Die LIBOR-Hypothek im Vergleich betrachten

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Die Zinsen der LIBOR-Hypothek sind während der Laufzeit flexibel, da sie direkt an einen Referenzzinssatz gekoppelt sind. Es handelt sich dabei um die London Interbank Offered Rate, die täglich ausgegeben wird und darüber bestimmt, zu welchen Konditionen Banken untereinander Kredite gewähren. Die LIBOR-Hypothek ist an eben diesen LIBOR-Satz für den Schweizer Franken gekoppelt.

Durch diesen Mechanismus ist die Berechnung der LIBOR-Hypothek für Privatkunden besonders gut nachvollziehbar. Das bedeutet allerdings nicht, dass alle Angebote am Markt mit den gleichen Zinssätzen angeboten werden, weshalb auch die LIBOR-Hypothek stets im Vergleich betrachtet werden sollte. Denn neben dem LIBOR-Satz schlägt jede Bank eine individuelle Marge auf den Zinssatz drauf. Ausserdem sollte der Zinssatz nicht das einzige Kriterium bei der Entscheidung sein.

Hypothekarzinsentwicklung

Die LIBOR-Hypothek im Vergleich zu anderen Hypothekarformen

In den vergangen Jahren war die LIBOR-Hypothek, verglichen mit der variablen Hypothek und der Festhypothek, die günstigste Finanzierungsform für Immobilieneigentum. Die Konditionen am Geldmarkt waren für die Banken günstig, und diese sind verpflichtet, die Zinsen am Geldmarkt direkt weiterzugeben.

Im Vergleich zur LIBOR-Hypothek ist die Zinszusammensetzung der beiden anderen Hypothekarprodukte weniger transparent. Bei diesen können Kunden nicht direkt nachvollziehen, wie Banken die Bedingungen am Geldmarkt in die Berechnung des Zinssatzes einbringen und wie hoch die jeweilige Marge ist. Beispielsweise sind Banken bei der Zinssetzung für die variable Hypothek frei und vergeben diese häufig zu deutlich höheren Zinssätzen als LIBOR-Hypotheken.

Die Vorteile und Nachteile der LIBOR-Hypothek im Überblick

Die LIBOR-Hypothek stellte in den vergangenen Jahren die günstigste Hypothek dar. Besonders wenn nach Abschluss des Kreditvertrags die Zinsen weiter fallen, kann der Hypothekarnehmer davon profitieren. Kunden haben dabei die Möglichkeit, am Anfang des Vertragsabschlusses das Intervall festzulegen, in dem die Zinsanpassungen an die Veränderungen des LIBOR-Satzes vorgenommen werden. Häufig sind Varianten mit Anpassungen im 3- und im 6-Monatsrhythmus anzutreffen.

Den Vorteilen steht das Szenario steigender Zinsen und Unsicherheiten bei der Finanzierungskalkulation gegenüber. Da die LIBOR-Hypothek mit einer festen Laufzeit abgeschlossen wird, besteht das Risiko, in Zeiten von steigenden Zinsen einen finanzielle Mehrbelastung tragen zu müssen. Da Prognosen zur Zinsentwicklung immer unsicher sind, sollten Hypothekarkunden bei Abschluss einer LIBOR-Hypothek über ein ausreichendes finanzielles Polster verfügen.

Gegen steigende LIBOR-Zinsen absichern

Grundsätzlich gilt, dass jeder, der eine LIBOR-Hypothek abschliesst, finanzielle Reserven zur Verfügung haben sollte, um Zinsanstiege verkraften zu können. Darüber hinaus sind Hypothekarnehmer bei steigenden Zinsen nicht machtlos. Sie können eine Zinsobergrenze (CAP) bei Vertragsabschluss ausmachen, bei deren Erreichen Zusatzkosten versichert werden. Diese Zinsabsicherung ist mit Mehrkosten bei der Darlehensfinanzierung verbunden.

Die Switch-Option bietet die Möglichkeit zum nächsten Anpassungstermin in eine Festhypothek zu wechseln und damit steigenden Zinsen zu entgehen. Beide Varianten sind entweder an eine Gebühr oder eine Prämie gebunden. Es lohnt sich, die Kosten von Obergrenzen und Switch-Optionen bei LIBOR-Hypotheken im Vergleich zu betrachten. Die Restlaufzeit muss auch nach Wechsel der Hypothekarform eingehalten werden. Eine weitere Variante, das Risiko von LIBOR-Hypotheken zu vermindern, sind Mix-Finanzierungen. Hierbei werden LIBOR- mit Festhypotheken kombiniert.

MoneyPark hilft Ihnen, die Vorteile und Risiken unter Berücksichtigung der persönlichen Situation und der Lage am Geldmarkt abzuwägen. Wir erstellen mit Ihnen zusammen individuelle Finanzierungspläne und bereiten Sie auf mögliche Zinsszenarien vor.