Wovon die Hypothekarzinsentwicklung beeinflusst wird

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Die Hypothekarzinsentwicklung ist teilweise grossen Schwankungen unterworfen, die einen erheblichen Einfluss auf die Finanzierungskosten von Immobilien nehmen können. Daher bestimmt häufig der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ganz wesentlich die Höhe des aktuellen Hypothekarzinses. Unsere Beratung hilft Ihnen dabei, den Verlauf der Hypothekarzinsen durch eine Prognose einzuschätzen. Wir erläutern dazu die aktuellen Tendenzen am Geldmarkt – wobei die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit ihren geldpolitischen Entscheidungen eine intensivere Beleuchtung erfährt.

Hypothekarzinsentwicklung

Richtungsentscheidungen der Schweizerischen Nationalbank

Welchen Verlauf die Hypothekarzinsentwicklung in der Schweiz nimmt, beeinflusst die Nationalbank über ihr Zielband für den 3-Monats-Libor entscheidend mit. Es handelt sich dabei um ihr wichtigstes geldmarktpolitisches Instrument. Der davon abhängige Zinssatz bestimmt massgeblich die Konditionen, zu denen Banken neues Kapital am Geldmarkt bekommen. Denn auch Kreditinstitute sind darauf angewiesen, laufend neues Geld zu erhalten. Abhängig von den eigenen Geldbeschaffungskosten geben die Kreditinstitute finanziellen Mehraufwand an ihre Kunden weiter. Wenn die Konditionen für die Banken besser werden, schlägt sich das in der Regel auch in den Hypothekarzinsen nieder

Das Kürzel LIBOR steht für London Interbank Offered Rate. Dieser Satz wird täglich bekannt gegeben, wobei er zunächst einen Referenzzinssatz für Geldmarktkredite darstellte, also vorrangig für Kreditinstitute von Belang war. Seit dem Jahr 2000 allerdings nutzt die SNB den 3-Monats-Libor, um den Franken-Geldmarkt über ein Zielband zu steuern. Die LIBOR-Entwicklung und das ausgegebene Zielband stellen damit auch für die Hypothekarzinsentwicklung in der Schweiz entscheidende Faktoren dar. Die wichtigste Aufgabe der Nationalbank bestehen darin, die Preisstabilität in der Schweiz sicherzustellen und darüber hinaus die konjunkturelle Entwicklung zu beachten.

Wie die Festlegung des Zielbandes ausfällt, können Experten zumindest grob vorhersehen. Denn die Nationalbank ist darum bemüht, ihre Entscheidungen für die Marktteilnehmer nachvollziehbar zu machen. Sie bezieht bei der Festlegung des Zielbandes die Inflationsrate – die SNB strebt eine moderate Inflationsrate von etwa 2 Prozent an – und die konjunkturelle Situation mit ein. In der Regel können Marktbeobachter Zinswenden voraussehen und damit bis zu einem gewissen Grad Hypothekarzins-Prognosen abgeben.

Die verschiedenen Hypothekarformen und die Hypothekarzinsenwicklung

Bei allen Hypothekenformen gehen die Geldbeschaffungskosten der Banken in die Berechnung des jeweils aktuellen Hypothekarzinses mit ein. Das gilt im Einzelnen für:


  • die Festhypothek
  • die LIBOR-Hypothek
  • die variable Hypothek

Bei der Festhypothek ist allein entscheidend, auf welcher Höhe der Hypothekarzins bei Abschluss des Kredits liegt. Kommt es danach zu Entscheidungen der SNB, die die Zinssätze steigen lassen, bleibt der Kreditnehmer davon unberührt. Allerdings kann er auch nicht von fallenden Zinsen profitieren. Ob es sich lohnt, auf fallende zu Zinsen zu warten, muss von Fall zu Fall und abhängig von der wirtschaftlichen Situation entschieden werden.

Bei der LIBOR-Hypothek geht der LIBOR-Satz direkt in den Hypothekarzins ein. Hinzu kommt die jeweils von der Bank und dem Kreditnehmer abhängige Marge. Während der Laufzeit wird der jeweils aktuelle Hypothekarzins angepasst. In welchen Intervallen das geschieht, kann der Kunde mit der Bank ausmachen. Häufig sind Intervalle von 3 oder 6 Monaten anzutreffen, die Obergrenze bilden in der Regel 12 Monate. Bei einer steigenden Hypothekarzinsentwicklung ist ein Kunde nicht zwangsläufig bis zum Ende der Laufzeit an diese gebunden. Switch Optionen erlauben einen Wechsel zu einer Festhypothek. Zudem bietet ein sogenanntes Zins-Cap Schutz gegen steigende Zinsen, jedoch sind damit zusätzliche Gebühren verbunden.

Die variable Hypothek wird ebenfalls laufend angepasst. Allerdings gibt es hier keine feste Laufzeit, stattdessen bestehen Kündigungsfristen. Jeder Kunde hat also laufend die Möglichkeit, aus dem Darlehen auszusteigen. Im Gegensatz zur LIBOR-Hypothek ist hier die Hypothekarzinsentwicklung weniger transparent, weil der Zins allein von den Banken festgelegt wird.

Aktuelle Hypotheken-Zinssätze

Libor-Hypothek ab 0.56%
Festhypothek 10 Jahre ab 0.82%
Festhypothek 5 Jahre ab 0.59%

Die angezeigten Zinssätze sind aktuelle Topkonditionen. Ihr persönlicher Zinssatz kann aufgrund von Belehnung, Tragbarkeit, Hypovolumen und Objektstandort abweichen.