Die Saron-Hypothek löst den Libor in der Schweiz ab

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Das Ende des Libors ist absehbar: Die britische Finanzaufsicht FCA entzieht dem Libor per 31. Dezember 2021 ihre Unterstützung. Die Nationale Arbeitsgruppe (NAG) für Referenzzinssätze der Schweizerischen Nationalbank hat erste Empfehlungen für Schweizer Finanzinstitute hinsichtlich der Vorbereitung auf die Zeit nach dem Libor ausgesprochen. Konkret wird den Schweizer Banken empfohlen, bereits jetzt Produkte aufzusetzen, welche auf dem Saron anstelle des Libors basieren.

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Was ist der Unterschied zwischen Saron und Libor?

Der Libor (London Interbank Offered Rate) ist der Satz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen. Hinter dem Libor stehen keine tatsächlichen Transaktionen, sondern lediglich Abmachungen, welche die Banken untereinander treffen. Diese mangelnde Transparenz ist einer der Gründe, weshalb der Libor als manipulationsanfällig gilt. Der Saron (Swiss Average Rate Overnight) hingegen basiert auf getätigten Transaktionen und ist somit deutlich transparenter. Betrachtet man die Zinssätze von Libor und Saron, so lässt sich festhalten, dass diese in der Vergangenheit kaum voneinander abgewichen sind.

Wie werden beim Saron 3- bzw. 6-monatige Laufzeiten bestimmt?

Der Saron wird jeweils für einen Tag bestimmt, weshalb sich die Frage stellt, wie der Zinssatz für 3- und 6-monatige Laufzeiten berechnet werden soll. Stand jetzt sollen die Finanzinstitute darüber entscheiden, wie sie hierbei vorgehen. Auch die Entscheidung darüber, ob für die Berechnung des Zinssatzes die vergangenen oder die kommenden drei Monate herangezogen werden, soll bei den Banken liegen. Bei ersterem ist sich der Kunde darüber im Klaren, wie viel Zins er zahlen wird, bei letzterem hingegen ist dies nicht der Fall.

Welchen Einfluss hat der Wechsel von Libor zu Saron auf Hypothekennehmer?

Bereits heute können bei einigen Finanzinstituten keine neuen Geldmarkt-Hypotheken auf Basis des Libors aufgenommen werden. Aktuell bieten sich als Alternative zu einer Libor-Hypothek Festhypotheken mit einer relativ kurzen Laufzeit von zwei bis drei Jahren an. Vorausgesetzt, dass die Banken für Saron-Hypotheken vergleichbare Margen wie Aktuell für Libor-Hypotheken verrechnen werden, können Hypothekarnehmer ähnliche Konditionen wie im aktuellen Umfeld erwarten. Hinsichtlich bereits abgeschlossener Libor-Hypotheken, deren Laufzeiten über den 31.12.2021 hinausgehen, kann von einer juristisch abgesicherten Lösung ausgegangen werden, welche sicherstellt, dass betroffene Hypothekarnehmer bei der Umstellung keinen Nachteil erleiden.

Was sind die nächsten Schritte?

Noch sind nicht alle Fragen hinsichtlich der Umstellung auf den Saron geklärt. So will die NAG zeitnah konkrete Modelle zur Definition der 3- bzw. 6-monatigen Zinssätze präsentieren. Während die Schweiz im Saron bereits einen Nachfolger für den Libor gefunden hat, ist dies in vielen anderen Währungsräumen noch nicht der Fall. So müssen die USA, die EU, Grossbritannien sowie Japan erst noch ein geeignetes Pendant zum Libor finden.

Aktuelle Hypotheken-Zinssätze

Libor-Hypothek ab 0.55%
Festhypothek 10 Jahre ab 0.63%
Festhypothek 5 Jahre ab 0.48%

Die angezeigten Zinssätze sind aktuelle Topkonditionen. Ihr persönlicher Zinssatz kann aufgrund von Belehnung, Tragbarkeit, Hypovolumen und Objektstandort abweichen.