Zinsprognose September 2017: Alles auf Anfang

Zinsprognose September 2017: Alles auf Anfang

Nachdem sich das Zinstableau im Juli erstmals deutlich nach oben bewegt hat, setzt der August alles wieder auf Anfang. Die Festhypotheken mit Laufzeit 2, 5 und 10 Jahre geben wieder nach und korrigieren den starken Anstieg im Juli. Auch die Kreditabsicherungskosten sinken im August wieder und bescheren den Hypothekarnehmern attraktive Hypozinsen. Ähnlich unentschlossen wie das Zinstableau präsentieren sich die weltweit wichtigsten Notenbanken am Klassentreffen in Jackson Hole. Wer richtungsweisende Entscheide erwartet hatte, wurde einmal mehr vertröstet.

Nach einem kurzen Aufbäumen im Juli, kehrt die Zurückhaltung an den Zinsmarkt zurück. Der starke Anstieg der Richtzinsen im Juli wird im August gleich wieder einkassiert. Im August bewegen sich die 10-jährige Festhypotheken um 9 Basispunkte nach unten. Und auch die kürzeren Laufzeiten über 5 bzw. 2 Jahre geben um 3 bzw. 1 Basispunkt nach. Datengrundlage: Richtzinsen von über 60 Banken und Versicherungen im Durchschnitt. Stand: 28.08.2017. Gleichermassen unentschlossen zeigen sich die weltweit wichtigsten Notenbanker am Pilgersymposium der Federal Reserve Bank of Kansas City in Wyoming – besser bekannt als „Jackson Hole“. Die mit Spannung erwartete Rede von Yellen vermochte nur den Dollar kurzzeitig zu bewegen – die Gemüter der Marktteilnehmer blieben ansonsten unbeeindruckt. Wie die Fed den Abbau der 4.5 Billionen Dollar Bilanz in Angriff nehmen möchte, blieb ebenso offen, wie der nächste geplante Zinsschritt fragllich scheint. Auch Draghi zeigte sich in den Rocky Mountains wenig gesprächig und unterliess diesmal jedwede Anspielungen auf ein mögliches Ende des Europäischen Anleihenaufkaufprogramm. Praktisch richtungs- und ideenlos ging damit das Kollegentreffen der wichtigsten Geldpolitiker weltweit zu Ende.

Richtungslosigkeit auch am Swap-Markt

Die Kreditabsicherungskosten sind schon seit Monaten auf Berg- und Talfahrt. Nach dem Anstieg im letzten Monat folgt im August auch schon der Abstieg. Die Absicherungskosten für 10-jährige und 2-jährige Verpflichtungen sinken im August wieder leicht und machen die Konditionen für Hypothekarnehmern nochmals attraktiver. Quelle: Thomson Reuters

Trotz tiefer Zinsen sind die Zinsunterschiede extrem hoch

Die Unterschiede zwischen dem durchschnittlich günstigsten und dem durchschnittlich teuersten Anbieter steigen per Ende August 2017 weiter an. Für 10-jährige Festhypotheken klettert die Zinsdifferenz um ganze 13 Basispunkte von 80 auf 93 Basispunkte. Die Unterschiede zwischen den Anbietern erreichen damit beinahe den Höchststand Anfang Jahres von 99 Basispunkten. Als Hypothekarnehmern bergen die hohen Zinsunterschiede grosse Einsparpotenziale. Dabei gilt: je länger die Laufzeit und je höher die Kreditsumme, desto entscheidender sind bereits geringe Zinsunterschiede von wenigen Basispunkten. Wer die langlaufende Festhypothek beim günstigsten Anbieter abschliesst, spart bei einer Hypothekarsumme von 500‘000 Franken fast 5000 Franken pro Jahr.   Datengrundlage: Richtzinsen von über 60 Banken und Versicherungen im Durchschnitt. Stand: 28.08.2017. In einem persönlichen Beratungsgespräch zeigt Ihnen Ihr MoneyPark-Berater auf, wie hoch Ihr persönliches Einsparpotenzial ist. Einen ersten Vergleich von verschiedenen Schaufensterkonditionen erhalten Sie gleich online über den MoneyPark Zinsvergleich.

Auch die Zinskurve macht einen Schritt zurück

Nachdem sich die Zinskurve im vergangenen Monat nach oben verschoben hat, wird dieser Anstieg im August gleich wieder nivelliert. Die Zinskurve liegt für die Laufzeiten zwischen 2 und 50 Jahren wieder praktisch auf demselben Niveau wie Ende Juni. Quelle: Thomson Reuters Datastream   Die durchschnittlichen Hypotheken Referenzzinsen liegen per 28.08.2017 bei folgenden Ständen:  
Hypothekarprodukt Durchschnittlicher Richtzins Delta zum Vormonat in bps
Libor-Hypotheken 1.08%  + 1
2-jährige Festhypotheken 1.16% - 1
5-jährige Festhypotheken 1.29%  - 3
10-jährige Festhypotheken 1.56% - 9
 
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Prognose: Ein Schritt vor ein Schritt zurück

Die Sommerflaute auf dem Zinsmarkt wird von einem Wechselspiel steigender und sinkender Zinsen abgelöst. Der Zinsanstieg im Juli wird im August gleich wieder einkassiert und auch der Swap-Markt zeigt sich unbeständig. Nichtsdestotrotz rechnen die Experten von MoneyPark bis Ende Jahr nochmals mit leicht steigenden Zinsen. Datengrundlage: Richtzinsen von über 60 Banken und Versicherungen im Durchschnitt. Stand: 28.08.2017. Für 10-jährige Festhypotheken rechnen die Experten von MoneyPark mit Richtzinsen zwischen 1.62 und 1.76 Prozent, bei einem derzeitigen Stand von 1.56 Prozent.
Hypothekarprodukt Durchschnittlicher Richtzins 3M Zinsband (Durchschnitte) 6M Zinsband (Durchschnitte) 12M Zinsband (Durchschnitte)
Libor-Hypotheken 1.07% 1.08% - 1.20% 1.09% - 1.22% 1.10% - 1.24%
2-jährige Festhypothek 1.17% 1.15% - 1.24% 1.15% - 1.25% 1.16% - 1.27%
5-jährige Festhypothek 1.32% 1.27% - 1.36% 1.27% - 1.37% 1.27% - 1.39%
10-jährige Festhypothek 1.65% 1.61% - 1.75% 1.63% - 1.80% 1.65% - 1.86%
Datengrundlage: Richtzinsen von über 60 Banken und Versicherungen im Durchschnitt. Stand: 28.08.2017.   Steht bei Ihnen bald die Ablösung einer laufenden Hypothek an? Dann lohnt es sich bereits frühzeitig einen Überblick über die aktuellen Konditionen im Markt zu erhalten. Wer eine einfache Möglichkeit sucht, die bestehende Hypothek abzulösen, kann in wenigen Schritten mit dem online-Refinanzierungstool von MoneyPark die Angebote im Markt vergleichen und direkt abschliessen. Weiter zur Online-Refinanzierung.
Zinsprognose August 2017: Zinsen ziehen an

Zinsprognose August 2017: Zinsen ziehen an

Nachdem sich das Zinstableau in den vergangenen Monaten äusserst träge präsentiert hat, ziehen die Zinsen im Juli deutlich an. Die 10-jährigen Festhypotheken steigen um 12 Basispunkte auf durchschnittlich 1.65 Prozent. Aber auch die kürzeren Laufzeiten legen deutlich zu. Und auch auf dem Swap-Markt verteuern sich die Kreditabsicherungskosten im Vergleich zum Vormonat.  Weiterlesen
Zinsprognose Juli 2017: Die Lethargie im Zinsmarkt hält an

Zinsprognose Juli 2017: Die Lethargie im Zinsmarkt hält an

Die Sommermüdigkeit hält auch im Juni weiter an und das Zinstableau zeigt sich wenig beweglich. Die wenigen zinsseitigen Veränderungen werden mehrheitlich durch die kompetitivsten Anbieter bestimmt. Sprich die durchschnittlich günstigsten Anbieter senken ihre Zinsen tendenziell eher leicht, während sich die durchschnittlich teuersten Anbieter wenig dynamisch zeigen. Auch am Swap-Horizont lassen sich keine Anzeichen für ein baldiges Anziehen der Zinsen erkennen. Auch wenn das Fed bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr an der Zinsschraube gedreht hat und den Leitzins mittlerweile zwischen 1.00 und 1.25 Prozent liegt. Aufhorchen lässt gleichwohl die jüngste Draghi Rede, die sich der US-Position zumindest verbal annähert, während SNB ihre Position erst jüngst zementieren musste. Weiterlesen
US-Notenbank erhöht zum zweiten Mal die Zinsen

US-Notenbank erhöht zum zweiten Mal die Zinsen

Am Mittwochabend hat die US-Notenbank die zweite Erhöhung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte in diesem Jahr kommuniziert. Der Zinsschritt kommt wenig überraschend, hat der Terminmarkt die Wahrscheinlichkeit doch vorgängig mit deutlich über 90 Prozent bewertet. Grund für die weitere zinsseitige Straffung sind insbesondere die positiven Arbeitsmarktdaten. Die SNB wird den Zinsschritt des Fed an der morgigen Sitzung kaum nachvollziehen können. Die Marktteilnehmer erwarten weiterhin negative Leitzinsen bis mindestens Ende 2018. Hyponehmer dürfen sich also auch weiterhin über ultragünstige Zinsen freuen, wenngleich die Unterschiede zwischen den Anbietern hoch bleiben. Weiterlesen
Zinsprognose Juni 2017: Am Zinsmarkt macht sich Sommermüdigkeit breit

Zinsprognose Juni 2017: Am Zinsmarkt macht sich Sommermüdigkeit breit

Nach einem turbulenten April zeigt sich der Mai zinsseitig eher träge. Per Ende Monat liegen die Zinsen praktisch auf gleichem Niveau wie im Vormonat. Trotz mehrheitlich unveränderter Schaufensterkonditionen im Mai, sinkt per 2. Juni der Referenzzinssatz für Mieten auf 1.5 Prozent. Mieter können nun eine Mietzinsreduktion bei ihrer Hausverwaltung geltend machen und sich zumindest theoretisch über einen Senkungsanspruch in Höhe von 2.91 Prozent freuen. Nichtsdestotrotz bleibt Wohneigentum angesichts der äusserst attraktiven Konditionen im Zinsmarkt vorteilhaft, lassen sich die Wohnkosten als Eigentümer im Vergleich zum Mieter doch um 10 bis 50 Prozent reduzieren. Weiterlesen
Hypothek tranchieren kostet Kunden Millionen

Hypothek tranchieren kostet Kunden Millionen

Viele Hypothekarnehmer verteilen die Hypothekarschuld – häufig einzig auf expliziten Rat ihres Bankberaters – auf mehr als eine Tranche und begeben sich so unwissentlich in Geiselhaft der Banken. Dies, weil eine Ablösung bei einem anderen Anbieter nur dann möglich ist, wenn die einzelnen Tranchen nicht länger als 24 Monate auseinanderliegen. Kumuliert bezahlen die Immobilienbesitzer so zwischen 240 und 290 Millionen Franken zu viel pro Jahr, da sie das Angebot der Hausbank alternativlos annehmen müssen. Weiterlesen
Ohne Umweg zur günstigsten Hypothek

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Der Traum ist zum greifen nah, das Traumobjekt schon im Visier. Doch auf dem Weg ins Eigenheim gilt es noch die letzte Etappe zu überwinden: die Finanzierung. Als Erstkäufer verliert man im Labyrinth aus verschiedenen Anbietern und Produkten schnell die Orientierung. MoneyPark zeigt Ihnen den direkten Weg zur günstigsten Hypothek. Weiterlesen