Während sich die Zinssätze unterschiedlicher Hypotheken annähern, sind die Unterschiede zwischen den Anbietern gestiegen. Insbesondere der Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat dafür gesorgt, dass sich die Schere zwischen den günstigsten und teuersten Anbietern weiter geöffnet hat: wer vergleicht und clever verhandelt, kann über die gesamte Laufzeit einer Hypothek nicht selten tausende von Franken sparen.

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