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Irrglaube beim Hauskauf: «Ich darf nur 10 Prozent meines Pensionskassenguthabens verwenden.»

02.12.2020 8:00
Irrglaube beim Hauskauf: «Ich darf nur 10 Prozent meines Pensionskassenguthabens verwenden.»

Beim Thema Immobilienfinanzierung gibt es viele vorgefasste Meinungen. Damit sehen wir uns täglich konfrontiert. Aber was ist wirklich dran? Heute fragen wir Anna Niendorf, Filialleiterin bei MoneyPark in Baar und Zug: Darf man wirklich nur zehn Prozent der Gelder aus der Pensionskasse verwenden?

Es ist genau andersherum. Entgegen der landläufigen Meinung müssen Hypothekarnehmer mindestens zehn Prozent des von der Bank geschätzten Liegenschaftswertes (Belehnungswert) als Eigenkapital einbringen, das nicht aus Geldern der zweiten Säule, also aus der Pensionskasse stammt. Ziel dieser Richtlinie ist es, das Risiko für das Rentenvermögen und die künftigen Renten zu verringern. Zudem soll dadurch mehr Eigenkapital auf eigene Verantwortung angespart werden.

Die erforderlichen zehn Prozent, welche nicht aus der Pensionskasse stammen dürfen, können folgende sein: Ersparnisse und Wertschriften, Gelder aus der 3. Säule, eine Schenkung, ein eigenes Baugrundstück, Bauarbeiten, die man eigenhändig durchführen kann oder ein Lombardkredit. Die restlichen Eigenmittel können somit aus der Pensionskasse stammen, welche entweder bezogen oder verpfändet werden. Nebst dem Eigenkapital sollte man die Kaufnebenkosten berücksichtigen. Diese bestehen vor allem aus Notarkosten und, je nach Kanton, aus der Handänderungssteuer. Solche Kosten dürfen nicht aus dem Vermögen der Pensionskasse finanziert werden. Das bedeutet, dass insgesamt gut 15 Prozent des Kaufpreises ausserhalb der Pensionskasse verfügbar sein müssen, um die erforderlichen Eigenmittel (zehn Prozent) einzubringen und die Kaufnebenkosten (ca. fünf Prozent) zu decken.

Der Einsatz der Pensionskasse ist also nicht auf zehn Prozent beschränkt. Das Zusammenspiel aller Faktoren ist sehr individuell. MoneyPark unterstützt Sie dabei, Ihre Situation und Ihr Immobilienprojekt genau zu analysieren. Gemeinsam legen wir fest, welche Eigenmittelstruktur Sinn macht, damit Sie die für den Kauf benötigte Hypothek erhalten. Wir finden die für Sie besten Hypothekenkonditionen und optimieren gemeinsam mit Ihnen Ihre Steuersituation. Wir achten darauf, dass Sie auch für die Versicherungen die beste Lösung finden: zum Schutz Ihrer Familie und Ihres Eigentums auch im Falle von Invalidität oder Tod. Und wir unterstützen Sie dabei, die Leistungen der Pensionskasse so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.

Anna Niendorf
Filialleiterin Baar/Zug
anna.niendorf@moneypark.ch

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